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Dieses Thema hat 38 Antworten
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 Auflieger und Anhänger
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rob. Offline



Beiträge: 77

18.05.2020 10:10
Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Tieflader für Transport von Eisenbahnfahrzeugen

Schwelastfahrzeuge sind für mich seit meiner Kindheit ein ansprechendes Thema. Schuld daran ist ein Katalog der Firma Kibri, den mein Vater wegen der Gebäudemodelle sich geholt hat.
Beim Surfen im Netz bin ich irgendwann, irgendwie auf ein paar Fotos von Transporten von Schienenfahrzeugen auf Tiefladern gestoßen. Darunter auch den Tieflader der Pressnitzer Eisenbahn (Schmalspur) Beim weiteren Stöbern im Internet bin ich dann auf dem Heavy Duty Trailer von Revell gestoßen. Natürlich fand ich irgendwann auch Umbauten / Kitbashs von 2 oder auch gar 3 Trailern zu einem.
Ich habe auch im Internet schon Fotos gesehen, wo man einfach ein Stück 08/15 Schiene auf einen Spielzeugtieflader gepackt hat und dann eine Lok draufgestellt hat - dies fand ich aber nicht ansprechend; Dann hat es Klick gemacht - Man nehme 2 Heavy Duty Trailer, nen Batzen Polystyrol bissel Messing und baut sich seinen eigenen Trailer - angelehnt an den von der Pressnitzer Eisenbahn.

Ein paar Fotos zur Verdeutlichung:
(Hier würde ein Link stehen)

Also hab ich mich entschlossen mir meinen eigenen Wunschtrailer zu bauen.

Rahmenbedingungen:
- Basis Heavy Duty Trailer Revell - Ja KFS Bausätze kämen auch noch in den Fokus aber 1. Resin ist zu bruchanfällig 2. zu Teuer 3. viel zu teuer und auch ein wenig zu Schade
- 6 Achsen - ich habe einen Bau mit 5 oder 7 in Betracht gezogen - aber das würde einen vollkommen Selbstbau des Fahrwerks bedeuten - das ist mir noch zu hoch.
- Belastbarkeit des Trailer mit bis zu sollte mindestens 3.000 Gramm - Besser 5.000 Gramm statisch belastbar sein. Die Gewichte ergeben sich aus den Gewichten der Modellloks
- Verwendung des Standardfahrwerks; zum Einen um sich nicht zu übernehmen zum anderen um keine Stabilitätsprobleme durch fehlerhaften Eigenauslegung.
- Umbau der Achsen auf Messing
- Das „Gleisprofil“ wird aus Messing Vierkantmaterial erstellt und so lackiert dass es auch für Loks Stromführend ist, es sollen zwei Spurweiten 1000mm (Meterspur) und 1435mm (Normalspur) vorhanden sein. Als Vorgabe gilt die Befahrbarkeit mit einer LGB Lok nach LGB Werksnorm. ***
- 2 Fach Teleskopierbar mit Zwischentisch - ich möchte mir die Möglichkeit offenhalten auch anderes Ladegut drauf zu setzen, seien es 25m Schienenstücke - Brückenbauteile - überlange Wagen oder ähnliches
- Daraus folgt auch, es gibt kein Fest installiertes Ladegut, das Modell sollte einen „Spielwert“ haben, Wobei das Spiel eher in Szene setzen bedeutet.
- Umbau des Schwanenhales um das Typische Aussehen des Trailers zu brechen
- Ausrüstung der Seiten mit Schäkeln und Co um das typische Glatte aussehen zu brechen.
- Optional: Möglichkeit Rungen einzustecken
- Optional: Verwendung von Holz auf den Ladeflächen an einigen Stellen
- Gerades Ende des Aufliegers ohne Rampen
- Kein Hersteller als Vorbild - ich werde mir Trailer der Firmen Goldhofer, Doll, Faymonville und Nooteboom anschauen und mich inspirieren lassen
- Eine Option auf eine funktionsfähige Winde behalte ich mir noch im Hinterkopf

*** Ich könnte hier an dieser Stelle einen mehrseitigen Exkurs über Radsätze, Vorbildtreue, Betriebssicherheit und co halten. Dies geht aber am Forumsthema sehr weit weg. Wichtig ist für mich, dass ich mit meinem Rollmaterial auf den Tieflader komme und wieder runter. Dünne Radkränze sind hübsch und vorbildgetreu, darunter leider aber die Betriebssicherheit.
Wer mehr lesen möchte:
(hier könnte ein Link stehen)

Was ist die Herausforderung die ich seit einigen Wochen versuche zu lösen?
Ich brauche dreifach teleskopierbares Rechteckrohr, aber die Auswahl der Abmessungen sind nicht vernünftig verfügbar. Aktuell habe ich 10x20mm als erste Größe angenommen, das macht bei einer Wandstärke von 1mm. 8x18 und 6x18 als nächste Größe erforderlich. Die exakte Anfangsgröße kann ich leider erst beim Bau bestimmen. Eventuell muss ich mir hier was passendes 3D Drucken lassen.

Ansonsten mache ich mir Gedanken über die Höhe der Sattelkupplung. Da ich bislang nur einen Sattelzugmaschine und einen Auflieger im Bau habe, musste ich mir noch nie Gedanken über die Kombinierbarkeit der Kupplung machen. Der Auflieger ist ja 1:25 und die angedachten SZM in 1:24 

Ich hab mir noch kein genaues Modell für die Zugmaschine auserkoren, aber drei Achsen sollten es schon sein und es sollte Zeitlich 70er - Anfang 90er sein.


Was habe ich bereits am Start

: 
3x Heavy Duty Trailer 2 Stück davon musste ich mir aus Österreich liefern lassen.
Wahrscheinlich wird am Ende genug Material überbleiben um noch nen zweiten Tieflader zu bauen.

Was gehört noch zu dem Bau?
Für die szenische Darstellung des Tiefladers wird eine Rampe benötigt. Diese wird Form einer Mobilen Rampe gelöst, die auf eine Ladestraße (Gleis in die Straßenebene eingefügt) gesetzt wird. Bei der Pressnitzer Eisenbahn gibt es zwar eine feste verbaute Rampe - aber die passt nicht in mein Konzept. Daraus folgt natürlich dass wir auch eine Ladestraße brauchen. Da mir die Ladestraße allein zu profan ist, soll das ganze dann gleich zu einem kleinen Diorama, besser gesagt zu einem Eisenbahnmodul ausgebaut werden. Es gibt Leute die fangen solche Projekte mit dem Modul an, ich bau es von hinten und fang mit dem Auflieger an. Achja ne Zugmaschine wäre wohl auch nützlich.
Ladegut. Dazu eigenet sich nach meiner aktuellen Auslegung jedes Rollmaterial von mir, aber die Möglichkeiten des Ladeguts sind vielfältig. So vielfältig, dass ganze Bücher über Ladegut im Modellbahnbereich verfasst wurden und regelmäßig Artikel dazu aufkommen. In der Modellbahn wird das Thema Ladegut etwas anders betrachtet als beim reinen Truckmodellbau. Man kann das Ladegut regelmäßig wechseln, oder gar verladbar machen.


Wann geht der richtige Baustart los?

Nach Fertigstellung von 3 anderen Baustellen und wenn ich das Problem mit dem Rohr gelöst habe.

Grüße rob

Mart Offline




Beiträge: 4.785

18.05.2020 20:07
#2 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob,

baue auf jeden Fall Metallachen (3mm oder 4mm Messingrohr) ein (aber das willst Du ja sowieso). Sonst kannst Du das Beladen mit 3 kg oder mehr grad vergessen. So stabil, wie das Revell- Fahrgestell aussieht, ist es leider nicht. Ich habe es bei meinem Sliding Axle Trailer auch verbaut und gut verstärkt. Und da wird höchstens ein Pfund drauf geladen.

Sliding Axle Trailer

Ich bin mir nicht sicher, aber mit "Rohr- (Problem)" meist Du bestimmt das teleskopierbare Rechteckrohr, das den zentralen Teil des Rahmens darstellt (so jedenfalls habe ich das verstanden). Es gibt (zumindest in unserem Baumarkt) Aluminium- Rechteckrohre, die in einander passen. So um die ca. 30 x 18 mm herum. Du kannst aber auch mal im Netz stöbern, da gibts bestimmt auch so was. https://www.google.com/search?client=fir...um+rechteckrohr

Ich kann Dir auch Detailbilder von unserem Tele- Semi- Auflieger schicken, wenn Dir das hilft Meine Kutsche (5) Bilder vom Telesattel ab #115 und auf der folgenden Seite.
Diesen "Zentralrohrrahmen" würde ich keinesfals aus Ps schnitzen, wenn der Trailer beladen werden soll.

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



Beiträge: 77

12.06.2020 18:30
#3 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Ich hab schon mal angefangen und bei den Achsen begonnen.


Nach einer Vermessung der Achse kam ich zu folgenden Abmessungen:
83mm Lang 4mm Aussendurchmesser in der mitte auf 3mm abgedreht über 59mm Länge. So das die Aussenenden jeweils 12mm lang auf 4mm bleiben. 

Ich glaube ich mach noch eine Zeichnung dazu.





(Nein, hier wird was anderes gedreht)

Ich stelle fest dass meine beschiedene Drehmaschine im Keller nicht für diese Aufgabe geeignet ist und die Drehqualität unter aller Sau ist. Auch die größere Maschine in einer Werkstatt hat es nicht gebacht. Okay mit Durchmesser zu Länge Verhältnis von 1:20 ist es auch ja schon eine lange Welle. Eventuell war auch das Messing nicht optimal zum Drehen, oder die Werkzeuge. Ich muss auch dazu sagen, das ich bislang nur Recyclingkunststoff, Alu 7075, Automatenalu, Baustahl und Automatenstahl zum Bearbeiten hatte.





Mit einer Stellprobe habe ich die benötigten Maße ermittelt. Hierfür verwende ich eine Popelige digitale Schiebelehre / Messschieber.

Bausatzvorstellung



Eigentlich beginne ich den Baubericht erstmal mit einer kleinen Vorstellung des Bausatzes und der Spritzlinge:

1992 hat Revell diesen Trailer herausgebracht, 2007 ist er noch mal auflegt worden. Eine Bausatzvariante, die sind Racing Trailer, wo auf dem Großen Schwanenhals eine Kabine montiert ist. Zum Beispiel der Revell 7532 oder 7551 TCH Racing Truck Kobination



Ein kleiner und übersichtlicher klarer Spritzling.


Das neutrale Zubehör. 2 Fässer, eine Fasspumpe, eine Eurpalette, und ein Hemmschuhpaar. Wobei die Hemmschuhe mir so gar nicht gefallen, ich glaube das liegt daran, dass ich als Kind immer diese Schuhe unters Auto gesetzt habe.


Eine doppelte Seilwinde mit hydraulischem Antrieb mit Rotzler Decals. Wahrscheinlich werde ich diese nicht verbauen.



Die Plattform über der Sattelkupplung.



Die Auswerferstellen sind etwas unpassend.



Der Schwanenhals




Dieser Riesenkrazter ist ärgerlich - ich schaue mal ob der noch bei den anderen Bausätzen anbei ist.




Die Rückseite ist mit angesrpritzen Leitungen detailliert.



Der Rahmen für die Felgen. Ziemlich massiv gespritzt, sollte man vorsichtig raustrennen um keine unnötigen Verformungen zu erzeugen.



Wofür dieser Hubbel drin ist, welche Formbautechnischen Gründe oder wozu auch immer gedacht ist- ich weiß es nicht. Formtechnisch sind die Gusskanäle auch etwas ungewöhnlich.




Der Rahmen mit den Seitenteilen



Achsen, Fahrwerksteile, Rahmenbauteile und die krassesten…



… die krassesten Sinkstellen, die ich je gesehen habe bei einem Bausatz.




Leider auch beim Federpaket
Wobei ich denke, dass diese Stellen kaum zu sehen sein werden.



Die Ladefläche von Oben - eine große Riffelblechplatte. Leider sind die Löcher für die Hemmschuhe eingespritzt - Warum auch immer.



Die Unterseite hat auch angespritze Leitungen.




Der Spritzling für den Schwanenhals.


Auf der nicht sichtbaren Seite - gibt es diese ultimativen Fräskünste.


Eine Kordel für die Seilwinden.




Bei der ersten Bausatzauflage waren diese noch anders gefertigt.



Der Decalsatz.





Das Problem ist das zwischen den Achsen und der Ladefläche nur wenig Platz ist. Bei den meisten Vorbildaufliegern werden da wohl andere Achskonstruktionen eingesetzt.
Nach meinen Messungen ergeben sich gerade mal 8mm Platz. Ein Abnehmen von Material an den Achsen könnte man maximal auf 1mm tolerieren, weil ansonsten die Stabilität flöten geht.
Da ich für die Achsaufnahme

Meine Optionen: 
1. Nur einen einfachen Auszug bauen
2. auf den Auszug komplett verzichten
3. Den 3D Druck als Hilfe zu nehmen..
4. 
Eine Überlegung wäre es eine 2 oder 3mm dicke auf die Ladefläche zu kleben und so sich einen 1-2mm Tiefen Rohrtunnel zu fräsen. Wenn man dann noch ein wenig an der Achse abnimmt könnte man gut einen 10mm hohes Rohr einsetzen. 

Dazu müsste man die Verklebung der Ladefläche vollflächig und fest hinbekommen. Und man wird sehr sehr viel Spaß beim Ausrichten in der Fläche haben, oder man versucht es im Oberfräsenstil. Auch hierfür wäre eine Zeichnung wohl hilfreich :D


Zur Visualisierung des Vorhabens:

Die besten Galerien zum anschauen:
http://lkw-infos.eu/archiv/images/themen...%201/index.html

https://www.pressnitztalbahn.de/bilderga...-7-in-carlsfeld


Exkurs und Hintergrundinformationen:


Meine gewählte Vorbildspurweite ist 1000mm Die Preßnitztalbahn ist in 750mm Spurweite. Und das bekannte Original in Normalspur wo auch der ICE rüber rollt: hat 1435mm.
Bei der Normalspur können oft keine normalen Tieflader benutzt werden, da für die Normalspur ein anderes Lichtraumprofil (das selbe wie die Maximalen Maße beim LKW) gilt. Somit muss man die Wagen / Loks möglichst tief transportieren.

Ich verweise hierfür auf die aussagenkräftigen Fotos in dem Hansebubeforum:
https://www.hansebubeforum.de/showtopic.php?threadid=5737

Das ganze gibt es auch übrigens in einer Bahnvariation - um den Transport via Normalspur abzuwickeln:
https://www.eisenbahndienstfahrzeuge.de/...chmalwg-dr1.htm

Dann gibt es auch noch das ganze mal anders rum wo man Normalspurwagen auf Schmalspur transportiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rollwagen_(Transport)


Zitat von Mart im Beitrag #2

baue auf jeden Fall Metallachen (3mm oder 4mm Messingrohr) ein (aber das willst Du ja sowieso). Sonst kannst Du das Beladen mit 3 kg oder mehr grad vergessen. So stabil, wie das Revell- Fahrgestell aussieht, ist es leider nicht. Ich habe es bei meinem Sliding Axle Trailer auch verbaut und gut verstärkt. Und da wird höchstens ein Pfund drauf geladen.

Sliding Axle Trailer

Ich bin mir nicht sicher, aber mit "Rohr- (Problem)" meist Du bestimmt das teleskopierbare Rechteckrohr, das den zentralen Teil des Rahmens darstellt (so jedenfalls habe ich das verstanden). Es gibt (zumindest in unserem Baumarkt) Aluminium- Rechteckrohre, die in einander passen. So um die ca. 30 x 18 mm herum. Du kannst aber auch mal im Netz stöbern, da gibts bestimmt auch so was. https://www.google.com/search?client=fir...um+rechteckrohr

Ich kann Dir auch Detailbilder von unserem Tele- Semi- Auflieger schicken, wenn Dir das hilft Meine Kutsche (5) Bilder vom Telesattel ab #115 und auf der folgenden Seite.
Diesen "Zentralrohrrahmen" würde ich keinesfals aus Ps schnitzen, wenn der Trailer beladen werden soll.





Hallo Martin, der Sliding Axle Trailer ist ja mal ein interessantes Modell und Konzept mit dem Slidingtrailer.

Der Link zu diesem Thread funktioniert leider nicht für mich.

Zum Thema Gewicht: Die schwerste Lok, die ich habe wiegt 2800 Gramm. Der Rest ist wesentlich leichter. Die Wagen werden ja auch unbeladen rangiert. Die theoretisch schwerste Lok die in meiner Wunschliste drin wäre bringt 5,6kg auf die Waage - allerdings wird die auch nicht so schnell in meinen Besitz kommen und muss auch nicht unbedingt zwangsweise auf den Tieflader verladen werden.

Positiv ist dass es sich bei den Loks auch nicht um eine Punktlast handelt. die 2,8kg meiner schwersten Lok verteilen sich auf 4 Achsen. Die kommen ja auch nicht auf Schlag auf das Fahrzeug, sondern verschieben sich vom Gleis / Rampe auf den Tieflader. Zudem sollen Rangierbewegungen langsam und nicht im Eilgang ausgeführt werden

Sollte der Trailer auf volle Länge ausgefahren werden, sieht mein Plan vor, dass die Ladung entweder selbsttragend auf der Achsplattform sitzt, oder Vorne auf dem Schwanenhals aufliegt, so dass nur der Teleskopbereich nicht belastet wird und sogesehen nur Zugkräfte aufnehmen würde, wenn man das Fahrzeug zieht. 

Das bedeutet natürlich auch, dass die Zugmaschine mindestens 3 Achsen haben sollte und die hinteren verstärkt sein sollten.

Das Problem bezüglich des Rechteckrohrs hab ich schon oben geschildert. Ich hab sicherlich schon 3 Zeitstunden Internetsuche nach dem Rohr verbraucht und eigentlich würde ich lieber bauen :D

Grüße Rob

Mart Offline




Beiträge: 4.785

12.06.2020 21:13
#4 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob!

Hmmm, daß der Link nicht funktioniert, verstehe ich nicht ganz. Ist ein Beitrag in diesem Forum:

Bauberichte, Auflieger und Anhänger, Sliding Axle Trailer.

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



Beiträge: 77

13.06.2020 18:45
#5 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Zitat von Mart im Beitrag #4

Hmmm, daß der Link nicht funktioniert, verstehe ich nicht ganz.




Hallo Martin,

Mein Problem bezieht sich auf diesen Link.

Zitat von Mart im Beitrag #2


Ich kann Dir auch Detailbilder von unserem Tele- Semi- Auflieger schicken, wenn Dir das hilft Meine Kutsche (5) Bilder vom Telesattel ab #115 und auf der folgenden Seite.
Diesen "Zentralrohrrahmen" würde ich keinesfals aus Ps schnitzen, wenn der Trailer beladen werden soll.



Das gleiche Problem hab ich bei einem anderen Link in dem Post Neuheiten 2020 zum Thread Typenkunde 5: MACK RW



Grüße Rob

KAWIT Offline




Beiträge: 2.465

13.06.2020 22:36
#6 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob,

danke für Hintergrundinfos. Da ich mich auch etwas in Bahnmodelle einarbeite, ist das mal ganz interessant zu sehen, was es da noch so Alles gibt...

Zu dem Kratzer: don't worry. Den schleifst Du raus und gravierst die eh sehr schlampig gravierte Holzmaserung mit einer kleinen Drahtbürste nach. Habe ich bei meinem GHS Oppeln auch so gemacht. Du bürstest einfach jedes Brett nach und schleifst hinterher mit 400er Papier drüber, um die Höhenlinien zu brechen.

Für Deine Achsen hätte ich einen ganz anderen Vorschlag: ab in den Baumarkt, da bekommst Du Alurohr und Messingvollmaterial, was ineinander paßt. Wenn Du aber lieber Drehen willst, solltest Du Dir mal Gedanken über eine Lünette machen. Die erschlägt das Problem lange und dünne Teile zu drehen, indem sie kurz vor der Bearbeitungsstelle das Drehteil abstützt und somit ein Durchbiegen verhindert.

Zu Deinem Vierkantrohr habe ich noch einen anderen Vorschlag:
Schau mal hier:
Nooteboom Ballasttrailer
Bild 3 und 4.
Bau ihn aus Styrol! Das Ding ist verflucht stabil und Du brauchst diese Stabilität letztendlich gar nicht, da Dein Trailer, wie Du ja selber sagst, die Last über die Schienen oberhalb der Achsen des Trailers aufnimmt. Und die Schienen werden ja nicht teleskopiert und sind ja nur die horizontale Verbindung zum Schwanenhals, der aufgesattelt wird.

Ich wünsche Dir viel Spaß bei Deinem Trailer.

Gruß
Karsten

rob. Offline



Beiträge: 77

14.06.2020 15:43
#7 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Zitat von KAWIT im Beitrag #6

danke für Hintergrundinfos. Da ich mich auch etwas in Bahnmodelle einarbeite, ist das mal ganz interessant zu sehen, was es da noch so Alles gibt...




Hallo Karsten,

das Thema Schiene / Straße ist ein umfassendes Thema. Sei es nun vom Intermodalen Transport - Container - Wechselbrücken - Lastwagen über spezielle Konzepte wie Mobiler, Rollende Landstraße - RoadRailer - "Von Haus zu Haus" Behälter, oder zu spannenden Schwerlastlösungen. Nachteil bei dem Thema ist immer der höhere Platzbedarf, in 1:24 braucht selbst eine kleine Szene einer Waggonverladung ordenltich Platz. Und selbst in 1:160 ist ein voller Containerzug noch ordentlich lang.

zum GHS Oppeln gibt es historische Transport Lösungen: Den Culemeyer Transportroller. ein Schwerlastanhänger zum expliziten Transport von Regelspurwagen. Damit wurden Waggons zum Kunden ohne Gleisanschluss direkt transportiert. Der Vorteil lag im Wegfall des Umladens.

Hier zu habe ich ein paar gute Links und Literaturverweise:
https://epoche2.modellbahnfrokler.de/vk/e2v_csr1.html (Insbesondere mit den fortführenden Seiten unten)
https://epoche2.modellbahnfrokler.de/zg/e2z_wcsr.html (eine der fortführenden Seiten - eine schöne nachgemachte Werbebroschüre)

https://www.eisenbahn-kurier.de/startbei...strassenrollern

Dazu gibt es auch das passende Buch aus dem EK Verlag: Hier ein Link zum Blick ins Buch.
https://www.eisenbahn-kurier.de/componen...&tmpl=component

Als weitere Literaturangabe gibt es noch dieses Buch:
https://shop.vgbahn.info/vgbahn/shop/str...nd+1-_4904.html

Auf dieser Seite ist eine Technische Zeichnung abgebildet.
https://www.km-1.de/html/culemeyer_und_kaelble.html

Weitere spannende Bilder und Infos gibt es hier:
http://www.sauerlandbahnen.de/seiten/zug/culemeyer.htm

Das sind natürlich ein paar viele Links aber verschaffen einen guten Überblick über das Thema und die Möglichkeiten die man in 1:24 hat dar zustellen.

Zitat von KAWIT im Beitrag #6


Zu dem Kratzer: don't worry. Den schleifst Du raus und gravierst die eh sehr schlampig gravierte Holzmaserung mit einer kleinen Drahtbürste nach. Habe ich bei meinem GHS Oppeln auch so gemacht. Du bürstest einfach jedes Brett nach und schleifst hinterher mit 400er Papier drüber, um die Höhenlinien zu brechen.



Ich weiß noch nicht ob ich dieses Bauteil verwenden werde oder nicht, aber die Idee mit der Drahtbürste ist gut. Kenne diese technik sonst eher aus dem Holzbau zum Verwittern von Holz für eine urige Atmossphäre


Zitat von KAWIT im Beitrag #6

Für Deine Achsen hätte ich einen ganz anderen Vorschlag: ab in den Baumarkt, da bekommst Du Alurohr und Messingvollmaterial, was ineinander paßt. Wenn Du aber lieber Drehen willst, solltest Du Dir mal Gedanken über eine Lünette machen. Die erschlägt das Problem lange und dünne Teile zu drehen, indem sie kurz vor der Bearbeitungsstelle das Drehteil abstützt und somit ein Durchbiegen verhindert.


Die Idee hatte ich auch schon, beim letzten Baumarktbesuch waren leider die passende Profile nicht erhältlich und meine Motivation zu einem Abklappern von vielen Baumärkten ist in der aktuellen Zeit nicht gerade die höchste. EIne Lünette ist leider für die Drehmaschine nicht mehr erhältlich und bei der Großen Drehmaschine ist das Bauteil zu klein. Ich hab improvisiert, immer 10mm rausgezogen aus dem Futter - abgedreht - 10mm raus und wieder abgedreht. Kenne dieses verfahren von "Swiss Type" Drehmaschinen, wobei die natürlich CNC automatisiert das Material kontinuierlich vorschieben.

Und wenn ich das nächste mal beim Baumarkt bin, nehm ich noch Isolation für Heizungsrohre mit um die Vinylreifen auszukleiden um sie zu verstärken. Auch wenn die 2,8 Kilo Lok keine permanente Last ist - Kunststoffe altern.

Zitat von KAWIT im Beitrag #6


Zu Deinem Vierkantrohr habe ich noch einen anderen Vorschlag:
Schau mal hier:
Nooteboom Ballasttrailer
Bild 3 und 4.
Bau ihn aus Styrol! Das Ding ist verflucht stabil und Du brauchst diese Stabilität letztendlich gar nicht, da Dein Trailer, wie Du ja selber sagst, die Last über die Schienen oberhalb der Achsen des Trailers aufnimmt. Und die Schienen werden ja nicht teleskopiert und sind ja nur die horizontale Verbindung zum Schwanenhals, der aufgesattelt wird.




Eigentlich wollte ich mir diese Arbeit aus Präzisionsgründen umgehen. Augenscheinlich scheint es aber dennoch die beste Lösung ist zu sein. Eventuell kann ich mir so das Fräsen der Bodenplatte sparen, da die kleine Uni Fräse zur Zeit nen Motorschaden hat, und man an die Große wegen Corona nicht rankommt. Aber hey der Trailer sieht großartig aus. Aktuell traue ich mich noch nicht an einen totalen Scratchbau - aber das wird sicherlich noch kommen. Was ist eigentlich aus dem Bau geworden?




Ich habe mal vom zweiten Bausatz mir die Sinkstellen angesehen. Eventuell öffne ich noch den dritten Bausatz die Tage um mir da mal die Gussqualität anzuschauen.





Wesentlich weniger ausgeprägt. Aktuell habe ich die Stellen in der Verspachtelung und verschleifung. Eine Sinkstelle war so tief, dass ich sie zwei mal spachteln muss. Alle Auswerferstellen werden nicht entfernt, da nicht alle 100% sichtbar liegen. Ich möchte eine Ewigkeitsbaustelle vermeiden. Was mir an diesem Trailer gefällt wird, die einfachere Lackierung sein, weil ich nicht ewig Rücksicht auf Innenräume wie bei einer Zugmaschine nehmen muss. Welche Zugmaschine es werden wird - steht immer noch nicht fest - aktuell such ich ja noch einen preisgünstigen Bausatz.

Grüße
Rob

Mart Offline




Beiträge: 4.785

15.06.2020 06:00
#8 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

hallo Rob!

Daß die Links nicht funktionieren, verstehe ich nicht ganz. Wende dich mal an unseren Admin Oliver ("S.Oliver"). Vielleicht kann er Dir da weiterhelfen.

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



Beiträge: 77

06.09.2020 15:55
#9 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

So Klausur bestanden - die Modelle die ich dafür gebaut habe waren nicht sooo cool.
(Geht um Organische Chemie - sprich typische Dinge wie Lösungsmittel, Kunststoffe, Arzneistoffe, Insektizide, Lebensmittelfarben und all so nen Kram)



Erstmal muss das Riffelblech weg - auch wenn es schade ist.


Aus mehreren Lagen Polystyrol habe ich die Ladefläche aufbaut auf 2,5mm
Verwendet habe ich hierfür Polystyrol von Aero Naut, dass ich in 400x500mm Platten bei Hornbach bezogen habe.


Ein Haufen Spannzwingen, notfalls auch die Großen für Möbelbau - hilft.


Nach einkleben des Messingprofils kam eine erste Passprobe mit einem Standard Wagen. Passt genau.


Da das drehen der Achsen mir nicht vernünftig möglich war, hab ich die aus 3mm Rundmaterial gefertigt und 4mm Rohr draufgesetzt.
Eine Bauweise die jeder zuhause ohne Spezialwerkzeug machen kann. Bezogen habe ich das Material bei Bauhaus.


Um ein besseres Verständnis von dem Bausatz zu bekommen, habe ich einfach den dritten Bausatz begonnen. Dieser soll ohne extreme Umbauarbeiten gebaut werden. Eckdaten:
- Sattelpritsche kürzen
- Planenverhau auf der Pritsche
- Rückwand zum Fahrerhaus
- breite Rampe statt 2 einzelner Rampen
- Verstärkte Messingachsen.

Die wichtigste erkenntnis ist, dass ich bei meinen Planungen mich vertan habe welche Maße das Teleskop maximal haben darf - es darf doch größer sein. Damit kann ich auch Plastruct Normteile verwenden - sofern ich einen Lieferanten für die Produkte RT-29 und co finde. Irgendwie scheinen die meisten Händler und Vertriebe in Deutschland nur ein enorm eingeschränktes Produktportofolio zu haben.



Spaßeshalber hab ich mal die Ladefläche mit Gleis auf den Tiefladergelegt.


Auch mit einem Niederbordwagen eine stimmige Kombination.



Mein ursprünglicher Gedanke war es das Fahrzeug Für Normal und Meterspur auszulegen. Jedoch würde bei Normalspur die Güterwagen zu groß werden und ein nicht mehr stimmiger Eindruck enstehen. Deswegen hab ich noch ein 750mm Spurgleis (32mm Spurweite) drauf montiert. Ich hab zwar keine Fahrzeuge für dieses Gleis, theoretisch hätte ich es auch aus Plastik machen können, aber da man nie weiß was passiert, hab ich 3x3mm Messing als Gleis verwendet.
Jetzt fehlt nur noch 0,5mm Rautenblech für die glatten Stellen der Ladefläche, Ingesamt ist die Ladefläche sehr robust und Verwindungssteif und hat auch ein ordentliches Gewicht.


Zeit für drei Exkurse zu den Themen Spurweite und Modellmaßstab.

SPURWEITE

Die fachgerechte Formulierung für die Definition einer Spurweite ist folgende: Der Abstand zwischen den spurführenden Innenkanten des Schienenkopfes.

Normalspur - Unter Normalspur versteht man das auf Deutschen Schienenwegen übliche Maß von 1435mm - dies ist historisch bedingt Es entspricht 4 Fuß und 8 1/2 Zoll und kommt aus England. Das Schienennetz der Deutschen Bsahn besteht fast ausschließlich aus dieser Spurweite, sie ist auch in vielen anderen Ländern Europas verbreitet.

Von der Normalspur abweichend unterscheidet man zwischen schmaleren und breiteren Spuren.

Breitspur ist vorwiegend in Spanien (1668mm) verbreitet - Indien (1676mm) und vor allem der Ex Sowjetunion mit 1524mm.
Letztere gibt es sogar in Deutschland beim Fährbahnhof Mukran an der Ostsee - Teilweise lasssen sich hierfür ausgelegte Wagen umspuren von Breit auf Normalspur und umgekehrt.

Schmalspur - dieses Themenfeld ist sehr umfangreich und ich beschränke mich hier vorwiegend auf Schmalspur in Deutschland.

1000mm Meterspur - weit verbreitet in Deutschland - zum Beispiel die Harzquerbahn.
900mm - In Deutschland zum Beispiel bei der Bäderbahn Molli anzutreffen
750mm - Vor allem bei sächsischen Schmalspurbahnen verbreitet.
600mm - Inselbahnen
500mm - Feld, Industrie, Waldbahnen und Co
381mm - Parkeisenbahnen

Dann gibt es noch Parkeisenbahnen mit 89mm oder 182mm Spurweite in Deutschland.
Wobei diese Spurweiten entsprechen schon Modellmaßstäben 1:16 bzw. 1:8 Der Übergang von Parkeisenbahn zur großen Modellbahn ist quasi fließend.

Modellbaumaßstäbe / Modellbahnmaßstäbe.
1:16, 1:24, 1:32, 1:48, 1:76 1:144 1:350 1:720 1:1200 die üblichen Maßstabsleiter wie man sie von Bausätzen kennt.
Doch wenn man weiter sich umschaut:
1:14,5, 1:18, 1:25, 1:35, 1:43, 1:50, 1:76, 1:100, 1:150, 1:200 gibt es viel Zwischengrößen. Und wenn man super präzise ist gibt es noch viel, viel viel mehr.


In der Modellbahn gibt es da die Nenngröße, das entspricht quasi dem Maßstab. Populär sind
Z (1:220) N (1:160) TT (1:120) H0 (1:87) 0 (1:43) I (1:32) II (1:22,5)
Zu jeder Größe könnte man einen eigenen Exkurs schreiben.
Interessant ist zum Beispiel Spur 0, je nach Region kann es den Maßstab 1:43,5 1:45 oder 1:48 sein, abhängig von den Herstellern.
Schwieriger wird es bei Spur II bzw. auch G genannt. G kommt vom Hersteller de LGB Bahn - Lehmann (Heute gehörig zu Märklin) Die Idee ist es auf 45mm (entspricht Meterspur) Gleis Züge durch den Garten fahren zu können. Dabei werden auch 750mm Fahrzeuge auf Meterspurgleise gepackt, oder Feldbahnfahrzeuge. Mittlerweile werden auf Regelspurfahrzeuge auf Meterspur gequetscht. das führt dazu, dass man sagt G wie Gummibahn / Gummimaßstab. Allerdings hat auch die Spur H zufällig die Gleiche Spurweite von 45mm, da 45mm Gleise im Maßstab 1:20,3 der 3 Fuß Eisenbahn entsprechen. So kommt es das Quasi auf 45mm Gleisen Fahrzeuge von 1:20,3 bis 1:32 (wenn man Spur I Regelspur Fahrzeuge auf 45mm Schienen fährt)
us

Wer sich die große Liste vom Chaos anschauen will:
https://de.wikipedia.org/wiki/Maßs...Modelleisenbahn
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_...lig;stäben


Als Folge dieses großen Chaos gibt es einige Leute die sehr präzise den Modellgedanken fassen, auch wenn dies Betriebssicherheit, Robustheit und co reduziert. Dies wird unter verschiedenen Begriffen gehandhabt- unter anderem Finescale (1:87) oder 2pur (1:22,5)
Worauf wirkt sich dieses Chaos aus?

Radsätze, Gleise, Normen, und co.

Ja noch nen dritten Exkurs. Im Modellbaubereich ist es eigentlich eher üblich dass jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Es muss ja kein funktionaler Zusammenhang zwischen einem Italeri 1:35 Panzer und einem Revell 1:35 LKW hergestellt werden. Ja es gibt diverse Umbausätze von dritt Herstellern, die beziehen ja sich auf ein definiertes Modell von einem Hersteller. Bei der Modellbahn soll ja eine Lok von Hersteller X mit Wagen der Hersteller Y und Z gekuppelt werden, und das auf dem Gleissystem von dem Hersteller A gesteuert mit der Digitalelektronik von B. Damit das möglich ist, gibt es einen Haufen Normen.

Besondere Bedeutung hat die MOROP (Verband der Modelleisenbahner und Eisenbahnfreunde Europas) dieser hat ein umfangreiches Regelwerk aufgestellt:
https://www.morop.org/index.php/de/nem-normen.html das Regelt unter anderem wichtige Dinge wie Toleranzen für Radsätze und Gleise.

Im Bereich der Spur II (1:22,5) gibt es noch zusätzlich die LGB Werksnorm (besonders betriebssicher, dafür aber gröber) und die Normen Interessengemeinschaft Spur II.
Ein Link hierzu:
https://www.spur-ii.de/standards.html

Und noch ein Link zur LGB Werksnorm
https://www.themt.de/mr-0170-49.html#a4

Natürlich steht es auch jedem frei seine eigene Norm durchzusetzen, oder frei nach Schnauze in seinem Wunschmaßstab zu bauen. Was dann natürlich die Kompatibilität mit anderen einschränkt, und unter Umständen den Bereich für Zubehör / Gleismaterial aus dem Kaubereich auf Null herabsetzt.
Jedoch ermöglichen die Normen das verwenden verschiedener Hersteller auf einer Anlage, ermöglichen auch den Austausch von Fahrzeugen bei befreundeten Modellbahnern und wenn man Spaß an Modulen hat, kann man Anlagen von über 100 Metern aus verschiedenen Modulen auf die Beine stellen.




Essenz des Ganzen.
Aufgrund der vorhergehenden 3 Exkurse kam es zu folgenden Entscheidungen für mein Modell:
Das Auflieger kann regulär 1000mm und 750mm Fahrzeuge aufnehmen. 900mm würde von der Konzeption sinn machen - ist aber nicht in meinem Fokus, da man so die Gleisanlage filigraner und weniger betriebssicher hätte ausführen müssen. 500/600mm Fahrzeuge und Industriebahnen lassen sich in der Regel bereits mit einem kleinen Kran oder größeren Ladekran gemütlich auf der Ladefläche eines herkömmlichen Flachen Aufliegers transportieren oder fänden auch in einem normalen Planenauflieger Platz.
Regelspurfahrzeuge würden weniger mit so einem Auflieger transportiert werden, da die Höhe des Fahrzeuges verladen, die üblichen Maße überschreiten würde.
Mit 4mm Dicke der Ladefläche entspräche der Aufbau einer massiven 90-100mm Stahlplatte, wesentlich massiver als das Vorbild, dafür kann der Auflieger auch betriebssicher meine LGB Fahrzeuge aufnehmen, aber auch der Transport eines Wagens mit feinsten Radsätzen wäre kein Problem.
Theoretisch würde sogar ein Playmobil Eisenbahnfahrzeug auf den Tieflader fahren können - aber das wäre ein ganz anderes Thema.

Mart Offline




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06.09.2020 20:20
#10 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob!

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Klausur. Chemie war für mich immer nur dann interessant, wenns "Päng" machte Also Unmkraut- Ex und Zucker und so...
In den Modellen, die Du dafür gebaut hast, erkenne ich unter Umständen noch den Oriongürtel und den Großen Wagen

Plastruct- Profile gibts bei Modellbau König (mal googeln). Die haben da ne richtig gute Auswahl.

Sehr interessant, Deine Ausführungen zu den Modelleisenbahngrößen! Das blickt man ja auch nur als Fachmann durch. HO ist das was ich mal hatte, N und Z und LGB. Das wars dann aber auch schon in Sachen Kenntnisstand. Dein Bauabericht ist äußerst interessant zu lesen.

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



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07.09.2020 09:07
#11 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Martin,

Geknalle gab es nur im ersten Semester an der Uni, danach versucht man Knallerei tunlichst zu vermeiden.

Das Thema mit Nenngrößen und Spurweiten hätte ich noch bis zum erbrechen weiter vertiefen können. Es gibt soviele verschiedene Nenngrößen auf der Welt, genausoviele verschiedene Spurweiten und jede Tiefer man ins Detail geht, gibt es noch mehr verschiedene Gleissysteme, Profilhöhen etc. pp. Wobei jede Größe ihre Vor und Nachteile hat, in Spur N ist ein ICE 1 mit 2,2 Meter noch irgendwie realisierbar, in Spur 2 wäre glatt 16 Meter lang, ein massives Monster für das man praktisch keinen Platz hat. (zudem, der auch noch entsprechende Radien für die Kurven bräuchte..) Andererseits kann man in Spur N, kleine Rangierarbeiten, Verladevorgänge, Rollbock / Rollwagen Verkehre nicht so betriebssicher darstellen wie in Spur 2. Klar kann man in Spur N auch so einen Tieflader bauen, auch funktionsfähig, aber es wäre im Betrieb eine enorme Frickelei.

Modellbau König ist gut sortiert, aber leider haben sie auch nur einen sehr kleinen Bruchteil vom Plastruct Sortiment. Von Plastruct kann man sich den kompletten Katalog anschauen unter:
https://cdn.shopify.com/s/files/1/0254/9...alogSMFL.pdf?53
Ein äusserst ansprechendes Sortiment, egal ob Modellbau, Modellbahn, Archtiktur und Co.
Dabei ist mir die Artikelserie TRADITIONAL ABS RECTANGULAR TUBING in verschiedenen Größen aufgefallen, die augenscheinlich Teleskopierbar sind und auch Größen wie 22,2x15,9 anbieten, die bei den meisten Anbietern fehlen. Es ist zwar, ABS - das zu verkleben ist jedoch kein Problem.

Der Link zu dem Meine Kutsche Thread funktioniert mittlerweile. Und die Bilder vom Tieflader sind sehr interessant. Schade das er keine gelenkte Achse hat, wurde er denn schon verkauft?


Grüße Rob

Mart Offline




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08.09.2020 03:55
#12 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob!

Nein, der Tieflader steht noch bei uns rum.
Danke für den Link zu den Plastruct- Profilen. Ich denke mal, es ist wie bei Evergreen- Profile. Dort gibts z.B. Vierkantrohre mit geraden Nummern, die untereinander teleskopierbar sind und solche mit ungeraden Nummern, die ebenfalls ineinander passen. Aber die geraden Nummern lassen sich nicht mit den ungeraden kombinieren.

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



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17.10.2020 16:25
#13 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Der begonnene Dritte Bausatz ist schon weit vorgeschritten.


Eine erste Stellprobe mit einer kleinen Köf.


Auf zwei Dosen aufbocken um die Belastbarkeit zu testen.


Hier sehen wir die ordentliche Aufbockung.


5 Kilo Amboss als Statische Ladung - geht problemlos.


Stellprobe meiner bisher längsten und größten Lok - die Räder passen auf die Ladefläche, optimale Gewichtsverteilung


Sportliche 363 Gramm bringt die Ladefläche auf die Waage.


Von Italeri kommen die Teile für den Planenaufbau.



Mit Evergreen und Plastruct Profilen entstand das Spriegelgestell für den Innenbereich. Dieser wird Einsehbar sein.



Die Rampen werden zu einer Rampe vereinigt. Später kommt noch ein Gitter darauf.


Diese komische Ansicht - ist meine Erleichterung, ein 30x15mm Vierkant Messingrohr mit 1,5er Wandstärke. War nicht so leicht aufzutreiben, gab es zum Glück als Reststück irgendwo zu erwerben.


Eine Passprobe am normalen Tieflader zeigt, dass es passt.


Da mir gerade keine Fräse zur Verfügung stand, habe ich mit einem Proxxonschleifer und Stechbeiteln die Stege entfernt, dadurch verbessert sich die Auflagefläche. Im Nachgang würde ich sagen, dass auffüttern der Flächen mit Sheet auch eine Option gewesen wäre.


Eigentlich hätte ich auch ne Eisensäge oder Säbelsäge anstelle der Juweliersäge nehmen können, insgesamt gingen 2 Sägeblätter dabei drauf.



Mittels Tellerschleifer hab ich die Oberfläche einmal komplett abgeschliffen, so wurden Verunreinigungen entfernt und gleichzeit die Fläche für den Klebstoffauftrag optimiert.


ingesamt sieht die Oberfläche auch besser aus.


6 zusätzliche Gramm Sekundenklebergel später sitzt das Rohr bombenfest. 
Mittlerweile sind es 758 Gramm Gewicht.


Für dieses Projekt sind echt viele Spritzlinge am Start.


Der Spalt zwischen normalen Rahmen und Rohr wurde mit nem Stück Plastiksheet verschlossen. Etwas Spachtelarbeit ich wohl auch noch nötig.



So die Fahrwerke werden auch angebracht


Die müssen noch flachgefräst werden. Damit die Höhe wieder stimmt.










Kurzer Exkurs


Das ist die typische LGB Kupplung - auch gerne Flaschenöffner genannt.


Dies ist der Abstand im normalen Betrieb.


Dieser Abstand wäre Vorbildgerechter.

Wissenwertes zu Kupplungen beim Vorbild: 
https://de.wikipedia.org/wiki/Kupplung_(Bahn)

Ab Spur 0 (1:45) lassen sich funktionierende Schraubenkupplungen realisieren. 
In 1:87 gibt es Imitationen von Schraubenkupplungen, bei denen die Wagen Fest verbunden werden und sich nicht im Betrieb trennen lassen. 

Modellbahnkupplungen dienen auch der leichten Trennbarkeit von Wagen im „Spiel“ Betrieb. Bei Spur II kann man auch „gemütlich“ mit Schraubenkupplungen „spielen“


Was steht noch an: 
Da die Versorgung mit passenden Profilen sich als schwierig gestaltet, werde ich den Teleskopauszug nun selbst bauen und nicht nur Rohre zusammenstecken. 
Riffelblech für die Ladefläche muss auch noch geordert werden. Ansonsten stelle ich fest: Durch Vollzeit arbeiten, viel Fahrzeit und Coronabedingt Freundin rumfahren, bleibt nicht viel Zeit zum Modellbau.

Mart Offline




Beiträge: 4.785

17.10.2020 19:37
#14 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hi Rob!

Meine Fresse! Ich baue ja schon stabil, aber Du treibst es auf die Spitze! Aber so eine Lok wiegt ja auch entsprechend. Zum Fräsen wäre ein Oberfräse mit Nutfräser nicht schlecht. Es gibt Baumärkte, die verleihen solche Handerksmaschinen.
Was für Profil hast Du für die Schienen in der Ladefläche genommen? Das wäre auch interessant für einen Baustoffauflieger mit fahrbarem Kran (Kennis oder Hiab).

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



Beiträge: 77

01.11.2020 08:25
#15 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten


Hallo Martin,

Naja, theoretisch hätte ich das ganze aus Plastik schnitzen können. Aber da das ganze teleskopierbar sein soll, hab ich mich für Messing entschieden, da man dieses besser löten kann als zb. Aluminium. Die Schienen müssen ja wegen der Leitfähigkeit aus Metall sein. Auch hier war das Angebot von Messing besser als bei Aluminium. Der nächste Auszug wird auch auch aus Messing sein, dafür muss ich aber 2 U-Profile zusammen löten und zwei dünne Profile seitlich auflöten. Leider bin ich dazu nicht gekommen, da letzte Woche jemand meinte an meinem Bastelsonntag ins geparkte Auto zu krachen. Meine Laune war demnach im Grummelmodus und letztes Wochenende habe ich dann im Maßstab 1:1 ein Kaninchengehege gebaut. Bei meiner Stabilität wurde ich da aber ausgebremst und hab mich auf Holz und Schrauben beschränkt.



Das Profil sind ganz normale Messingstreifen aus dem Baumarkt. Auch wenn Baumarkt Messing oft nicht optimal zum Einsatz auf Drehmaschinen ist, reicht es für diese Zwecke aus.


Hier sieht man gut den Aufbau des Tiefladers. Es wurde zuerst die normale Platte vom Lader aufgebaut, mit zwei Schichten Polystyrol, dann wurden die beidenen Messingschienen eingeklebt, dann die Vierkantstange eingeklebt und dazu dann die originalen Träger vom Bausatz und ein Abdeckstreifchen aus Polystyrol. Durch die 3 Lagen PS und das Messing bekam die Ladefläche Stabilität. Am Messing führte kein Weg vorbei, da es den Strom für die Lok leitet.


Das ist ein Teilesatz für die Ladefläche. Allerdings hier nur für den Zwischentisch.



Inspiration hab ich mich mir bei einem Zufallsfund bei einer Durchfahrt durchs Gewerbegebiet geholt. Da stand auf einmal ein ausgezogener Faymonville mit Ladung. Also kackendreist parken und erstmal Fotos machen.






Diese beiden Bilder haben mich dann inspiriert, statt ewig nach passenden Vierkantrohren zu suchen, einfach die Breite mittels aufgesetzter Leisten / Profile anzupassen.


Auf jeden fall, werde ich diese Tafeln auch an das Fahrzeug bauen.



Ich habe mich gefragt wie ich die Ösen für die Sicherung hinbekomme, zwischen hässlichen Ideen, übertrieben teuren Ideen (für gut 150 Euro fertige Teile holen, muss jetzt nicht sein) werde ich wohl ein U Profil entsprechend aufschneiden, Draht in die Aussparung rein und aufkleben. Das verbreitert zwar den Auflieger um ein paar mm. Aber ansgesichts des Gummimaßstabes ist es okay.


Unterfahrschutz wird bei mir wohl auch montiert.


Die Holzbohlen hab ich bei mir einfach von der Anforderungsliste gestrichen.

Trotz all dem Chaos im Leben hab ich mir ein paar Stunden für Modellbau genommen. Und jeden vor gewarnt, dass er was zu hören bekommt wenn er was dagegen sagt. :D

Heute stand nur ein Vorhaben auf der Liste: Anfertigung des neuen Auszuges. Ein kritisches Vorhaben. Mein Plan ist einfach, zwei U-Rohre 12x12 zu einem 12x24 Vierkant zusammenlöten. Und links und rechts zwei 1,5x1,5mm Uprofile auflöten. Sodas man auf 12x27 kommt. Erstmal das Material finden und organisieren, da ging schon über ne Stunde drauf.


Erstmal ein paar 15x30mm Rohrscheibchen abgesägt. Diesmal mit für Modellbau schwerstem Werkzeug. Feine Präzision ist hier nicht notwendig.


Diese dann innen entgraten und anfasen.



Damit konnte ich dann mir ein passgenaues Bündel packen



Das ganze dann mit einem präzisen Fön erwärmen und Löten. Und dann verdammter Mist es funktionierte einfach nicht. Es wollte nicht, und mah. 
Frustriert das Messing zum Schrott geben? - Nein. alles wieder abgeschliffen mit meinem geliebten Tellerschleifer. Dann auch die kleinen U Profile anschleifen auf der Rückseite. Bei denen muss man echt aufpassen, die knicken schon beim schief ansehen. Und dann kam das Mittel der Wahl - Sekundenkleber! 
Dann erfolgte ein richtige Schleiforgie, da es hier wirklich um Zehntelmillimeter geht ob so ein Teleskopauszug funktioniert oder nicht. Bei dem kleinen 1,5mm U Profil muss man beim Schleifen aufpassen dass es nicht zu warm wird. Die Cyanacrylat Klebefläche leitet die Wärme nicht so gut weiter. Wodurch die eingebrachte Wärme auf dem 1,5mm schnell zu einer Ausdehnung des Materials führt und dann hat man eine Schlaufe auf dem Vierkantrohr.


Und nach vielem Schleifen passt es.



Und es lässt sich ausziehen


Um ein gefühl für die Länge zu bekommen, der ganze Auflieger wird noch mal um die Länge des Proxxonkoffers erweitert.


Also ein ausgefahrener Kran lässt sich nun schon transportieren.


257gramm bringt der Auszug auf die Waage.


So das Kilogramm ist geschaff… eigentlich hab ich ja überlegt den Auszug durch Kunststoffprofile zu machen, aber das was in die Hand bekommen habe, war einfach so labberig, dass es wie Gummi wirken würde. Ich weiß nicht, ob dieser dreifach Auszug einfach nur übertrieben ist. Andererseits hätte ich schon ein Ladegut dafür :D


Bei meiner letzten Stellprobe, habe ich das ganze noch mal vermessen, es ist von den Proportionen her am Limit. Je nachdem welchen Maßstab man ansetzt passt das so halbwegs mit dem Schwertransport.

Was mir auffällt - ich brauche einfach mal nen passenden Aufnahmeort. Oder einen festen Bastelort :D

und der erste Fahrttest:
http://www.robert-l-foto.de/longtime/TIEFLADER/Fahrt.mp4

Irgendwie ist der ganze Aufwand für den Tieflader schon vollkommen eskaliert.

Insgesamt belaufen sich die bisherigen Kosten für das Projekt auf folgende Posten. 
60 Euro für zwei Bausätze: 12 Euro Versand (aus Österreich)
11 Euro für das Vierkantrohr bei 8,50 Euro Versand
23 Euro für ein 12mm U Profil, und zwei 1,5mm U Profile 8,70 Euro Versand
5,99 Euro für Lötwasser 
Und was kommt noch: Rautenblech (jajaja, ich habs ja vorher weggeschliffen)
noch mal Messingrohre, und ne Winde, und paar Details wie Hemmschuhe aus Osteuropa. Am Ende hätte ich doch diesen Sündhaft teuren Resintieflader aus KFS kaufen können :D

Auch am „Test“ Tieflader ging es vorran.


Die hässlichen Original Federn hab ich gegen echte ersetzt.






Ich bin mir noch nicht sicher ob das so von den Proportionen her passt oder ob ich die Plane noch ein Stück niedriger machen sollte.

Peter Offline




Beiträge: 312

01.11.2020 17:39
#16 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Super - wenn Du fertig bist, kannst Du meine Lok`s in den Garten fahren!!
Gruess
Peter

Mart Offline




Beiträge: 4.785

02.11.2020 03:34
#17 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob!

Die ganze Arbeit hat sich doch gelohnt!
Die Profile mit der Flamme verlöten ging nicht?
Die Höhe der Plane: Einfach die erlaubten 4m nicht überschreiten.
Der Auszug des Aufliegers sieht fast genau so aus, wie bei unserem Meusburger. Falls Du Detailbilder brauchst (Verriegelung, usw.), sag Bescheid.

Gruß,

Martin




bratstop.com

Thomas Offline



Beiträge: 19

03.11.2020 00:58
#18 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo,
ich schaue und staune-da wird Modellbau zur Kunst erhoben.Als Neuling hier muss ich sagen-ich bin zum Teil komplett überfordert was hier an Wissen und Können zu finden ist.

Viele Grüsse Thomas

rob. Offline



Beiträge: 77

28.12.2020 10:23
#19 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Zwei Anstrengende Monate liegen hinter mir,

Der zweite Tieflader (der 3 Achser) hat auch eine Inspirationquelle. Es handelt sich hierbei um einen TIeflader von Marcus Maschinentransporte, der mir mal morgens auf dem Nettoparkplatz begegnet ist.


Insgesamt ärgere ich mich, dass ich nicht mehr Fotos von dem gemacht habe. Aber dieser fährt hier öfters in der Gegend rum.


So ein Untgerfahrschutz kommt auch an den 3 Achser dran.


Die Höhe und Form der "Kotflügel" inspiriert mich für den 6 Achser.


Zwischenzeitlich kam ein großes Paket mit Messingleisten und Co an.
Ich habe schon mal das Messing für die Rampe vorgeordert. Nach einigen Runden überlegen, komm ich zum Schluss die Rampe Einteilig aufzubauen. Und die Trennpunkte nur anzudeuten, dies dient vor allem der Betriebssicherheit.


Soviel Messing :D Die Kunststoffprofile dienen zur Verbindung der Seiten der Rampe, denn diese Verbindung darf nicht elektrisch leitfähig sein.


Zwischenzeitlich war auch das Christkind da und brachte mir dieses schöne Gerät.


Der
Größtes Hemmnis und Ärgerniss ist das Teleskop. Nicht umsonst habe ich stundenlange Recherche nach passenden Profilen Betrieben. Erfolglos. Nachdem ich ja mit 12x12 U-Profil und Zierleisten einen guten mittleren Auszug geschafft habe.n Ist der mir beim Einpassen der 2x 10x10 Vierkantrohre auseinander geplatzt. Warum? Weil sich das Profil oben auf 9,55mm verzogen hatte. Trotz großer Schleifarbeit lies sich es sich nicht einpassen. Mehr als ärgerlich, nun überlege ich ob ich auch mehren Profilen ein teilweise 9x18 Messing Profil zusammenstellen kann. 9x9 Vierkantrohr ist am Markt nicht verfügbar. Insgesamt ist dieser Auszug die wirklich große Herausforderung bei dem Projekt. Es wurmt mich noch immer sehr, das Plastruct ein schönes Sortiment mit passenden Profilen hat, aber es anscheinend unmöglich ist, an diese in Europa ranzukommen. Ohne diesen Teleskopauszug wäre das Vorhaben wohl erheblich einfacher. Aber nein, ich zieh das nun durch.


Und da hab ich sogar die Schleifpads gewechselt. Die letzte erfolglose Schleiforgie mit Messing hat dem den Pad den Rest gegeben.


Der Fahrwerkseinbau beim 6 Achser war erfolgreich. Ich denke, entgegen meinem ersten Plan werde ich wohl noch Luftbehälter und Bremsschläuche montieren. Wie viele verbaut man eigentlich so in einem Fahrzeug? 2 Große? für jede Achse einen? Bekommt jeder Zylinder zwei Anschlüsse oder nur einen?


Ein Federpaket für die Rampe wurde auch angebaut.


Bei einer Stellprobe stellt sich heraus, dass die Achsen etwas zu lang sind.


Kurzerhand wurde mit dem Trennschleifer die Achse gekürzt.

Damit der ganze Tieflader auch einen Sinn hat benötigt er eine passende Base / Diorama / Modul.
Ich habe mich für ein Modul entschieden, da man es später auch anderweitig kombinieren kann.

Hierzuhab ich nun die erste Planung erstellt.



Mein aktueller Plaungsstand ist es zwei 1000mm lange Modulkästen zu bauen. Das Linke Ende soll nach dem Modulstandard der IG Spur II gestaltet sein. Das Rechte Ende ist eine plane versenkte Straßenfläche mit Rillengleis. Die Nutzlänge von 140cm, ergibt sich, dass Rampe, Tieflader, LKW und die Lok dort Platz finden müssen. Ingesamt sind 1400mm Nutzlänge beim Freiladegleis geplant. Immerhin soll Lok + Rampe + Tieflader + Zugmaschine dort Platz finden. Ingesamt hätte ich mir auch 2000mm Nutzlänge vorgestellt, aber ich wollte unbedingt ein Stück Landschaft haben. GGf. baue ich noch ein 500mm Erweiterungsmodul mit Freiladegleis. m

Intention: Zum Ausprobieren und Üben ein Modul zu erschaffen. Gleichzeitig soll dieses als Basis für den Tieflader dienen. In der Anschlussphase soll das Modul als Testfeld für verschiedene weitere Ideen, Versuche und Co dienen.

Elektronik:
Analog. Und Eventuell eine Pendelautomatik wo eine Lok rauf und runter vom Tieflader fährt.

Rahmen / Basis Aufbau: 
Einfacher Holzrahmen aus 10mm Sperrholz mit 60mm Styrodurplatte.

Dämmung: 
Gummimatte 5mm, im Landschaftsbereich nur der Schiene, im Freiladegleis vollflächig.

Baum: 
Selbstbau nach einer Anleitung aus einem Spur 0 Forum.

Mauer: 
Juweela Ziegel gefasst in H Stahlträgern. Maße nach einem Vorbild aussem eigenen Garten. Ein einfaches bewegliches Tor sichert das Gelände

Wassergraben :
Gefüllt mit etwas Wasser. Gleisunterführung durch ein Rohr

Gleis: 
Aktuell soll es einfach ein LGB Gleis werden. Eventuell entscheide mich auch für ein Code 250 Selbstbaugleis im Landschaftsbereich. Im Freiladegleis wird die Rillenschiene durch Kunststoffwinkel selbst erstellt.

Geländebau: 
Styrodur + Gips

Modulanschluss: 
Nach Norm der IG Spur II


Straßenbau: 
Entweder Gelände aus einer Mischung: Weißleim + Gesteinsmehl Oder Gips. Angedacht ist auch ein Stück Kopfsteinpflaster auszuprobieren.

Zitat von Thomas im Beitrag #18
Hallo,
ich schaue und staune-da wird Modellbau zur Kunst erhoben.Als Neuling hier muss ich sagen-ich bin zum Teil komplett überfordert was hier an Wissen und Können zu finden ist.



Hallo Thomas, wenn ich ehrlich bin sehe ich mich nicht als wirklich guten Modellbauer. Zwar nicht als Anfänger, aber als blutiger Fortgeschrittener.

Zitat von Mart im Beitrag #17


Die ganze Arbeit hat sich doch gelohnt!
Die Profile mit der Flamme verlöten ging nicht?
Die Höhe der Plane: Einfach die erlaubten 4m nicht überschreiten.
Der Auszug des Aufliegers sieht fast genau so aus, wie bei unserem Meusburger. Falls Du Detailbilder brauchst (Verriegelung, usw.), sag Bescheid.


Moin Martin,

Für eine Flammenverlötung habe ich nicht die passende Ausrüstung, aber ich überlege mir die Werkzeuge zum Hartlöten zu holen. Wäre für die Rampe sicherlich lohnenswert.
Fotos wären sicherlich interessant. Eventuell bilde ich auch eine Veriegelung nach.

Zitat von Peter im Beitrag #16
Super - wenn Du fertig bist, kannst Du meine Lok`s in den Garten fahren!!



Heyho Peter,

Der Auflieger ist bewusst nicht fahrbar ausgelegt, damit er statisch besser belastbar ist.

rob. Offline



Beiträge: 77

06.02.2021 22:55
#20 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten



Nun:
Ich teile mal den ganzen Baubericht erstmal in 3 Glieder auf

Der Kurze Dreiachser.
Nach Vorbildrecherche hab ich mich entschieden den Planenaufbau zu kürzen. Gesagt getan:


Dann wurde auch noch der Innenbereich ausgestaltet. Da das Planenverdeck nicht geschlossen wird, ist das notwendig. Wahrscheinlich werde ich Ketten und Zurrgurte und eine Gitterbox drin unterbringen. Vermutlich werde ich die hierfür von CMK erwerben.


Dieser Chopper ist wirklich große Klasse! Er macht Spaß und Laune.



An der Unterseite hab ich bereits die Stützen für den Unterfahrschutz montiert. Aktuell warte ich mal wieder auf Evergreenprofile. Hab eine größere Bestellung bei Architekturbedarf.de gemacht. Mein Fazit. Guter Preis aber eine Woche Dauer für die Komissionierung.

Zeit für meine geliebten Stellproben.


Hier die Rückwand.


Sieht ziemlich stimmig aus.


Im Vergleich zum Vorbild passen die Propotionen.


6 Achser:

Erstmal die Montage der Reifen getestet.


Den beschädigten Teleskopauszug wieder instand gesetzt.





Mal wieder eine Stellprobe und einen Größenvergleich für den Trailer gemacht. Langsam weiß ich warum ich insgesamt 2,50 Meter Base für das Modell brauche.



Nach meinem ersten Fail, wo der zweite Auszug nicht klappte, hab ich ja wieder neues Material bestellt irgendwie hab ich dann beim Erstellen der Lieferung 8x8 statt 9x9 Vierkantrohr geordert.
Anscheind ist das auch mein Glück gewesen. Denn mit 9x9 hätte es eng werden können.


Also mal wieder eine Onlinereservierung bei einem Baumarkt gemacht. Wo ich auch noch ein paar andere Dinge geordert habe. Da ich noch mal Motoröl und Scheibenwischwasser benötigt habe, fiel Hornbach dieses mal aus und ich bin zu Obi gegangen. Das dortige Messing ist recht weich, das ist aber für mich kein Problem. AAAABER, das obrige Profil war für Obi noch gerade und verkaufsfähig. Für mich wäre das schon normal Schrott, abschreiben als Bruch und fertig. Also wieder bei Hornbach geordert, ist ja nur Zeit und Sprit. Aber hey, dafür ist der Sekundenkleber bei Hornbach preiswert.

Dieser Auszug ist echt ne Frustrationsprobe. Insgesamt hab ich nun 5 Bestellungen an Messing durchgeführt und bin noch immer nicht am Ziel. Habe unzählige Stunden für die Recherche nach einem passenden Plastruct Lieferanten gemacht. Ja mei, ich wäre wohl sogar schneller gewesen wenn ich mit dem Flugzeug in die USA und zurück geflogen wäre. 
Im Grunde hängt der Bau seit 3 Monaten nur am Teleskopauszug



Meine Anwesenheit in der Uni hab ich gerade auch mal genutzt um einen Königsbolzen mit Platte zu drehen. Ist zwar unnötig, aber dafür robust.


Allerdings ist diese dünne Ausführung nicht soo optimal zu fertigen auf so einer Drehmaschine. Beim plandrehen der Rückseite hab ich den Königsbolzen einfach rausgerissen.
Kein Verlust ist eh ein Kratzer drin.


Fertig ist er.


1mm dünn. Ich muss mal schauen ob ich auf 0,5mm runter komme beim Drehen. Aber da verliert das Material auch irgendwie die Festigkeit im Material verloren, in Kombination mit dem Alter der Lager der Maschine kann man das glaub ich vergessen. Einen ähnlichen Versuch habe ich schon mal beim Ausbohren gemacht um 0,5mm Wandstärke zubekommen. Was aber immer gescheitert ist.







Modul: 
Ja hier geht es auch weiter


Irgendwann im Oktober hab ich mir bei einer super Sondergelegenheit eine große Einhell Tischkreissäge geholt. Mitlterweile ärgere ich mich, dass ich die größte aus dem Baumarkt mitgenommen habe. War etwas stressig die rauszutragen und wieder rein. Aber dafür machte das Sägen sehr viel Spaß. Persönlich würde ich den meisten anderen Empfehlen: Nimmt besser den Zuschnittservice eines Baumarktes in Anspruch :D




Bei meinem Baumarkteinkauf hab ich gleich noch ne Bautenschutzmatte mitgenommen und den passenden Schnittplan erstellt. Nein, ich eskaliere nicht und baue nun die Module aus Beton. Die Gummimatte dient als Schallschutz und Schwingungsisolation, um die Übertragung der Rollgeräusche auf den Rahmen zu minimieren.


Nicht schon wieder eine Stellprobe… Ich hab mal zum abschätzen der Größenverhältnisse die Module zusammengestellt. Der Kran repräsentiert den Wagen / die Lok. Der Blaue Planenverschlag die SZM. Insgesamt das ganze doch raumfordernder als ich erwartet habe. einen 50x50 Modulkasten hab ich auch noch gleich dazu geplant.



Das wird das Gleis sein, was ich verbaue. Es ist zwar das LGB Gleis, was sehr robust ist, dafür aber unmaßstäblich. Warum ich es verbaue? Weil ich nicht übertreiben will mit Herausforderungen. endet das Vorhanden unvollendet in Frust.




Aktuell bin ich mit dem Rahmenbau vorran gekommen. Aktuell ist alles durcheinander






Ein guter Schnittplan ist die Grundlage für möglichst wenig Materialverbrauch.



Zwischenzeitlich hab ich mir immer wieder ein paar Zwingen im Baumarkt gekauft.
Ob es unbedingt Wolfcraft Zwingen sein müssen? Ich denke nicht.
Aber ich bin mit einen Zwingen aus dem Supermarkt dermaßen auf die Nase gefallen,
dass ich hier keine Kompromisse mache.

MIt diesen hab ich die Rahmen vor geleimt und mit einer Schraube gesichert.






MIt halbierten Dachlatten (aus einem Bastelbestand von mir) habe ich die Ecken verstärkt. 3 Spax Schrauben pro Seite und Ecke reichen. Die später eingesetzte Styrodurplatte wird dem Rahmen genug Stabilität geben.


Leider hab ich eine schlechte Platte erwischt. bzw. die Fehlstelle. Da ich das ganze noch Spachteln möchte, ist das kein Problem.



Für die Enden der Kästen habe ich mir auf millimeterpapier eine Schablone erstellt, diese wurde später ausgeschnitten.
Manchmal sind diese Werbeunterlagen mit mm Papier doch echt praktisch.


Neben den Schraubzwingen meine wichtigsten Helfer: Messschieber und Wasserwage als langes Lineal.


Die Zwingen dienen als Auflage für die Querträger, so kann ich diese plan für das Aufsetzen der Styrodurplatten ausrichten.


Ebenso kann man die Wasserwage gut mit den Zwingen halten.


Zeit für Styrodur, Hier meine Auswahl für die 2,50 Meter Modul.


Glattes XPS hat in der Regel eine abgestufte Kante.


Styrodur mit glatter Kante, hat in der Regel eine Riffelung auf der Oberfläche. So haftet beim Bau der Kleber besser


Hauch DÜnne XPS Platten kann man im Architekturbedarf erwerben.
Meine Platten hab ich jedoch glücklicher Weise als Verpackungsabfall bekommen können.


Ich selbst habe den Thermo Cut 230E von Proxxon. Für Architektur, Modellbau, Tabeltop Gaming, ein Ideales Gerät.
Für große Jobs wie zum Beispiel Hausbau ist es aber nicht geeignet. Dafür gibt es dann große Bügel.


Wenn man größere Platten im Modellbau schneiden möchte. muss man sich nicht gleich ein Gerät vom Bau kaufen, oder leihen.
Wenn man die Führungsleiste fest klebt mit normalen Klebefilm oder anderem Tape, kann man auch größere Platten an den Seiten kürzen.
Eventuell sind mehrere Schneidgänge erforderlich. Letzten Endes ist es günstiger als ein Gerät zu leihen oder zu kaufen.
Natürlich kann man auch mit einer Stichsäge arbeiten, aber das ist eine riesen Sauerei.


Auch hier hilft mein geliebter Messschieber.


Zack die erste Platte sitzt.
Ich habe sie verschraubt.


Ein kleiner Test ob man XPS auch über die Kante brechen kann wie PS.


Es ist so gesehen möglich, aber die Bruchkante ist echt mies.


Gut, dass ich auch kleine mm Mengen mit dem Schneider abnehmen kann.


Die am Ende ausgebrochene Ecke hab ich ein wenig geflickt.


Auch dieses Gerät hat irgendwo Grenzen. Die schmandige Oberfläche entstand durch Aussenlagerung eines Reststücks.


Der Modulanfang ist das aufwändigste Objekt. Durch Übertragen des Modulsplans habe ich mit der Stichsäge
das Modul entsprechend ausgeschnitten.


Stück für Stück wurden die XPS Teile eingeschraubt und mit Weißleim verklebt.


Uni Bücher mit 4,5kg Gewicht eignen sich als Ballast.



Und nun geht es weiter zum arbeiten mit dem nächsten Werkzeug.



Ein Proxxon Thermocut 12/E


Zeit für einen Test des Gerätes


Wenn der Schneiddraht nicht richtig festgezogen ist. Und die Stromstärke nicht groß genug ist. kann der Draht sich lösen und im Material feststecken, wirklich fest.


Wenn sich der Draht zu sehr verbiegt, kann er in die Kunststoff Rändelschrauben sich einbrennen. Das ist nicht praktisch gelöst.


Mit einem stärkeren Netzgerät kann man wesentlich besser arbeiten. 
In der Uni haben wir so ein fettes Netzgerät, aber nur das GG-12 Graviergerät von Proxxon.



Zu vor habe ich versucht mit dem Gerät einen Zentimeter abzutragen, weil ich mich da verrechnet habe beim Einsetzen der Platte. Mit dem stärkeren Netzgerät macht das Arbeiten wesentlich mehr Spaß.



Der besondere Feature des Geräts ist die Möglichkeit den Draht frei zu biegen, leider kann er sich dadurch auch beim Schneiden verziehen.
Für Präzisionsschnitte taugt das nicht, aber für kreatives Arbeitn.



[img]http://www.robert-l-foto.de/longtime/mod/MODUL/MODUL-68.jpjg/img]



Für Kreative arbeiten, zb. Geländeformationen wie in amerikanischen Felsregionen oder Tabletopanwendungen ist das ein gutes Gerät.



Um die Schrauben für die Modulverbindungen erreichen zu können musste ich Taschen im Massiven Styrodurgelände schneiden.


Technisch vollkommen ausreichend, aber schön ist anders.



Das Gelände zum Freiladegleis hin wird ja von einem Wassergraben gesäumt. Dieser wird durch ein Rohr unter dem Gleis geführt. Da Bohren durch Styrodur ne Sauerei ist. Habe ich nach einer Beratung in meiner Unigruppe (die zufällig das selbe Problem hatten) Die Lösung, ein Rohr direkt durchs Styrodur treiben und da drin stecken lassen.


Mein Fail, PVC ist keine gute Bohrkrone. Da war das Alurohr in der Uni doch etwas stabiler.









Und nun beschäftige ich mich die nächsten 10 Tage mit Modellen im Maßstab 260 000 000 : 1

Wir sehen hier:
(5E,11E)-2-(2-methylprop-1-en-1-yl)-1,2,3,4,4a,7,8,9,10,12a-decahydrobenzo[10]annulene

Diese lagert sich schnell zu 2-(2-methylprop-1-en-1-yl)tetradecahydroanthracene um.

Muss man nicht verstehen.



Grüße Rob

Mart Offline




Beiträge: 4.785

07.02.2021 01:09
#21 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hi Rob!

Cripes! What the hack.....

Gruß,

Martin




bratstop.com

rob. Offline



Beiträge: 77

19.04.2021 17:20
#22 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Aktuell habe ich fast nur an der Baseplate / Diorama / Modul für das Projekt gewerkelt.
Die Größe des ganzen Vorhabens ist echt nicht ohne. Aktuell hoffe ich ja auf gutes Wetter um in Ruhe draußen lackieren zu können.
Eventuell sollte ich den Baubericht in mehrere Teile aufteilen.
Das könnte es übersichtlciher machen.


Nachdem ich beim ersten einschneiden, es vergeigt habe, hab ich noch ein neues Stück Styrodur eingesetzt.



Dieses Mal gelang mir das Ausschneiden besser mit dem Bügeldrahtgerät - nicht wirklcih sauber, aber funktional.


Zum Verkleben der Gummimatten, verwendete ich preiswerten Montagekleber, der wurde dafür großzügig aufgetragen.
Es muss nicht immer die 10 Euro Kartiusche sein, die für 2,70 taugt hier auch.


Eine erste Stellprobe.


Hier hab ich mich etwas vertan, damit die Höhe stimmt, habe ich die Schwellen entfernt.
ersatzweise hab ich sie später in Montagekleber und Heisskleber fixiert, so ist das Maß sicher gehalten.


Zwischenzeitlich hab ich mir ein Stück Styrodur aus der Restrampe organsiert. Die äusseren Schichten sind UV Zerstört und zerbröseln aber der Kern ist noxh völlig tauglich.
Kein Grund es weg zuwerfen, schont Geldbeutel und Umwelt.


Testweise möchte ich einige Teile mit Gisogrund zusätzlich beschichten.


Es ist etwas härter aber auch nicht ultimativ gehärtet. Eventuell könnte für sowas ein Aquaresin auch eine Option sein.


Mit deco Mur Leichtspachtel wurde das Landschaftmodul eingegipst. Das Gipsen der flachen Ebene hätte ich mir besser sparen sollen.
Aber der Zwerg wollte auch etwas spachteln.


Es wäre sinnvoller gewesen das Rohr vorher ein zubauen, jetzt werde ich tieflochbohren in Styrodur üben.



Malen wollte der Zwerg auch, wie man sehen kann auf der flachen Ebene.
Die Farbe wurde als "nutella" bezeichnet.


Geschottert wurde auch, zum ersten mal konnte ich die Schotterwagenfunktion richtig testen.


Links und Recht ist geschottert, in der Mitte nicht - wie zu erwarten



Dem Zwerg ist es egal ob es ein Schotterwagen ist, kann man trotzdem nutzen wie einen O-Wagen oder Niederbordwagen.
Wenn es beim Vorbild auch so einfach wäre. :lol:



Das Ergebnis ist ok, die Leimreste werden noch entfernt.
LGB Gleis halt, aber naja ich wollte beim ersten Modul mich nicht gleich überfordern.


erstmal wurden viele Blöcke geschnitten, um die Ladestraße zu fertigen.


Aus Kosten und Verfügbarkeitsgründen wurden PVC Winkel mit dem Heißdraht auf passendes Format gebracht.
Im Nachhinein empfehle ich am besten direkt passende Winkel zu kaufen.


Mit Heißkleber wurden die Winkel befestigt. mit Heißklebertropfen wurde die Höhe für das einsetzen und fixieren der inneren Abdeckungen optimiert.
Platten wurden auch mit Heißkleber befestigt. Der erste Tropfen dient nur dem Höhenausgleich.

Hier rächte sich die Tatsache, dass die Steinelheißklebe Sticks 11mm nicht in meine Parkside 11mm Pistole passten. Ich musste immer mit Kraft den Stick durchdrücken.


Aus Frust hab ich mir dann hier ein Kilo von Pattex geholt, war gerade im Angebot.


Erstaunlich wie groß die Farbunterschiede beim Heißkleber sein können.


Die inneren Abdeckungen wurden eingesetzt.


Auch seitlich wurden wieder Heißkleber Tropfen zur Höhenregulation gesetzt.


Vorher mussten alle Schraubenimitationen per Skalpell entfernt werden.


So sah es dann aus, bei meinen Kollegen führte dieses Foto zu großen Irritationen.
Ja der Modulabschluss stehtauf dem Foto noch über, wurde aber später mittels Stichsäge abgesägt.
Durch das einkleben der Gleise an den Enden, war die richtige Gleislage während des Baus gesichert.


Noch mehr Klötzchen.


Noch mehr Heißkleber


Der Übergang muss unbedingt noch mal überarbeitet werden.
Wahrscheinlich werd ich hier Ladegut oder ein Fahrzeug drauf parken um es zu kaschieren.


Es ist rosa.


Die Verbindung von Gummi Bautenschutzmatte (aus geschredderten Gummistücken) und Styrodur ist gefühlt bombenfest.
Der Kleber fließt in die Zwischenräume der Gummimatte, und verschmilzt mit dem Styrodur.
Ablösung nur durch zerstörende Gewalt. Vorteil es wird keine Schichtablösung geben.


Die Vorbereitungen für den ÜBergang von Schotterbett zu Ladestraße laufen.


Draht aus ehemaligen Bundeswehr Fernmeldebeständen sollte stabil genug sein.


Das sieht sowas von scheiße aus. Ein Lötpunkt noch setzen, und dann zukleben, dass keiner den Mist sieht.


Dazu original Stannol Lötzinn aus der Region. (lebe zur Zeit mehr in Wuppertal)

Dann kam es zur ersten Probefahrt.
KLICK

Gute 30 Jahre hab ich diese Lok schon. Meine erste Lok :)
Neue Haftreifen wären mal fällig.

Zum Schluss hab ich noch eine Wette gewonnen:
Nachdem sich der Zwerg auf dem Rohbau mit der Gummimatte gestellt hat, hab iich mit Schwiegeronkel gewettet, dass ich mit einer Achtel Tonne gewicht auf den den Rohbau stellen kann. Toll jetzt bekomm ich irgendwas in 1:87 dafür. :lach: :lach: Es gibt halt so einen kleinen Maßstabs Krieg zwischen uns Beiden. Allerdings muss er zugeben, dass HOe nichts für Zwergenhände ist.

KLICKIch habs mal als Link gemacht, meine Füße mussen ja nicht sofort zu sehen sein.




Grüße rob

Mart Offline




Beiträge: 4.785

19.04.2021 23:06
#23 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Hallo Rob!

Das sind natürlich schon gewaltige Ausmaße! Und was für eine Fummelei.....
An diese Laderampe (Ladestraße) dockt also der LKW an, auf den die Lok verladen wird?

Gruß,

Martin




bratstop.com

S.Oliver Offline




Beiträge: 5.024

20.04.2021 17:55
#24 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

es kommt mir vor, als würdest du etwa planlos zu Werke gehn

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

rob. Offline



Beiträge: 77

01.05.2021 22:01
#25 RE: Tieflader für Eisenbahnfahrzeuge Antworten

Zitat von Mart im Beitrag #23
Hallo Rob!

Das sind natürlich schon gewaltige Ausmaße! Und was für eine Fummelei.....
An diese Laderampe (Ladestraße) dockt also der LKW an, auf den die Lok verladen wird?

Gruß,

Martin


Hallo Martin, eine Dockstation gibt es in der Regel nicht. Dafür funktioniert das Auf und Abladen der Fahrzeuge über eine mobile Rampe:
Der Aufwand für diese Rampe ist wesentlich geringer als wenn man einen Autokran dafür zu ordern.
hier ein LInk dazu:
https://www.bahnbilder.de/bild/Deutschla...ahrten-der.html

Bei der Pressnitztalbahn selbst, wo die Fahrzeuge zu Gast sind, ist eine feste Rampe vorhanden, an die der Tieflader nur ranfahren muss.

Warum macht das die Pressnitztalbahn? Sie versuchen durch Gastfahrzeuge den Betrieb auf ihrer Museumsbahn attraktiv zu machen.

https://www.doellnitzbahn.de/triebwagen-...n-eingetroffen/


Gruß,

Martin[/quote]

Hallo Martin, eine Dockstation gibt es in der Regel nicht. Dafür funktioniert das Auf und Abladen der Fahrzeuge über eine mobile Rampe:
Der Aufwand für diese Rampe ist wesentlich geringer als wenn man einen Autokran dafür zu ordern.
hier ein LInk dazu:
https://www.bahnbilder.de/bild/Deutschla...ahrten-der.html

Bei der Pressnitztalbahn selbst, wo die Fahrzeuge zu Gast sind, ist eine feste Rampe vorhanden, an die der Tieflader nur ranfahren muss.

Warum macht das die Pressnitztalbahn? Sie versuchen durch Gastfahrzeuge den Betrieb auf ihrer Musuemsbahn attraktiv zu machen.

https://www.doellnitzbahn.de/triebwagen-...n-eingetroffen/

Zitat von S.Oliver im Beitrag #24
es kommt mir vor, als würdest du etwa planlos zu Werke gehn

Hallo Oliver,

es mag etwas planlos wirken. Aber es ist tatsächlich, mein erster richtiger Bau eines Stück Modellbahns. Mit dem Konzept bin ich schon seit gut 30 Jahren vertraut. (Wenn man in der Kindheit das Anlagenbauvideo von Rolf Knipper schon sieht..)

Es gibt viele Artikel über Bau von Modulen, Bau von Freiladegleisen, Begrünung und Begrasung von Modellbahnen. Aber das Meiste ist für H0 ausgelegt was sich problemlos auch in Spur N oder 0 übertragen lässt. Aber direkte Anleitungen für Spur 2 sind rar bzw teilweise nicht vorhanden oder nicht so einfach auffindbar. Also hab ich mir einen Plan zurecht gelegt, der nicht bis ins kleinste Detail ausgearbeitet ist, dann muss ich halt mehrfach anpassen. Ich gebs zu die Idee das Rohr nachträglich einzusetzen war ziemlich dumm, aber hey, nun ist es drin. Wahrscheinlich werde ich auch die LGB Gleise im Schotter rausreißen und gegen Selbstbaugleise mit besserem Schotter tauschen.


Ich habe die Tage noch etwas weiter Steine getrocknet. Das ist im Heimischen Ofen bei 120 °C problemlos möglich. Ich habe das Glück einen Backofen zu haben, der nicht mehr für Lebensmittel genutzt wird. Aber das Trocknen von Steinen auf einem Backblech ist auch hygienisch unproblematisch, da hier bei keine ungesunden Dämpfe oder ähnliches entweichen.


Zur Vorbereitung hab ich die Gummimatte satt mit Weißleim eingestrichen. und eine erste Schicht Schotter gesetzt. Danach wurde mit dem üblichen Wasser Weißleim Gemisch die nächste Schotterschicht gesetzt.


Allerdings hab ich dieses doch zu flüssig eingestellt. Naja, nun sollten die Styrodurplatten noch besser verklebt sein. Der Schotter hält trotzdem.


Nun schaute ich erstmal: Wie Bohre ich Styrodur?
Mit einem Forstnerbohrer probierte ich es zuerst.


Das Loch sieht okay aus.


25mm Spiralbohrer mit abgesetztem Schaft auf 13mm, so dass er in handelsübliche Bohrmaschinen passt.
(Achtung manche Akkubohrer haben nur 10mm Aufnahme im Futter)


Das Loch sieht auch okay aus.


Jetzt Tieflochbohren in Styrodur. Hierfür habe ich einen Schlangenfräser extra lang verwendet.
(Milwaukee Akkuschrauber sind wirklich nice, ist leider nicht meiner, sondern steht in der Uni Werkstatt) te
Bohren ist auch Problemlos möglich.

Das wichtigste für ein gutes Bohrergebnis: Mittlere bis hohe Drehzahl, Wenig Vorschub. Nachmöglichkeit Bohrständer oder ähnliches verwenden.




Zeit für einen Praxistest!



Da mein Akkuschrauber zur Zeit abkömmlich ist (vermutlich geklaut -.-) habe ich bei Gelegenheit bei Verwandten dieses historische Gerät verwenden dürfen.
Aus einer Zeit wo das Atomsymbol noch positiv belegt war. Aus meinem Studium weiß ich aber ganz genau, dass diese Darstellung leider Quatisch ist und man mit fiesen Formeln das richtig darstellen könnte.



Da der Schlangenbohrer nur 20mm hatte, habe ich es dann mit dem Spiralbohrer aufgebohrt. bei 25mm Bohrungen gehen in Styrodur auch mit jeder handelsüblichen Maschine.


Das Problem beim Tieflochbohren ist simpel: Wenn man Freihand auf einer Freiformfläche, einen Schiefen Schnitt setzen soll geht es in die Hose.
Also wird das Problem im klassischen Tiefbau gelöst: Aufreißen, Rohrverlegen, Zuschütten. Der Vorteil bei der Modellbahn. Man kann das ganze verdreht von der Unterseite angehen.


Das ganze wurde dann noch etwas weiter angepasst im Aussenbereich.


Dann das ganze wieder verspachteln.


Ich hätte das ganze auch einfacher machen können. das Rohr einfach nur auf beiden Seiten reinstecken. Aber nein, ich möchte diesen "Durchblick" durchs Rohr haben. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass es viel einfacher gewesen wäre, das Rohr beim Bau direkt zu integrieren.


Kurze Bestandsaufnahme von Oben.


Als nächstes habe ich bei meiner Mutter Kaffeeprütt geordert. Da ich selbst keinen Kaffee trinke, wäre eine Eigenproduktion Verschwendung.


Die Geländeteile wurden Satt mit brauner Abtönfarbe eingestrichen und direkt mit dem Prütt bestreut und nun muss er erstmal trocknen.

Mein aktueller Plan für das Gelände besteht aus folgendem Schichtaufbau:
  • Einzelne Büsche aus Seegras
  • Noch mal Flockage (Course Turf Woodland oder anderen Anbieter)
  • Grasfasern (Wobei ich noch nicht weiß ob ich mir nen Elektrostaten selbst baue oder doch einen teuren Kaufe)
  • Flokage / Turf (Blended Turf von Woodland)
  • Kaffeprütt / Abtönfarbe


Wie man ne Modellbahn baut weiß ich schon seit Kindheitstagen - nur hab ich es noch nie ausgeführt. Falls jemand Anmerkungen zum geplanten Aufbau hat, bitte möglichst vor der Umsetzung mitteilen.

Zudem möchte ich noch einen Kaninchenbau einbauen.Bei "Modern Armies in Minature" (Eigenmarke von "Der Sockelshop") gibt es passende Kaninchen in 1:24.


Mittlerweile hab ich auch zwei Lösungsansätze für Probleme beim Bau des Aufliegers gefunden, mal schauen wann ich dazu komme sie umzusetzen.

Allen noch einen fröhlichen ersten Mai!

Grüße
Rob

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