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Hallo zusammen,
wie angekündigt, ist es mal wieder an der Zeit, ein Update für den „Elektrischen Cowboy“ zu machen. Ich kann das leider nur in relativ großen Abständen, da wir im Oldtimerclub bereits wieder mehrere Veranstaltungen für die nächsten Monate planen.
Das Chassis ist eigentlich kurz vor dem Lackieren, allerdings habe ich – zum x-ten Male – das Layout der Verschaltung geändert. Die Chassis-Lackierung wird zunächst verschoben, bis alles fertig verdrahtet ist und ich sicher bin, für das Fahrerhaus nicht doch noch eine Leitung einfügen zu müssen.
Wie gesagt, ist es oberste Priorität, mit den vielen Leitungen das Modell nicht zu verhunzen, sondern stattdessen die Leitungen noch so zu verlegen, wie auch im Original die Kabelbäume gelegen haben. Parallel dazu habe ich versucht, einige Leitungen und Ventile der Druckluftbremse einigermaßen nach Vorlage zu verlegen. Leider bin ich erst vor ein paar Wochen auf eine brauchbare Zeichnung der Bremsanlage für die T-Reihe gestoßen. Da war es für eine strukturierte Umsetzung dieser Zeichnung in 1:24 schon zu spät, sonst wäre ich aus dem Planungsstadium nicht mehr heraus gekommen. Es heißt ja ModellBAU und nicht ModellPLANUNG :-)
Hier mal die Übersicht über die Verkabelung des Chassis und den etwas ausdetaillierten Motor.


Als Beispiel für eine „Druckluftleitung“ die Zuleitung für die Vorderräder. Jede Bremsbacke hatte einen eigenen Zylinder. Eine Zuleitung verzweigte zu den 2 Zylindern über ein T-Stück. Die „Leitungen“ bestehen aus 0,4 mm Lackdraht, die „Verschraubungen“ aus M0,8 mm Messingmuttern. Diese waren ein weiterer Grund für weitere Verzögerungen, denn sowas bekommt man auch nicht um die Ecke. Und die Kosten... na ja, reden wir über was anderes.
 Vor dem Spritzen des Chassis müssen noch die LEDs für Rückleuchten und Blinker in die Kotflügel eingebaut werden. Hier besonders schwierig, die Leitungen (Lackdraht 0,2) möglichst wenig störend zu verlegen. Im Original laufen die Kabel der Rückleuchten durch das Halterrohr der Kotflügel. Im Modell immerhin durch eine gefräste Nut unter den bausatzseitig angedeuteten „Rohren“ und so weitgehend unsichtbar. Ich habe die angegossenen „Rohre“ auch etwas herausgearbeitet, damit der plastische Eindruck verbessert wird. Danach wurden die Kotflügel und einige andere Anbauteile in einer Mischung aus Revell schwarz seidenmatt 302 und anthrazit 9 gepritzt, um dann vor (!) dem Spritzen des Chassis montiert zu werden. Denn die Drähte müssen wie die echten Kabelbäume der Rückleuchten ja auch im Rahmen verlegt werden.

 Das ganze Projekt muß immer wieder neu auf Machbarkeit durchdacht werden, um keine Überraschungen zu erleben. Da die meisten LEDs im Fahrerhaus sitzen, müssen auch dorthin einige Zuleitungen gelegt werden, die bereits mit samt dem Chassis gespritzt werden. Da alles quasi vom Tank aus gesteuert und versorgt wird, müssen von dort aus Leitungen Richtung Frontquerträger gelegt werden, die später dann zu den einzelnen Sub-Schaltungen geführt werden. So laufen insgesamt 5 Plusleitungen à 0,2 mm und eine Minusleitung á 0,4 mm Lackdraht vorne mit Überlänge aus dem Rahmen heraus, um später in das Fahrerhaus geführt zu werden. Die Verlegung dieser Leitungen ist weitgehend analog zu der originalen Lage der elektrischen Kabel, soweit sich dies recherchieren ließ.

Eines der Hauptprobleme für die Beleuchtung ist zunächst einmal die komplexe Schaltung korrekt zu berechnen. Das ist aber nur die halbe Miete und erheblich einfacher, als die Schaltung hinterher einzubauen. Zumal die berechneten Vorwiderstände nur theoretische Werte sind, die die LEDs maximal ausnutzen. Daher sind sie i.d.R. für die jeweilige Einbausituation viel zu hell. Es ist entscheidend, ob sie z.B. alleine leuchtet oder noch hinter einem Klarsichtteil verbaut wird. Die Widerstände müssen meist deutlich vergrößert werden, als physikalisch notwendig.

Hier nur mal ein Beispiel von heute: Das Standlicht hätte rechnerisch einen Vorwiderstand von 300 Ohm, damit maximal nur 20mA durch die SMD-LEDs fließen. Damit es im einbauten Zustand aber auch wirklich aussieht wie Standlicht, wird real ein Widerstand verbaut, der 2kOhm haben wird und einen Strom von nur knapp 2 mA fließen lässt.
Wie die Gesamtschaltung am Ende aussieht, beschreibe ich noch im Detail. Es soll hinterher möglichst nicht der Eindruck eines Funktionsmodells entstehen, sondern alle evtl. sichtbaren Leitungen sollen vom Betrachter als Nachbildung eines Details wahrgenommen werden. Mal gespannt, ob das gelingt.
Fortsetzung folgt.
Viele Grüße Carsten
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