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Dieses Thema hat 50 Antworten
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 Bauberichte
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KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

26.08.2012 06:06
White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus,
trotz noch offener Baustellen, habe ich mir etwas für „Nebenher“ ausgesucht, da ich einfach mal Lust verspürte, einen ganz normalen Bausatz zu bauen. Beim Blick in mein hier bereits aufgebautes Vorratslager und der Gedanke, dass mir Oliver ja auch kürzlich Decals für ein MLF-Modell besorgt hatte, war schnell klar, dass es ja nun ein Ami im MLF-Kleid sein muss. Ja, richtig gelesen, KAWIT baut einen Ami, obwohl er den Anblick der Trucks nicht mehr ertragen kann? Ok, ich habe eine Schwäche für COEs, also Frontlenker. Denn in den Staaten gab es auch mal eine Zeit, in der die Gesamtlänge des Lastzuges begrenzt war. Heute ist nur noch die Aufliegerlänge auf 53 Fuß limitiert.

Hier mal das Kartonbild

Bild1: Verpackungsbild

Die Bausatzvorstellung der Neuauflage findet Ihr hier:
AMT 1:25 White Freightliner COE

Die Kommentare zu den AMT-Bausätzen ( bei meiner Bausatzvorstellung ) kann ich nur bestätigen. Durch die fehlende Nummerierung ( sie stehen nur der Bauanleitung, aber nirgends sonst; auf der Kartonunterseite findet man zwar eine Teileübersicht, aber auch hier fehlen die Nummern) wird das Ganze dann zur fröhlichen Sucherei und Gepuzzle!

Das die Fixierstifte z.T. eher anregenden als informierenden Charakter haben und gleich wegeschnitten gehören, sei nur am Rande erwähnt. Ich habe mir vorgenommen, das Modell OOB zu bauen. Was das für unsereinen Scratcher und Umbauer heißt, wird sich im Laufe des Baus noch zeigen. Auf jeden Fall konnte ich beim Anblick der Vorderachse nicht anders, als sie beweglich zu gestalten. Das war dann schon gleich zu Beginn der Bruch mit OOB…
Also fange ich mal mit der Vorderachse an. Als erstes habe ich mir aus 1mm Sheet 4 halbe Ovale als Konsolen gefeilt, die später einmal den Achsschenkel lagern sollen. Im nächsten Schritt trennte ich den Radträger zu ca. 70% von der Vorderachse ab, indem ich zwei Schnitte zwischen den besagten Teilen anbrachte. Den Rest ließ ich vorerst bewußt stehen, damit die Achsschenkel mit den neuen Konsolen an den Radträgern gemeinsam verbohrt werden können.
Nachdem noch der Überstand oben und unten an den Achsschenkeln weggefeilt worden war, konnten die beiden Konsolen an den Radträger angeklebt werden. Verstärkt wurde die Verbindung Radträger-Konsole durch je einen 1mm Vierkantstab. Nach dem Aushärten wurde alles verschliffen.


Bild2: Teilweise abgetrennte Radträger


Bild3: Detail umgebauter Radträger


Bild4: Detail teilweise abgetrennter Radträger

Für das Verbohren von Radträger und Achsschenkel habe ich absichtlich noch den schon beschriebenen Steg stehen gelassen. Nach dem Verbohren der Spurstange (wäre ja ziemlich blöde, wenn die Spur falsch wäre…) konnte ich dann den Steg einfach wegbrechen und beide Seiten verschleifen.

Bild5: Verbohren von Radträger und Achsschenkel

Die Spurstange wurde einfach nur gebohrt und die vorhandenen Träger abgetrennt. An die Radträger habe ich je einen Boomerang-förmigen Träger an der Unterseite angeklebt.


Bild6: Bohren der Spurstange

Jetzt konnte die Spurstange verbohrt werden. Dann erst wurden die oben erwähnten Stege heraus gebrochen. Als Verbindungselemente wurden wieder abgelängte Stecknadeln verwendet. Diese werden erst nach der Lackierung eingesetzt.


Bild7: Umgebaute, bewegliche Vorderachse

Eine Sache hätte ich noch etwas besser machen können. Die Boomerang-förmige Spurstangenträger hätten einen Hauch länger sein können. Jetzt schleift beim Einschlagen der Räder die Spurstange leicht an der VA. Da werde mal eine Kleinigkeit an der VA „kratzen“ müssen… Mache ich aber erst, wenn ich mal die Räder probehalber montiert habe.


Bild8: Detail umgebaute VA

Wie bei vielen Modellprojekten, gab es auch bei mir eine kleine Panne. Ich habe die Angewohnheit, wenn es geht im Freien zu bauen. Und da kommt es gelegentlich vor, dass mal ein Teil runter fällt. Dummerweise baue ich auf einer Veranda. Bisher habe ich jedes Teil wieder gefunden. Nur als mir einer der Bremstrommeldeckel= Radträger der HA runterfiel, rollte es weg und verschwand auf Nimmerwiedersehen durch irgendeine der Fugen zwischen den Brettern…
Ersatz musste her. Da fiel mir ein, dass ich mal ähnliche Teile für Helmuts Magirusse gegossen hatte. Als einen Abguss raus gekramt, die Bremszylinder abgetrennt, die verbleibende Scheibe auf einen Dorn gespannt und das Alles im Akkuschrauber „abgedreht“. Im Bild links das Original, oben das Gußteil und rechts die Kopie vor Aufbohren des Loches in der Mitte.


Bild9: Ersatz für Radträger hinten

Weiter geht’s mit dem Motor, mit dem ich auch den Bau begonnen habe. Dabei kam mir wieder schmerzhaft in Erinnerung, wie sehr doch AMT-Kits eine Herausforderung darstellen. Hier waren allen Paßstifte vollkommen fehl am Platz und die Bauanleitung lässt mich immer noch im Unklaren, wo einige Teile denn überhaupt hin sollen und wo die Teile am Gußast zu finden sind. Auch sind einige Teil ohne Rückwand oder wie der Ölfilter ohne Boden, so dass hier sofortige Abhilfe geschaffen werden musste. Wie war das mit OOB???
Einige Teile werde ich erst lackieren und dann anbringen. Und dann weiß ich hoffentlich auch wo der Rest der Teile zu finden und zu montieren ist. Als baue ich erstmal weiter…
Jetzt die Frage an die Ami-Experten: Der Motor ist ein Cummins und laut Günther Böhnisch sind diese Rot. Was für ein Rot??? Ich habe im Netz sogar ein Foto gefunden, wo die Ölwanne in Mattschwarz lackiert ist. Gleiches gilt in diesem Fall fürs Getriebe. Ist das etwas Besonderes oder kann ich das als Vorlage übernehmen? Und noch eine Frage: für einen Cat-Motor brauche ich auch noch eine Farbangabe. Wer kann mir hier helfen?



Bild10: Motor rechts und Anbauteile


Bild11: Motor links und Anbauteile

Als nächstes habe ich mich auf den Rahmen gestürzt. Hier mussten einige Teile (speziell die Blattfedern) sauber entgratet und nachgefeilt werden, um den Eindruck nicht zu ruinieren. Aber das ist ja nichts Ungewöhnliches, oder? In paar kleine Sinklöcher waren auch noch zu verschließen, aber das ist bei einem Modell, das mind. 30 Jahre auf dem Buckel hat, zu verschmerzen. Dafür nehme ich bevorzugt Sekundenkleber, damit ich zügig weiterarbeiten kann. Ausser das ich zwecks Lackierung die Tanks und Bremstrommeln weggelassen habe, wäre zum Rahmen nichts zu erwähnen.


Bild12: Rahmen oben


Bild13: Rahmen unten

Weiter geht es mit den Anbauteilen am Rahmen und den Felgen. Hier waren einige Spachteleien und Schleifereien notwendig. Die Paßstifte trugen auch hier zum großen Teil ihren Namen zu Unrecht. Die Felgen habe ich entchrohmt, da mir ein Arbeitstier vorschwebt. Chrom auf Fegen ist für mich ohnehin ein Gimmick, was im Truckmodellbau auch ohnehin nur den Showtrucks vorbehalten sein sollte. Alles Andere ist m.E. unrealistisch.


Bild14: Rahmen mit Anbauteilen

Nun mal zum Thema Entchromen. Bei diesem Modell werde ich wohl alle Teile Entchromen müssen da ich z.T. mit Nähten oder Formteilungen zu tun habe (nur ich???) und Nacharbeiten dann unweigerlich sichtbar werden. Andererseits sind z.T. Schlieren im Chrom vorhanden. Das macht sich besonders auf der großen Stoßstange schlecht. Da fiel mir ein, dass wir das Thema schon einmal behandelt hatten. Also ab in den Supermarkt und Backofenspray der Marke „Easy-Off“ besorgt und an alten Teilen probiert. Wow, geht das schnell! Danach habe ich den Nachmittag damit zugebracht, den Grill sauber zu machen. Und dafür taugt das Zeugs auch, hahaha. Vielen Dank für diesen Super-Tipp!


Bild15:Felgen und Auspuff Entchromen

Dann habe ich gleich noch etwas ausprobiert. Man kann mit dem Teufelszeug auch Teile entlacken.


Bild 16: Entchromen und Entlacken mit Backofenspray

So, das war es mal für heute von meinem „Nebenherprojekt“. Bin mal gespannt, was Ihr davon haltet…

Viele Grüße,
Karsten

Mart Offline




Beiträge: 3.689

26.08.2012 08:14
#2 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten,

ja, was halten wir davon?! Wird sind denn erstmal baff, daß Du einen Ami baust!

Das aufwändige Entchromen aber kann man sich doch eigentlich sparen. Ich schleifen den Chrom etwas an, so daß er matt wird und grundiere einfach drüber! Hat bisher immer gut funktioniert. Auf dem angeschliffenen Chrom ist die Oberfläche ja dann griffig und der Lack hält.

"Heute ist nur noch die Aufliegerlänge auf 53 ft. limitiert."
Stimmt so nicht ganz. Die "Ladelänge" ist limitiert. Wo jetzt genau der Unterschied liegt? Ist die Ladung länger, brauchts eine Sondergenehmigung. Die Hersteller bauen die Auflieger aber auch nur noch bis 53 ft.; außer für Spezialtransporte.

OOB? Das glaubst Du doch selbst nicht?!

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

XXL Offline




Beiträge: 2.089

26.08.2012 17:19
#3 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten !

Als ich die erste Zeilen gelesen habe, du baust den OOB, war mein erster Gedanke: ich kenne
die alten AMT-Modelle auch noch, ich glaube dieser Freightliner war mein erster LKW-Bausatz überhaupt.
Mal einfach so bauen ist nicht, die Passgenauigkeit ist manchmal schon lustig, trotzdem hat das fertige
Modell einen gewissen Charme, es hat ja auch seit dem nichts mehr vergleichbares gegeben...

Also, dann vergrößere mal die MLF-Flotte um ein weitere Exemplar

Viele Grüße Jochen

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

26.08.2012 17:36
#4 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hi Ihr zwei,

das mit dem OOB war mal so ein spontaner Gedanke. Allein schon das Modell sauber und paßgenau zu bauen, ist schon eine Abweichung vom OOB. Aber ich habe schon weitere Rückschläge von meinem Plan enthalten. Bei dem Modell laufe ich Gefahr, schizophren zu werden (KAWIT gegen meine normale Persönlichkeit) Ich habe nämlich heimlich Löcher in die Enden der Luftkessel gebohrt. Mal sehen, wann KAWIT es merkt und dann endlich Leitungen zieht...
Die ersten Chromteile (Zylinderkopfdeckel) hatte auch erst abgeschliffen. Das war mir dann doch zu fummelig, also musste der Backofenreiniger her. Übrigens, Mart, zeige mir das mit Deiner Methode doch mal in den Felgen, wo die Schraubenköpfe sitzen. Da würdest Du Dir einen abfummeln und kein brauchbares Ergebnis hinbekommen und der das Backofenspray macht das in 5 Minuten. Das ist definitiv kein "aufwändiges Entchromen"...

Nochmal zur Verkabelung/Verschlauchung. Weiß jemand, wo die alten Bremszylinder ihre Schlauchanschlüsse hatten? An der Stirnseite oder am Aussenumfang? Habe da noch keine brauchbaren Bilder finden können.
Und noch etwas: hat jemand Amerikanische Trilexfelgen (mit Fünffachstern)oder 2-Lochfelgen? Soetwas würde dem gut zu Gesicht stehen...
Und nochmals die Frage nach dem Cummins-Rot...

Ihr seht s,o ein popeliger Ami bedarf einiger Hilfe.

Viele Grüße,
Karsten

XXL Offline




Beiträge: 2.089

26.08.2012 18:18
#5 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten !

Dr. Google hat folgendes Ergebniss ausgespuckt:

http://www.truckertotrucker.com/listings/134582.cfm

Den Farbton wirst du vermutlich anmischen müssen, ich schätze mal, das ist ein spezieller
Farbton nur für Cummins, genau wie früher das Mercedes-Motorengrün

Nach Felgen kann ich mal schauen, ich denke die Fünffachsternfelgen finden sich in meinem Lager...

Viele Grüße Jochen

S.Oliver Online




Beiträge: 4.268

26.08.2012 19:01
#6 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Die Farbe sieht aus wie rubinrot RAL3003.

Trilex in vielen Variationen gibts von Auslowe

Ergänzung: Auslowe Felgen

Ich hätte die Chromfelgen so belassen, na ja, deine Entscheidung.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

Mart Offline




Beiträge: 3.689

27.08.2012 19:11
#7 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten,

bezüglich der Felgen schließe ich mich Olli mal an. Hochglanzpoliert sehen die ja auch aus, wie verchromt. Aber Du hast recht: Bei einem reinen Arbeitstier würde ich es auch nicht unbedingt machen. Andererseits...... Geschmacksache. Kommt ja auch auf die Gesamt- (Farb-) Gestaltung an.

Hattest Du Probleme mit dem Rahmen? ich habe schon diverse AMT- Bausätze gehabt, bei denen die Rahmenhälften unterschiedlich lang waren (meist aber bei Aufliegern)! Ergo mußte eine Seite in der Mitte um ein paar Millimeter gekürzt werden.

Bekommt das Schätzchen noch einen Auflieger?

@Oliver:

Sind die Auslow- Felgen für AMT- Reifen? Ich habe auf der Seite leider nichts Schriftliches gefunden. Die Dinger sehen jedenfalls sehr gut aus! Aber ich schätze, für Italeri- Reifen sind sie zu klein.

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

S.Oliver Online




Beiträge: 4.268

27.08.2012 20:45
#8 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Zitat
Sind die Auslow- Felgen für AMT- Reifen? Ich habe auf der Seite leider nichts Schriftliches gefunden. Die Dinger sehen jedenfalls sehr gut aus! Aber ich schätze, für Italeri- Reifen sind sie zu klein.



Die 1:24er dürften für Italeri passen, die 1:25er für AMT usw.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

Mart Offline




Beiträge: 3.689

28.08.2012 03:29
#9 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hi Oliver,

mal sehn'. Das wären die richtigen Felgen für einen der Becker Trucks, die bei mir noch ausstehen. Hast Du dort mal 'was in der Vergangenheit bestellt (Erfahrung /Qualität / Porto)?

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

S.Oliver Online




Beiträge: 4.268

28.08.2012 23:53
#10 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Ich hab mal Auslowe Artikel vor Jahren über KFS bestellt. Ist vom Guß her nicht so perfekt wie KFS, man muß schon etwas mehr nacharbeiten sprich entgraten und diverse Löcher aufbohren.
Der direkte Einkauf in AUS soll aber günstiger sein, als der Umweg über GB. Englisches Porto ist deutlich teurer.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

29.08.2012 04:25
#11 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Oliver,

danke für den Tipp mit Auslowe. An die habe ich gar nicht gedacht. Habe aber mittlerweile Fotos mit Sechsfachsterntrilexfelge gefunden (oh, was für eine Wortschöpfung)
Das werde ich mir mal anschauen, ob die von Durchmesser zu den AMT-Reifen passen.

Oliver und Martin:
wer zur Hölle behauptet eigentlich , das Felgen bei Amis verchromt sein müssen? Das ist doch ein Mythos und dem werden wir jetzt mal - frei nach Mythbusters - auf die Pelle rücken. Die meisten Felgen sind lackiert. Das was so schön glänzt, sich Alus. Auf vielen Fotos kann man auch sehr gut die Farbstufungen zwischen Chrom (z.B. auf den Nabendeckeln) und Alu erkennen. Gleiches gilt übrigens auch für die Tanks. Da sind ja wohl die wenigsten verchromt, sondern aus Alu. Chromfelgen, -tanks und -schnickschnack sieht man auf Showtrucks und Wagen, deren Fahrer zuviel Geld haben, um es in Zubehör zu investieren. Und wer hat das schon? Mit Sicherkeit doch keiner unser Fahrer bei MLF-Trans, -Logistics, usw...
Als Bsp. mal ein Freightliner COE aus den frühen 90er. Übrigens ist dieser Truck ca. 30 Jahre gebaut worden (von den 60 -90gern)

So ich gehe jetzt mal Felgen untersuchen.

Viele Grüße,
Karsten

PS: Mart: Trailer weiß ich noch nicht. Vielleicht läuft mir ein Van über den Weg. Oder vielleicht doch der nagelneue 53" Van von Moebius???

Angefügte Bilder:
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 Freightliner COE 01.jpg  Freightliner COE 04.jpg  Freightliner COE 06.jpg 
Mart Offline




Beiträge: 3.689

29.08.2012 21:41
#12 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hi Karsten,

niemand behauptet, daß die Felgen verchromt sein müssen. Klar, sind die aus Alu und nicht etwa verchromt (obwohl man solche auch erwerben kann). Hochglanzpoliert - ja, sieht man selten, außer bei den Neuen, die sind beschichtet und bleiben dann halt glänzend. Auch klar: Zur Zeit Deines COEs gabs die noch nicht.
Für ein "schnödes" Flottenfahrzeug "reichen" auch lackierte Felgen - habe ich bei meinem Ford ja auch gemacht. Im Nachhinein muß ich den Kritikern aber recht geben, die beim Bau sagten, ich hätte die Felgen besser in "blanker" Ausführung verbaut. Na ja, wird vielleicht noch geändert. Nur, die weißen Zweilochfelgen - das geht gar nicht; in meinen Augen.

Bitte nicht falsch verstehen: Kein Mensch will hier "Vorschriften" machen, wie was an einem Modell auszusehen hat. Sorry, wenn das so rüberkam! Lasse ich mir ja auch nicht vorschreiben.

Bei den Fahrzeugen meiner "Becker's"- Flotte muß ich z.B. die Felgen, die Tanks, Auspuff und die Stoßstange in Hochglanz halten, denn es entspricht dem Original. Die Tanks waren aber nicht aus Alu, sondern, wie auch die Stoßstange, in Edelstahl gebaut. Ist selten, aber war so. Klar, das sind Gimmicks, die den Geldsack des Besitzers beuteln. Aber wenn der es so haben will.... Dafür ist ja die restliche Lackierung ("dunkelsilber matt") nicht sonderlich berauschend!

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

Mart Offline




Beiträge: 3.689

31.08.2012 21:25
#13 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten,

der Cummins ist in einem Rot, das etwas dunkler ist, als RAL 3000, aber heller, als etwa Bordeaux- Rot. Etwa Kirsch- Rot. Früher gab es eine Serie von Cummins, die waren beige lackiert. Aber in welchem Zeitraum? (Da bin ich überfragt!)

Das Fuller- Getriebe ist in einem Grau / Blau- Ton gehalten:

Alaska- Ford

Die Bilder sind etwas hell! Besser, Du schaust mal auf den Internetseiten der Hersteller nach.


Detroit- Motoren sind komplett schwarz. Es gab aber auch mal solche in "Alpine Green". Nur weiß ich leider nicht, ob die aus den 70er Jahren waren.
Alte Peterbilt- Motoren sind weiß (!!).
Cat- Motoren sind Dunkelgelb.
Peccar- Motoren (modern) sind silber mit schwarzem Ventilgehäuse- Deckel.
Navistar- Motoren sind in einem hellen Blau gehalten (ähnlich wie Baby- Blau).

Eaton- Getriebe sind rot, wie etwa die Cummins- Motoren.

Umlackierungen bei Reparaturen sind natürlich nicht ausgeschlossen! Im Prinzip ist es also egal

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

01.09.2012 06:04
#14 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Allerseits,
heute gibt’s nur ein kurzes Update zum Thema Felgen. Um es vorweg zu nehmen: Ich habe was Brauchbares in meinem Fundus gefunden. Prinzipiell handelt es sich dabei um Teile aus einem alten Italeri-Zubehörsatz (aber fragt mich bitte nicht nach welchem…) Für die VA habe ich Sechsfachsterntrilexfelgen ausgraben können, nachdem ich auch Fotos gefunden habe, die eben diese Sechsfachsterne belegen. Interessant ist m.E. dabei, dass die 1:24er Felgen hervorragend zum 1:25 Reifen passen. Ich muss nur noch einen passenden Ring für die Felgenrückseite finden oder „schnitzen“.


Bild 17: Vorderachsfelge

Für die HA nahm ich auch IT-Zubehörteile., die ich vor Jahren mal abgegossen hatte. Nur passen die Naben einfach nicht, also musste Abhilfe geschaffen werden. Das ging an sich recht einfach: es mussten nur die Mitten der Felgen ausgebohrt werden, bis der Durchmesser der AMT-Bausatznaben erreicht war. Da man dabei sehr genau arbeiten muss, um die Bohrung zentriert zu setzen, ist das Risiko des Ausschusses auch nicht unerheblich. Ich habe zwei Felgeneinsätze versemmelt, die aber noch eine andere Verwendung finden werden. Es bleibt nämlich nur ein sehr dünner Rand stehen und der sollte halt gleichmäßig sein.


Bild 18: Einsätze für Hinterachsfelgen

Hier ist mal der Felgeneinsatz direkt auf die Radnabe an der Bremstrommel aufgesteckt. So wird sehr schnell klar, dass für ein stimmiges Erscheinungsbild die Nabe verlängert werden muss.


Bild 19: HA-Felgeneinsatz für auf Nabe

Um das Zusammenspiel von Felgeneinsatz und Nabe zu testen, habe ich von einem Schrottteil die Nabe abgesägt und in die Bohrung des Felgeneinsatzes eingepasst.

Bild 20: Radnabe HA

Die Nabe steht zwar jetzt etwas weiter in die Felge rein, aber das Bild wird stimmig. Somit muss ich noch vier Verlängerungen der Radnabe anfertigen. Ich werde mal schauen, was mein Lager an Rohren so hergibt, ansonsten werde ich wohl gestanzte Plastikscheiben aufeinander kleben, um die Verlängerung zu erhalten. Das auf der Nabe noch eine Abdeckkappe fehlt, die noch folgt, muss ich ja wohl eigentlich nicht extra erwähnen, oder? Mich würde jetzt nur noch interessiren, on ich die Flege im gleich Maße aussparen muss, wie den davorliegenden Einsatz, denn man kann nun hervorragend die Originalen Felgenbohrungen erkennen. Wer weiß Rat?


Bild 21: Hinterachsfelge mit Nabe und Reifen

Und zum Abschluss für heute, mal provisorisch die VA- und HA-Felgen in Reifen eingesetzt. Jetzt kommt noch der Chrom weg und dann können die Räder in Serie gehen.


Bild 22: Vorder- und Hinterrad

To be continued…

Viele Grüße,
Karsten


PS: Martin,danke für den Hinweis zu den Farben. Ich werde mich dann mal auf die Suche beim Dealer meines Vertrauens machen. Könnntest Du noch das CAT-Gelb etwas näher definieren?

Mart Offline




Beiträge: 3.689

01.09.2012 07:33
#15 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hi Karsten,

das Cat- Gelb ist exakt gleich mit der Lackierung der Bagger, die sie bauen (alles uni). Eine RAL- Farbe dürfte das nicht sein, aber ein Autolackierer in Deiner Nähe kann Dir sicherlich weiterhelfen; oder die nächste Cat- Vertretung anrufen und nach der Farbnummer fragen.

Leider habe ich von dem Cummins- Beige kein Photo. Es ist noch etwas heller, als der sandfarbene Freighty:

Freighty FL C

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

XXL Offline




Beiträge: 2.089

01.09.2012 10:35
#16 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten !

So viel zum Thema "OOB" ... schon wird eine Serie Felgen aufgelegt...!
Den Innenteil der Hinterachsfelgen (mit den Löchern) kannst du entfernen, die Felgen haben
so etwas nicht, siehe hier:

http://ww1.safholland.de/SiteCollectionI..._TRILEX_Rim.jpg

Die Felge wird nur mit den Klemmstücken gehalten, nicht mit herkömmlichen Radschrauben.

Viele Grüße Jochen

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

05.09.2012 03:43
#17 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Leute,
nach Jochens tollem Hinweis mit dem SAF-Bild ( habe auch einen Prospekt von Trilexfelgen, aber der liegt mal wieder 6000 Meilen entfernt) – Danke Jochen!!! habe ich die bereits zusammengebauten Felgen vorsichtig wieder auseinander getrennt und dabei gleich die Felgenschüsseln abgesägt. Dann habe ich die Ringe wieder auf die Felgenkörper geklebt. Dann 8 Trilexsterne (jetzt auch die Versemmelten verwendet, denn die kommen auf die Innenseite, da sieht niemand, dass der Rand beschädigt ist) einer intensiven Schleiforgie unterzogen und passend gemacht. Leider mussten auch die Felgengrundkörper überarbeitet werden, da dort Einiges an Formausbrüchen zu Schleifarbeiten führte. Ich habe mich übrigens auch dazu durchgerungen, die inneren Felgen auf Trilex umzubauen, da sonst die Bausatzfelgen komisch hinter den Trilexfelgen ausgesehen hätte.


Bild 23: Neue HA-Trilexfelgen
Jetzt werden nur noch die Trilexsterne in der Höhe ausgerichtet und dann geht es ans Verkleben. Trotz allem muss ich die Naben verlängern, da die Trilexsterne dicker als die originalen Felgenschüsseln sind.
Soviel mal in Kürze vom aktuellen Stand…

Viele OOB-Grüße,
Karsten

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

19.11.2012 05:08
#18 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus,

heute geht es mit einigen kleinen Schritten an meinen „Nebenher-OOB-US-Truck“ weiter.Fange ich mal mit der Lösung des zuletzt angesprochenem Problemchen an, dass die Trilexsterne dicker als die originalen Felgenschüsseln sind. Um zu verhindern, dass ich die Naben verlängern muss, war halt die offensichtliche Alternative die, dass ich die Felgeninnenseite einfach in der Höhe reduziere, Mit dem Ring ging das ganz einfach. Den musste ich nur wegschneiden. Die restliche Höhe habe ich mit der Kleinbohrmaschine (@ Mart: schau mal die Böhler) abgefräst. Das habe ich im Freien gemacht, da ich ja die nicht unbedingt umweltfreundlichen Resinspäne und –Staub nicht im Haus haben wollte. Den Außendurchmesser der Resinabgüsse der Trilexsterne habe ich in diesem Zusammenhang auch gleich mit angepasst, so dass die Sterne in die Felgenringe passen. Abschliessend konnte ich dann alle acht Innen- und Außenfelgen dann komplettieren.


Bild 24: Höhe Trilexstern auf Bremstrommel


Bild 25: Wegfräsen der Trilexsterndicke


Bild 26: Trilexaußen- und Innenstern

Weiter ging es mit der Behebung einer formenbautechnischen Schlamperei. Man hat nämlich die Lager der Blattfedern auf der Innenseite offen dargestellt. Also flugs aus 0,25 Sheet drei Deckel geschnitzt und aufgeklebt und nach dem Trocknen verschliffen. Das musste ich paradoxerweise aber nur für drei von vier Lagern tun. Beim Letzten war es bereits formtechnisch gelöst.


Bild 27: Deckel auf VA-Federlager


Bild 28: Deckel auf VA-Federlager

Und dann schlug das Desaster zu…
Beim Entchromen ging mir ein Träger für die Rücklichter verloren. Nun gut, wir sind ja Modellbauer, also baute ich mir neue aus dünnen Ringen, Sheet und etwas Röhrchen auf. Die sehen m.E. sogar besser als die Originale aus. Aber seht selbst:


Bild 29: Neue Rückleuchten im Rohbau


Bild 30: Neue Rückleuchten montiert

Klar, dass die neuen Rückleuchten danach schreien, verkabelt zu werden. Ist ja auch ein OOB, da gehört doch so etwas hin, oder???
Beim Reservedruckluftkessel hat es mich dann noch einmal erwischt, dass ich ein verchromter Teil verloren habe. Hier habe ich mir aus einem Stück Rohr und einem drumgewickelten PS-Streifen gepaart mit etwas Plastik als Seitenwänden schnell Ersatz gebaut. Ich hatte ja wenigstens die eine Hälfte des Tanks…


Bild 31: Neuer Reserve-Druckluftkessel im Rohbau

Als Nächstes kam dann schon mal Grundierung aus der Dose ins Spiel. Dabei wurden einige Unsauberkeiten, die z.T. aus dem Alter des Modells stammen, sowie Formenfehler offensichtlich und konnten behoben werden. Allein die ringförmige Sicke auf beiden Tanks (je einem Deckel) hat mich dazu veranlasst, dreimal zu spachteln, schleifen und grundieren.


Bild 32: Sinklöcher im Tank


Bild 33: Grundierter 2. Tank

Dann ging es mit der Grundierung des Rahmens weiter. Die Bremszylinder und Tanks habe ich bewußt nicht angeklebt, damit ich bessere Zugänglichkeit bei Lackieren habe.


Bild 34: Erste Grundierung aus der Dose

So, das war’s für heute. Als Nächstes kommt dann etwas Verkabelung und Verschlauchung ins Spiel…

Viele Grüße,
Karsten

PS. Da Modell wird nicht rechtzeitig zum Adventskalender fertig. Aber damit hatte wohl keiner ernsthaft gerechnet , oder???

Mart Offline




Beiträge: 3.689

19.11.2012 06:16
#19 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten!

Warum hast Du nicht den Bausatz weggeworfen und gleich alles aus Nichts neu gebaut?
Aber - 'tschuldigung - ist ja "OOB" und nicht "scratch"! Ich frage mich allerding gerade, wo da bei Dir der Unterschied liegt?
Du wirst lachen, aber das Problem mit den hinten offenen Blattfederhaltern habe ich am IH 4300 auch! Zwei sind offen, zwei sind zu! Aber ansonsten muß ich sagen, daß mein AMT / Ertl doch Alles in Allem sehr sauber gespritzt wurde. Obwohl in China hergestellt, scheinen die Neuauflagen von Round2 besser zu sein, als die Originalbausätze. Vermutlich haben sie die Formen mal gereinigt und ein paar Grate weggeschliffen, so daß sie ordentlich schließen.

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

S.Oliver Online




Beiträge: 4.268

19.11.2012 10:51
#20 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Irgendwie kommt man immer vom Hölzchen aufs Stöckchen. Rücklichter? Haben die Amis sowas? Ach ja, da war ja so eine kombinierte Blinkbremsrücklichtleuchte, oder wie auch immer das heißt...

Zitat
PS. Da Modell wird nicht rechtzeitig zum Adventskalender fertig. Aber damit hatte wohl keiner ernsthaft gerechnet , oder???


Also Mercedes Tempo ist das jetzt aber nicht. Obwohl....Formel 1 mäßig....paßt es schon wieder
Das Projekt hat ja keinen festen Finish-termin, also open end. Du kannst also nicht letzter werden

Mich wundert, dass du nicht gleich 2 neue Druckluftkessel aus PS-Rohr gemacht hast.
Die Trilex machen sich gut!

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

19.11.2012 13:50
#21 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Martin,

Zitat
ist ja "OOB" und nicht "scratch"! Ich frage mich allerding gerade, wo da bei Dir der Unterschied liegt?



na ist doch ganz einfach: mein Trailer ist Scratch, der White OOB, denn ich nehme ja keine signifikanten Änderungen, wie Radstandsveränderungen vor oder baue die Hütte um.

Die offenen Blattfederhalter haben einen trivialen Grund: wäre das alles gefüllt, hätten wir hübsche Sinklöcher, die bei der Menge Plastik beim Abkühlen entstehen. Nur habe ich die offenen Halter erst entdeckt, als das Chassis fast fertig auf dem Tisch lag. Warum mir das bei Entgraten der Teile nicht schon aufgegangen ist...

@ Oliver:
Wenn Du die Geschwindigkeiten bei Mercedes kennen würdest...

Ich hatte kein passendes Plastikröhrchen, um die Kessel zu bauen. Aber warum hätte ich denn die beiden bereits montierten Kessel neu bauen sollen? Was ich gezeigt habe, sind die Kraftstofftanks. Und nach nur dreimal Schleifen war doch alles ok, grins...

Viele Grüße,
Karsten

Mart Offline




Beiträge: 3.689

19.11.2012 16:14
#22 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Was?! Nur dreimal schleifen? Wow! (Steht mir aber auch noch bevor......)

Lieber Karsten, jetzt nix gegen Dich persönlich! Verstehe das bloß nicht falsch!:
Zu den "Geschwindigkeiten" der Automobilhersteller folgendes: EGAL, bei WEM - man steht stundenlang auf dem Warteplatz, nur um fünf dämliche Gibo's abladen zu DÜRFEN! Und das nennen die dann Logistik.
Hat man aber Material, das nicht nichts mit der Produktionslinie zu tun hat (z.B. Maschinen), dauerts NOCH länger, weil der zuständige Mensch (Ansprechpartner lt. Lfs.) "....gerade nicht da....", "...in einer Besprechung..." oder "....zuhause..." ist.
"Ja, klappts noch?! Wir haben 'nen fixen Abladetermin, der von EUCH vorgegeben wurde! Und urplötzlich will keiner was mit dem Krempel zu tun haben?!"
Im günstigsten Falle wird man dreimal in eine andere Halle, jedesmal an drei verschiedene Personen weitergeschickt, nur um am Ende wieder genau dort abzuladen, wo man als erstes stand. "Unfreiwillige Werksbesichtigung" nennt unsere Dispo das mittlerweile. Ich habe bei einem Hersteller mal die Plane wieder zugemacht (nach sechs! Stunden vergeblichen Wartens!) und gesagt, sie könnten sich das Zeugs beim Hersteller abholen, wenn sie keine Lust hätten, die Ware anzunehmen. Als ich dann ein paar Meter gefahren war, kamen die aber angerannt! Sowas ist doch nicht normal! Wer bezahlt uns die Wartezeiten denn?!
In einem Fall bestellen die Deppen eine sechs Tonnen schwere Maschine um dann vor Ort festzustellen, daß sie dafür weder einen Stapler noch einen Kran haben! Schlimm: Die Kalfaktern, die sowas zu verantworten haben, werden auch noch fünfmal besser bezahlt, als wir "Deppen"! Die spielen dann verlegen am Amani- Schlips und kratzen die Kurve! Im Endeffekt habe ich die Maschine wieder mitgenommen. Beim Hersteller wurde sie dann zerlegt und 'ne Woche später habe ich sie wieder hingefahren! Ein Autokran oder großer Mietstapler wäre sicherlich billiger gewesen! Deren Chef dürfte ich nicht sein! Und jetzt darfst Du dreimal raten, bei welcher Firma das war!

Das mit den Sinklöchern ist schon klar. Aber die könnten ja wenigstens die entsprechendnen Abdeckungen gleich einplanen.

Nix für Ungut!

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

19.11.2012 22:46
#23 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Martin,

natürlich weiß ich von wem Du redest. Du kannst ja nur die Bayern mit dem Propeller meinen, Riesengrins und schallendes Gelächter.

Da ich lange genug bei dem Verein bin, habe ich schon so Einiges erlebt. Ich kann mir den von Dir beschriebenen Vorgang lebhaft vorstellen.
So don't worry, ich nehme Dir das nicht krumm.
Hier im Amiwerk bin ich häufig für die Bestätigung des Wareneingangs zuständig. Hier läuft das nämlich so, dass der WE die Ware erstmal vereinnahmt und sich dann bei mir meldet und mir mitteilt, dass der Krempel da ist. Dann checke ich die Lieferung und gebe das OK, dass die Ware ins System kommt.

Jetzt noch das Modellbauerische: dreimal Schleifen für ein Bausatzteil finde ich schon heftig, Die Sicke war nämlich leider nicht tief genug, dass der Spachtel gehalten hat. Ende vom Lied war, dass ich einfach den Deckel dünner geschliffen habe bis die Sicke verschwunden war.

Viele Grüße,
Karsten

Mart Offline




Beiträge: 3.689

20.11.2012 07:24
#24 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Karsten,

ich habe mir mittlerweile angewöhnt, die Tanks passé vorne und hinten mit einem 2 mm starkem PS- Deckel zu versehen. Den feilt man außen schön rund und passend, macht ein bichen Spachtel in den Übergang zum Tankkörper und Ruh' is'! Man kann ansonsten spachteln, wie man will, die dämliche Klebenaht wird man immer sehen!

Gruß,

Martin




Chromglanz kann man nicht essen.....

KAWIT Offline




Beiträge: 2.103

06.07.2013 17:27
#25 RE: White Freightliner COE , AMT 1:25 antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus!

In Anbetracht der Tatsache, dass wir uns ja schon wieder auf den nächsten Adventskalender zubewegen, ist es an der Zeit, mal von Fortschritten auf dieser Baustelle zu berichten. Kurzfassung : Spachteln und Schleifen…
Fange ich mal mit der „Bodenwanne“ an. Hier zieht sich eine gewaltige Trennnaht zwischen Vorder- und Hinterteil durch. Die meisten werden jetzt sagen, was soll’s, sieht ja eh keiner. Aber wenn ich mal das FH kippe, sieht man sie klar und deutlich. Also die Naht erstmal mit einem Rundstab und viel dünnflüssigem Kleber verschlossen. Nach ausreichender Trocknungszeit, dann geschliffen.


Bild 35: Bodenwanne verklebt


Bild 36: Bodenwanne verschliffen

Weiter geht es mit der Außenhaut des FH. Hier sind am Übergang von der Front zur Seite jeweils sehr offensichtliche Formnähte vorhanden. Man muss hier schon etwas auf die vielen Nieten achten und vorsichtig zu Werke gehen.


Bild 37: Formnaht


Bild 38: Verschliffene Formnaht

Als Nächstes habe ich mir die Rückseiten der Sitzlehnen vorgenommen. Die sind, wie sonst generell bei allen anderen Mitanbietern üblich, hinten offen. Hier gilt natürlich auch wieder, wer sieht’s, aber das ist für mich ein NO-GO. Also bisschen Plastik drauf und verschliffen.


Bild 39: Rückenlehnen mit Rückwand

Und jetzt komme ich zum heikelsten Teil der Schleif- und Spachtelorgie, nämlich dem Übergang an der Außenhaut des FH, das die gleiche Formteilung wie die Bodenwanne hat. Hier ist bei bester Vorgehensweise bei Verkleben leider immer noch eine Naht vorhanden. Ich habe sogar unterschiedliche Höhen, trotzdem ich mir viel Mühe beim Verkleben von Vorder- und Hinterteil gegeben habe, ausgleichen müssen. Auch hier ein Rundstab in die Fuge geklebt und mit Flüssigkleber angereichert und gut trocknen lassen. Zur Überlegung, „wie rette ich die Nietenreihen?“ erinnerte ich mich an einen Beitrag in einem Baubericht zu einem Flugzeug, den ich kürzlich irgendwo gelesen hatte. Da hatte der Kollege die zu schützenden Nietenreihen einfach mit Maskierband abgeklebt. Klang gut, also auch probiert. Nur muss man verhindern, dass man sich sichtbare Kanten reinschleift. Ich habe die Abklebungen fürs Grobe (formgebendes Schleifen) benutzt und dann die Klebebände wieder entfernt und den Rest mit feiner Körnung vorsichtig von Freihand geschliffen


Bild 40: Klebenaht im Dach


Bild 41: Klebenaht maskiert

Hier das Ergebnis einer stundenlangen Schleiforgie…


Bild 42: Verschliffene Klebenaht im Dach

Als ich an der Außenhaut mir die Formnähte vornahm, habe ich mich in diesem Zusammenhang auch gleich der angespritzten Scheibenwischer angenommen und auch diese sehr vorsichtig abgeschliffen. Hier waren wieder ein Haufen Nieten im Wege.


Bild 43: Abzuschleifende „Gravuren“

Ich glaube, so langsam erkenne ich, warum ich keine Ami-Trucks leiden kann. NIETENREIHEN! Mann, das gibt es doch nur im Flugzeug-, Militär- und Eisenbahnmodellbau. Ich fange doch jetzt nicht auch noch an, Nieten neu zusetzen! Nicht das ich das nicht könnte, aber da setzt es bei mir einfach aus. Bei Panzern des 2. WK ist das ein Muss, aber doch nicht an einem Truck! Ich hasse diese Rückständigkeit. So genug off-topic geflucht, weiter mit dem Modell.
Die Schleiferei hat vorerst ein Ende. Mal schauen, ob ich heute noch dazu komme, mal Grundierung auf die Hütte zu sprühen und mir dann die Dachnaht nochmal näher anzusehen.

Viele OOB-Grüße,
Karsten

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