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Dieses Thema hat 72 Antworten
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 Sonder-und Einsatzfahrzeuge
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KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

23.01.2014 02:08
Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus,
auch wenn ich noch offene Baustellen habe, bin ich kürzlich bei der Lektüre des Buches „Die Einsatzfahrzeuge der Stuttgarter Feuerwehr“ von Martin Wessels von einem Virus befallen worden, der mich zwang, spontan tätig zu werden. Das ist auch der Grund, warum ich mich in letzter Zeit recht rar gemacht habe. Ich beschäftige mich aktuell doch mehr mit Bauen, als mich hier zu Wort zu melden.
Es handelt sich hierbei um ein Löschfahrzeug mit großer Förderleistung (2400l/min, daher der Name LF24), effektiv kann die Pumpe sogar 3200l/min. Der Clou ist natürlich neben dem Aufbau, der die Mannschaftskabine enthält (wie schon bei den Fahrzeugen des Bundes für den Luftschutzhilfsdienst in den 60er Jahren) der Motor. Es ist ein OM403 mit 320PS. Somit dürften diese insgesamt 6 Fahrzeuge , die im Zeitraum von 1977 bis 80 beschafft worden sind, zu den PS-stärksten FW-LF ihrer Zeit gehört haben. Wer Stuttgart und seine Topographie kennt, versteht aber auch, dass das keine PS-Protzerei war, sondern eine Notwendigkeit.
Nun zur Recherche für dieses Modell: Von den ehemals 6 LF24 der späten 70er Jahre sind heute noch min. drei bei anderen Wehren im Einsatz. (Mori in Schleswig-Holstein, WF Bosch in Hildesheim und WF Sachs in Schweinfurt). Von diesen Fahrzeugen konnte ich im Netz Fotos finden. Hier schon der erste Edit: Das Fzg. In Mori wurde in 2013 ausgemustert und an einen Fahrzeughändler verkauft. Auch konnte ich eine Zeichnung von Godwin T.Petermann finden. Diese ist im Original 1:87, aber leider im Netz seitenverkehrt und im falschen Maßstab dargestellt. Also die hochskaliert. Leider wurde sie dadurch recht unscharf und bekam sehr große Strichstärken. Ich schrieb die Fa. Bachert (bzw. deren Nachfolgefirma) und bekam unhöflicherweise gar keine Antwort. Weitaus besser erging es mir beim Suttonverlag, den ich bat, mir die Mailadresse vom Autor zu geben oder meine Anfrage an ihn weiter zu leiten. Zu meiner größten Freude meldete sich Martin Wessels schon kurz darauf bei mir und wir stehen seitdem in einem netten Emailkontakt. Hier schon mal ein Riesendankeschön an ihn. Er hat mir bereits mit Zeichnungen, Fotos und jeder Menge Infos zum Original geholfen.
Hier mal das Vorbild, mit freundlicher Genehmigung von Martin Wessels (Fotos sind dem o.g. Buch entnommen)


Bild1: Vorbild


Bild2:Vorbild

Mit Jochen habe ich umgehend die Fahrgestellfrage diskutiert. Er schickte mir auch eine passende Zeichnung (Thanks, Buddy!) Meine erste Idee war, das Chassis des RV-Modells des TLF 24/50 zu verwenden. Dabei handelt es sich immerhin um einen 16tonner, also passt die Auslegung der Federn. Aber da dieses Modell ein Allradler mit viel kleinerem Motor ist, müssen beide Achsen ausgetauscht werden. Die HA stammt als AP-Achse von IT aus der berühmten Restekiste (Actros) und die VA (theoretisch) von irgendeinem IT-Modell. Sie muss aber eine Kröpfung haben. Ich habe zwar beim Zusammensuchen von Teilen einen derartigen Achskörper gefunden, werde sie aber komplett neu bauen. Als Erstes mal der Vergleich von Rahmenteilen, die ich zur Verfügung hatte. Ich habe mich doch gegen das Allradchassis vom TLF und für einen Schrottrahmen vom SK1853 von IT entschieden. So kann ich den TLF-Rahmen auch noch später mal für einen RW2 oder 3 verwenden, der auch schon seit langer Zeit auf meinem Wunschzettel steht. Den Rahmen vom NG2236 habe ich auch wieder weg gelegt, da es sich hierbei ohnehin um einen Dreiachserrahmen handelt.


Bild3: Vergleich von Rahmenteilen

Angefangen habe ich mit dem Zersägen des SK-Schrottrahmens (den hatte ich mal in der Bucht als „schön gebautes Modell“ erworben. Nun ja, da alle Achsen gebrochen waren, viel Kleber das schöne Modell verunziert hatte und die Lackierung aus der Rubrik „ Tauchlackierung“ war, ging er damals den direkten Weg in den Teilespenderfundus.) Die VA-Federn wurden auch wieder installiert und der Fischbauchübergang sauber herausgetrennt, da ich ja hier nach vorn und hinten verlängern musste.


Bild4: Erste Sägeschnitte

Weiter ging es mit der Herstellung der Rahmenverlängerungen. Dafür nahm ich 1mm Sheet, und klebte die Ober- und Untergurte rechtwinklig an die in Form gebrachten senkrechten Rahmenwangen an. Auf der Innenseite habe ich jeweils 0,5mm Rundstab gegengeklebt, damit ich nach dem Durchtrocknen die „Biegeradien“ anschleifen konnte. Da ich im Wald von North Carolina keine Spachtelmasse griffbereit hatte, musste ich zur Alte-Väter-Sitte greifen, in dem ich die zu spachtelnden Stellen großzügig mit Flüssigkleber einstrich und Polystyrolschleifstaub einstreute und das nach dem Aushärten glattschliff.


Bild5: Rahmenverlängerung im Rohbau



Bild6: Hintere Rahmenverlängerung

Bei der vorderen Rahmenverlängerung waren lediglich 2 U-Profile herzustellen. Tja und dann schlug der Fehlerteufel mal wieder zu! Da ich vorm Urlaub leider keine Zeit hatte, Jochens Fahrgestellzeichnung auf den richtigen Maßstab hoch zu skalieren, musste ich mir die Rahmenmaße halt ausrechnen. An sich nicht tragisch, nur habe ich mich bei der Vielzahl von Maßen leider verlesen und beide Rahmenverlängerungen vorn wie hinten zu kurz abgelängt. Grmpf! Also noch mal 4 kurze Stücke angefertigt und es konnte weiter gehen.
Als Nächstes kamen die Querträger an die Reihe. Den Vorderen konnte ich direkt aus einem IT-Kit verwenden, vier weitere mit mehr oder weniger Aufwand anpassen und einen komplett neu nach Muster der anderen aufbauen.


Bild7: Angepasste Querträger



Bild8: Querträger und Fischbauch

Die Achsen mussten auch erst einmal gesichtet werden. Ich hatte eine komplette, gerade VA, einen gekröpften VA-Körper und die schon erwähnten Actros-VA und HA. Eine SK-HA habe ich zwar auch gefunden, die ist aber noch komplett mit Luftfedern ausgestattet und somit hier nicht brauchbar. Die Actros-HA musste halt erst repariert werden und die Scheibenbremsen abgeschliffen werden. Für die VA spielte ich mit der Idee, aus zwei kaputten, eine neue zu zaubern, aber das habe ich sofort zu den Akten gelegt, da die ja wg. des Motors noch eine zusätzliche Kröpfung hat, wie sie eben beim Actros vorkommt.


Bild9: Federn und Achskörper



Bild10: Vorderachskörper im Vergleich

Auch wenn ich einen Achskörper mit Kröpfung fand, habe ich mich entschlossen, die Achse neu aufzubauen, weil der Rest der VA sich nicht mehr finden lassen wollte. Wir sind ja Scratchers, oder? Ich nahm also die gekröpfte Achse als Muster und strickte mir eine neue. War auch nicht so wild.


Bild11: Neuer Vorderachskörper

Als nächsten Schritt habe ich die Rahmenverlängerungen vorn sauber ausgerichtet und verklebt.


Bild12: Rahmenvorbau verlängert

Die hinteren Verlängerungen und der Fischbauch sind auf dem nächsten Foto nur mal zur Verdeutlichung der Gesamtlänge angelegt.



Bild13: Gesamtrahmenlänge

So, das war es mal fürs Erste von meinem Unruheprojekt.
Ich hätte da auch schon eine Frage an Euch: Hat jemand rein zufällig die Steckleitern und Schiebeleitern aus dem modernen Atego-TLF oder –HLF von RV und wäre willig, sich von ihnen zu trennen? Hier würde mich der Kit des TLFs $150 kosten. Ihr ahnt, dass mir das für zwei Leitern zu teuer ist. Umbauen werde ich sie natürlich nach Haddis hervorragender und fachmännischer Anleitung.

Viele Grüße von weit weg,
Karsten

Haddi Offline




Beiträge: 310

23.01.2014 13:08
#2 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hey Karsten!

Das ist doch mal ein Highlight!
An einem 1:24-Modell hatte ich mich in einem Zwischenstopp bei den 1:87ern Anfang der 90er Jahre auch mal versucht. Hab sogar noch den Rohbau des Aufbaus hier liegen. Die Beschriftung (Türbeschriftung, Schriftzug "Feuerwehr Stuttgart") hatte ich mal mit Corel erstellt. Es gab mal einen mehrseitigen oder mehrteiligen Bericht in der Zeitschrift "Feuerwehr&Modell", da hatte ich die Zeichnungen und die Infos bzw. Bilder her.... Wenn Du noch irgendwelche Infos brauchst, gib Bescheid, dann lasse ich den Scanner warmlaufen (falls der an meinem Apfel funktioniert, das hab ich noch nicht ausprobiert....)

Bezüglich der Leitern kann ich leider nicht weiterhelfen, die letzten hatte ich Maik überlassen. Aber ich würde die Bausatzleitern nicht mehr umbauen, ich würde sie jetzt komplett selber fertigen. Du hast doch auch die Schablone für die Steckleiterteile, wenn ich mich recht erinnere?

Viele Grüße und viel Erfolg beim Bau wünscht Haddi

S.Oliver Offline




Beiträge: 4.903

23.01.2014 15:34
#3 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Mich würde mal interessieren, aus welchem Kit du die gekröpfte NG/SK Vorderachse hast? Ich kenne nur die geraden. Bei den 2-achsern führte das dazu, dass er vorne einige Millimeter zu hoch stand, bei den 3-achsern hats gepaßt.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

XXL Offline




Beiträge: 2.531

23.01.2014 18:52
#4 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten !

Na also, der Anfang ist gemacht wenn du noch Unterstützung
brauchst, kein Problem...!!!

Viele Grüße
Jochen

Mart Offline




Beiträge: 4.528

24.01.2014 16:34
#5 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten!

Gehst Du jetzt zur Serienproduktion von FW- Autos über und baust gleich drei Stück?
Ich ahne schon Schreckliches: Den MLF- Freightliner werden wir nie fertig sehen

Gruß,

Martin




bratstop.com

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

26.01.2014 18:16
#6 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Jungs,

also schön der Reihe nach:

@ Haddi:
Auf Deine Türbeschriftungen werde ich natürlich zurückkommen. Vielleicht schaffe ich es sogar, Dich zum Weiterbau zu motivieren...
Wenn Dein Obst, das normale Menschen doch eher essen , mit Deinem Scanner harmoniert, kannst Du gern mal den Scanner qualmen lassen. Zwei Archive haben meistens mehr Infos parat, als nur eines. Den Artikel in der "Feuerwehr&Modell" könnte ich vielleicht kennen, aber alle Exzemplare davon liegen - Du ahnst es schon - in D.

@ Oliver:
Oh, wenn ich nur wüsste, wo die her ist. Die lag in meinem Teilefundus, wo sich vorrangig Teile von diverse NG und Sk-Modellen wiederfinden. Wenn Du magst, mache ich Dir davon eine Skizze. Das Ding selbst zu stricken, war ein Abend Arbeit.

@ Jochen:
Schon mal heute vielen Dank, für das Alles, was Du mir bereits bis jetzt geholfen hast. Deine Teile schweben zur Stunde gerade Richtung Atlanta. Morgen habe ich sie...

@ Mart:
Wie meinst Du das mit der Serienproduktion? Wenn, dann natürlich alle sechs, nicht nur 3 LF.
Das mit dem MLF- Freightliner unterliegt halt einem gewissen Stimmungstief, zu dem ich mich ja schon an anderer Stelle ausgelassen habe. Aber der wird noch. Lass es mal wieder wärmer werden, damit der mal ein Bad in blauer Farbe bekommt. Aber jetzt stürze ich mich in reine Konstruktionsarbeiten, die mir wieder einen Wahnsinnsspaß bereiten und nicht so ekelig wie ein OOB-Bau eines AMT-Modells sind.

Viele Grüße,
Karsten

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

04.02.2014 01:37
#7 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Oliver

ich weiß jetzt endlich wo die VA her kommt.
Von einem 142er Scania. Da gibt es gerade in der Bucht eine Restekiste mit mehreren Hütten dieser Baureihe und auf einem Bild habe ich die VA erkennen können.
Wie die in meine Ersatzteilbox kommt, kann ich auch nicht sagen...

Gruß
Karsten

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

10.02.2014 01:34
#8 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Leute,

weiter geht’s!
Als nächsten Schritt habe ich den Rahmen jetzt komplett verlängert und verklebt. Zum Ausrichten nutzte ich mal wieder meine Granitplatte, auf der ich mittels Stahllineal und Parallelstücken den Rahmen ausrichtete und beschwerte. Er konnte so gut aushärten.


Bild14: Rahmenausrichten

Der Rahmenquerträger, der die Stoßdämpfer der HA aufnimmt, war das nächste Teil. Die geschwungene Kontur bekam ich durch Aufkleben von zwei dünnen Sheetstreifen hin, die sich gut der Außenkontur anpassen ließen. Die beiden Falze an der Unterseite bog kalt ich aus einem 1mm-Plastikstab und verklebte sie dann. Die Konturen schön rund geschliffen, zwei Scheiben aufgeklebt und schon war der Querträger einbaubereit.


Bild15: Geschwungener Querträger im Bau



Bild16: Geschwungener Querträger

Nun ging dran aus einer schrottreifen Actros –HA eine für einen NG. Prinzipiell sind sie mit einander verwandt, aber es zeigen sich im Detail doch einige Unterschiede. So ist z.B. der Deckel des Achsgehäuses anders geformt und ein Stern ist auch drauf. Gravierender ist jedoch, dass die alte NG-HA Trommeln anstatt Scheiben als Bremsen hat. Also die Bremssättel runter gefeilt und da ja die Bremse aus dem Schrott stammt, einen 3mm Schweißdrahtstab eingesetzt. Auf die Achsstummel kamen dann noch 2 Hülsen mit 4mm Außendurchmesser, damit die Felgen wieder drauf passen. Das Gehäuse sauber verschliffen und – Ihr kennt das ja – mit Muttern und Unterlegscheiben aus dem KAWIT-Programm garniert und schon war aus Stück Schrott wieder eine HA geworden.



Bild17: Hinterachse

An den ausgehärteten Rahmen kamen 2 Abgüsse von Blattfedern dran, für die ich mal in Helmuts Auftrag Formen erstellt hatte. Sind zwar vom Magirus, aber das merkt eh keiner. Alternative wären die Federn aus dem TLF-Kit gewesen, aber da wollte ich ja bewußt die Teile es Chassis zusammenhalten, damit ich es mal anderweitig verwenden kann.



Bild18: Rahmen mit HA-Federn

Die Federn wurden noch mit neuen Brieden aus Kupferdraht versehen und zum Ausrichten der HA baute ich mir eine kleine Montagevorrichtung, damit die Achse auch rechtwinklig und vor allen Dingen mittig zum Rahmen verklebt werden konnte. In die Federn wurde mittig noch ein kleines Loch gebohrt und ein Stift eingesetzt und dieser mit dem Achskörper ausgerichtet und abgebohrt, so dass die Teile fluchteten und eine stärkere Verklebung gewährleistet wurde.


Bild19: Vorrichtung für HA



Bild20: HA in Vorrichtung



Bild21: HA in Vorrichtung

Nach erfolgter Montage der HA habe ich sie noch etwas nachdetailiert und das Bremsgestänge aus der Restekiste angebaut. Passte auch nicht auf Anhieb, weil halt der falsche Achskörper… Als Anhalt nahm ich die genialen Bauberichte von Hermann „Woefdram“ aus dem WMF. Was der Junge in Sachen NG/SK zaubert, verdient meine allerhöchste Hochachtung! Vorbildlich, da kann ich noch viel lernen.


Bild22: HA nachdetailiert

Gerade rechtzeitig zu diesem Baufortschritt traf Jochens Carepaket per fliegendem Boten ein und ich konnte mich an die Oberkante des HA-Gehäuses mit den Bremszylindern machen. Vielen Dank, Jochen!


Bild23: HA mit Bremse

Soviel mal für heute. Demnächst kommt dann die VA an die Reihe…
So und nun noch eine kleine Expertendiskussion: Als ich vorhin auf die Rahmenzeichnung eines SK 1222 AF, die mir Jochen für die Anbauteile mitgegeben hat, schaute, fiel mir mit Schrecken auf, dass der eine Rahmenbreite von 900mm hat. Ein normaler 1632 aber nur 700mm. Nun mein Grübeln: hat die FW-Variante auch den breiteren Rahmen erhalten? Würde wg. Tank und stabilerer Fahrt ja Sinn haben, ABER ginge das überhaupt schon von der Reifenbreite her? Schließlich fahren 12 und 16 Tonner ja auf unterschiedlicher Bereifung rum. Mein Gedanke bei der Sache ist, dass der 1632 sein normales Chassis mit 700mm behalten hat. Meine Fotos, die ich habe, lassen nämlich den Rahmen nicht erkennen und auch die Zeichnung schweigt sich zu diesem Detail aus.
Was meint Ihr?

Viele Grüße,
Karsten

Mart Offline




Beiträge: 4.528

10.02.2014 06:29
#9 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hi Karsten!

Ich bin zwar kein Experte, aber rein rechnerisch ließe ein 90 cm breiter Rahmen auf der HA keine Zwillingsbereifung zu. Oder die Reifen müßten extrem schmal sein. Dann aber würden sie das Gewicht sicherlich nicht lange aushalten und platzen.
245 cm (Breite über Reifen) - 90 cm Rahmenbreite = 155 cm.
Ergo bleiben für die Zwillingsreifen + Platz zum Rahmen hin nur noch 77,5 cm pro Seite übrig!
Mein Scania hat auch einen 70 cm breiten Rahmen. Wenn ich mir das jetzt auf jeder Seite 10 cm breiter vorstelle....

Gruß,

Martin




bratstop.com

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

11.02.2014 03:34
#10 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hey Mart,

genau, das ist es was mir durch den Kopf geht. Nehme ich jetzt mal den IT-Reifen 12.00 R20, dann hat der laut Tab., die Achim vor langer Zeit hier mal verlinkt hatte Conti Reifentabellen eine Breite von 322 -338mm.
Das mal 4 plus noch eine Distanz zwischen den Reifen und dann wird es schon eng.
Dabei haben wir dann aber ausser Acht gelassen, dass die Federn sich ja neben dem Rahmen befinden. (so auch in der Zeichnung vom 1222 AF)

Somit mein Schluss: ich bleibe beim auf 4500 mm verlängerten Rahmen des 1632 mit 700mm Breite.

Gruß
Karsten

XXL Offline




Beiträge: 2.531

11.02.2014 17:20
#11 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten !

Das mit der Rahmenbreite stimmt so, die kleineren NG-Typen mit Hypoidachse hatten eine Rahmenbreite von
900 mm und einer 11 oder 12 R 22,5 Bereifung, der 1632 mit AP-Achse hatte 759 mm und 13 R 22,5er Bereifung

Viele Grüße
Jochen

Mart Offline




Beiträge: 4.528

11.02.2014 21:14
#12 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hi Karsten!

Laß den Rahmen doch, wie er ist. Unter dem Aufbau sieht das doch kein Mensch mehr.

Gruß,

Martin




bratstop.com

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

28.02.2014 05:03
#13 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Leute,
da es bei uns hier immer noch viel zu kalt ist, habe ich etwas am LF weiter machen können. Wie neulich schon angekündigt, habe ich mich der Vorderachse gewidmet. Die Radträger (an sich die Bremstrommeln) habe ich aus gestanzten 1mm Scheiben hergestellt, an die ich Aufnahmeklötze angeklebt habe. Nach dem Trocknen alles noch abgerundet und dann Achskörper und Radträger miteinander verbohrt.


Bild24: VA im Rohbau

Da mir bei der Montage der Achsstummel die nur 1mm dicken Scheiben als Tagelemente für die Stummel als zu schwach erschien, habe ich kurzerhand eine 2. Scheibe im Zentrum aufgebohrt, über den Achsstummel geschoben und mit der 1.Scheibe verklebt. Das das noch Folgen in Bezug auf die Spurweite haben würde, war mir aber schon klar. Hinterher ging mir auf, dass ich einfach meine Abgüsse von Radnaben hätte verwenden sollen. Das wäre schneller gegangen und obendrein auch noch originaler gewesen. Was soll’s, werde ich beim nächsten Mal beherzigen…
Weiter ging es mit den Spurstangenhaltern und den Aufnahmen der Achse an den Blattfedern. Das kopierte ich alles von der Vorlagen—VA. Dann alles sauber ausgerichtet und eine Spurstange angepasst und mit Stecknadeln verstiftet. Schon war die VA fertig!



Bild25: VA ausgerichtet zum Einbau Spurstange

Auf dem nächsten Foto habe ich die Achse mal neben eine Fertige aus einem Schlachtmodell gelegt. Die Neuanfertigung des VA-Stabilisators ist auch schon erkennbar.



Bild26: VA im Vergleich

Nun war es an der Zeit, die VA-Felgen auf der Innenseite am Aufnahmeschaft um einen mm zu kürzen, da mir sonst die Spur zu groß geworden wäre.



Bild27: Nachgearbeitete VA-Felgen

Den Stabi habe ich, wie schon gezeigt, auch neu aufgebaut. Er wäre sogar beweglich, wenn ich ihn bei der Montage nicht gezielt festkleben würde.



Bild28: VA-Stabilisator im Rohbau

Jetzt noch ein Vergleich mit dem Vorlageteil.
Am oberen Bildrand habe auch aus den Abfallteilen von 2 Actros-VA eine Neue aufgebaut und werde sie dem Ersatzteillager überantworten.


Bild29: VA-Stabilisator im Vergleich

Zum Abschluss für heute mal ein probehalber Zusammenbau des Chassis mit Rädern und VA, um die Höhe des Rahmen an beiden Achsen messen zu können. An den VA-Blattfedern musste ich knapp 1,5 mm nacharbeiten, damit der Rahmen in Wasser kam.



Bild30: Provisorische Rad- und Achsmontage



Bild31: Provisorische VA-Montage

Das war’s für heute. Ich denke, dass bei nächsten Mal die Achsen dann alle verklebt sind und die weitere Ausstattung des Rahmens mit Stoßdämpfern und Stabis weitergehen wird.

Viele Grüße,
Karsten

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

14.04.2014 05:46
#14 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus,
nicht das Ihr denkt, diese Baustelle droht einzuschlafen.
Nachdem ich den Rahmen provisorisch mit den Achsen versehen hatte und die Anpassungen an den vorderen Federn vorgenommen waren, habe ich mir analog zur HA-Vorrichtung auch noch eine zum mittigen und winkligen Platzieren der VA gebaut. Schließlich will ich nicht nach Augenmaß, sondern maßlich korrekt bauen. Um auch den Radstand rechts wie links konstant zu halten, habe ich gleich noch eine Schablone aus Karton erstellt, in der ich die Achsabstände gebohrt habe.


Bild33: VA-Montagevorrichtung

So, nun alle drei Vorrichtungen im Einsatz:


Bild34: VA-Montagevorrichtung und Abstandsmaß



Bild35: Ausrichten beider Achsen

Während die Achsen zum Aushärten wegstellt worden waren, widmete ich mich schon mal der beiden Gelenkwellen. Dachte ich nehme zwei aus NG/SK-Bausätzen ( eine aus der Restekiste) und verkürze sich einfach. Nee, so einfach ist das nicht, denn Italeri hat riesig geschlampt! Bei der Formenerstellung haben die die Seitenansicht der Welle genommen und die Form gefräst. Somit wirkt die Welle schräg, da die Stege auf ihr schräg angeordnet sind. Ist natürlich Unfug, denn eine Gelenkwelle hat immer gerade. Die Stege kommen aus dem Produktionsprozess (z.B. Schweissen) und laufen immer rund um die Welle. Also die Gelenkköpfe abgetrennt und die Wellen mit Stegen aus passenden Rohren neu aufgebaut und dabei gleich Maß genommen.


Bild36: Gelenkwellen

In diesem Zusammenhang brauchte ich auch ein Gelenkwellenzwischenlager. Nachdem ich es gebaut hatte, habe ich auch eine brauchbare Skizze davon in die Finger bekommen. Die lag mir aber noch nicht beim Bau vor. Somit ist das Zwischenlager nicht 100%, aber ich lasse es jetzt so.


Bild37: Gelenkwellenzwischenlager

Nachdem Aushärten der Achsen ging es mit der Detailierung der HA weiter. Hier kamen Stoßdämpfer mit Aufnahmen scratch hinzu, während ich den Stabi aus dem Schlachtkit das Rahmens beisteuern konnte. Um diese Teile anbauen zu können, musste ich die Schraubenköpfe der HA wieder runterreissen und noch Aufnahmelager für die Stoßdämpfer anbauen. Dann kamen die Die Schraubenköpfe ( am Ende der Brieden, also genau genommen, Muttern) wieder drauf.


Bild38: HA mit Stabi und Stoßdämpfer

Die gleiche Übung dann bei der VA, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Stabi neu, Stoßdämpfer Übernahmeteile.



Bild39: VA montiert

Als Nächstes habe ich mir die Rahmenanbauteile vorgenommen. Den Tank hat mir Jochen von einer DL geschickt (vielen Dank in die Pfalz !), denn der originale Rundtank vom 1632 würde nicht zwischen Rahmen und Aufbau passen. Da sind nämlich noch Staufächer platziert. Da war etwas Spachtelei und Schleiferei notwendig (auch wenn man es hinterher nicht mehr sieht, aber ich weiß, dass er sauber gebaut ist…)
Dann stellte ich mir die Frage, wo denn der Batteriekasten und die Luftkessel montiert worden waren. Auf einigen Fotos vom Original sieht man hinter der Einstiegsstufe eine Aussparung, die auf eine Schublade auf der rechten Fahrzeugseite schließen läßt. Ob da etwas ausnahmsweise mal die Batteriekästen angebracht waren??? Erschwerend kommt hinzu, dass auf der Original-Daimlerzeichnung die Batterien zur Überführung auf dem Rahmen montiert waren!!! Ich habe das mal versuchshalber mit Tesafilm simuliert und mit Haddi und Martin Wessel diskutiert. Ergebnis: zu viel gegrübelt. Die Batterien waren links am Rahmen angebaut. Jetzt muss ich nur noch einen Platz für die Batterien finden, da ja links schon die Luftkessel angebracht sind. Da werde ich noch etwas rechnen und skizzieren müssen, bis ich die richtige Position der Anbauteile gefunden habe…


Bild40: provisorische Lage Anbauteile



Bild41: provisorische Lage Anbauteile


So viel mal für heute.
Als Nächstes werde ich mir mal das Antriebsaggregat dieser nach Expertenmeinung „Kunststoffvergewaltigung“ vornehmen.

Gruß
Karsten

S.Oliver Offline




Beiträge: 4.903

16.04.2014 13:51
#15 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Wirst du dann den Aufbau auch abnehmbar gestalten, so das man auch mal auf´s Chassiss blicken kann? Ansonsten wäre die ganze Arbeit ja für die Katz´.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

17.04.2014 00:21
#16 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Oliver

Nee der wird wie jeder normale Pritschwagen seinen festen Aufbau bekommen. Man kann ihn ja noch umdrehen...
Ich werde mich noch auf den Motor konzentrieren. Das Fahrerhaus werde ich wieder kippbar gestalten. Da muss ich noch etwas an der Aufhängung tüfteln, da das ja eine Adaption von Rv - Hütte auf It - Chassisvorbau wird. Der Motor ist mir ein besonderes Anliegen, weil ich hier endlich einen 1632 baue, der mal nicht nach Meersdonk aussieht und im Gegensatz zu Modellen anderer Zeitgenossen dann auch eine Replika eines OM403 unter der Hütte hat. Es soll ja sogar mehrere Rundhauber ganz ohne Motor geben.

Hier gleich die Frage an Alle :
Wie ich inzwischen heraus gefunden habe, wurde der OM403 in Stuttgart mit Automatik gefahren - recht komfortabel für die späten 70er/frühen 80er. Das müsste doch bedeuten, dass er mit einer WSK ausgerüstet war? Würde von der Form her dann die vom OM423 her passen? Und wie sieht das Getriebe aus oder wie hieß es?

Gruß
Karsten

XXL Offline




Beiträge: 2.531

17.04.2014 12:59
#17 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten !

Die WSK hat nix mit dem Automatikgetriebe zu tun, sondern ist, wie der Name schon sagt
eine Wandlerschaltkupplung, also zwischen Motor und Getriebe !
Ich habe mal in meinen Unterlagen geschaut und zu LKW-Automatikgetrieben folgenden
Allison Automatikgetriebe-Typ gefunden, die z.B. im MB 1619 / 2219 eingebaut wurden:

http://www.atstransmission.com/Transmiss...0-SERIES/MT-653

Daimler hat meines Wissens bisher keine eigenen Automatikgetriebe für schwere
LKW´s gebaut, die kamen meistens von Allison, der Econic hat auch eines.

Von Oliver habe ich folgenden Link bekommen:

http://bwicke9.wix.com/class-a-resin#!pr...ic-transmission

Ist zwar nicht der gleiche Typ, aber vielleicht kannst du es verwenden

Zum Batteriekasten, ich meine mich zu erinnern, dass die Batterien ab Werk auf einem Halter
auf dem Fahrgestell montiert waren und vom Aufbauhersteller in den Aufbau montiert wurden.
Ich schätze mal, dass die in einem Fach des Aufbaus sitzen und nicht im Original - Batteriekasten.
Leider habe ich trotz umfangreicher Feuerwehr - Prospektsammlung keine Infos dazu gefunden, vielleicht
hat Haddi dazu eine Idee...

Viele Grüße
Jochen

Saurier Offline




Beiträge: 1.715

17.04.2014 18:03
#18 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten

Der wird gut dein Mercedes, das gibt aber noch mächtig was zu tun biss er nach Vorbild aussieht.

Das mit den Batterien war bei meinem Scania auch so, diese Haben einen Platz im Aufbau gefunden, den die sind noch nicht Wartungsfrei und irgend wie
müssten sie auch getauscht werden können ohne den Aufbau zu demontieren.
Einen Alison Automat hat auch der Scania bekommen, war mal modern für Rettung Wagen bei uns.


Viel Spass

Gruss

Thomas

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

18.04.2014 19:02
#19 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Jochen und Thomas,

das mit den Batterien hatte ich mir nach dem letzten Mailverkehr mit Martin Wessels auch schon so wie von Euch beschrieben zusammengereimt.
Ich werde nicht den originalen Batteriekasten verwenden (denn der ist ja nicht mit ausgeliefert worden - Batterien siehe Zeichnung ja auf Rahmen zur Überführung befestigt), sondern eine Schublade unter die Aufbautüre bauen (auf den Fotos ist ja auch eine rechteckige Kontur erkennbar, die man als Schublade interpretieren kann)

Nun mal zum Getriebe.

Jochen, vielen Dank für Deine Hinweise. Der Hinweis mit Allison ließ mich nicht ruhen und ich habe nochmals in dem Artikel von Haddi gewühlt, denn irgendwo hatte ja die Info mit der Automatik her. Hoffte, dass da etwas zum Getriebetypen stehen würde. Und Treffer

Zitat blaulicht fahrzeug magazin 10 / 88, Seite 9:
"Da man sich im dichten Stadtverkehr sowie zur Entlastung des Maschinisten Vorteile versprach, rüstete man die Fahrzeuge mit einer ZFTransmatic (Halbautomatik) in Verbindung mit einem 6-Gang-Getriebe mit eingebautem Retarder (verschleißlose Dauerbremse) aus."

Nun mal etwas rumgegooglet und eine Spur führt jetzt wieder zur WSK, die ja den notwendigen Drehmomentwandler fürs Getriebe enthält.

Bei ZF findet man unter den aktuellen Produkten folgende Argumente: Zitat von ZF HP unter Produktgruppe TC-Tronic:
Kombination Wandlerschaltkupplung mit AS Tronic
Aufbau Wandlerschaltkupplung (WSK 440):
-Verschleißfreier Drehmomentwandler mit Überbrückungskupplung
-Schaltkupplung
-Integrierter Primärretarder für perfekte Verzögerung
Ruckfreies und verschleißfreies Anfahren
Feinfühliges Rangieren
Schonung des Antriebsstrangs
Vorteile der AS Tronic:
-Vollautomatische Schaltungen
-Manuelle Gangwahl möglich

Beim Googlen nach Fotos für eine ZF-Transmatic sind fast immer die WSK400 zu sehen ZF-Transmatic Fotos

Ich schliesse für mich daraus, dass ich doch die WSK brauche und eine Kombination (von der ich bis eben noch gar nichts wusste) aus meinen Teilen des OM403 (Saugermotor) mit der des OM423 ( WSK mit abgewandeltem Getriebe)zusammenbauen werde.

Hat jemand von Euch eine bessere Idee?

Viele österliche Grüße,
Karsten

KAWIT Offline




Beiträge: 2.396

12.05.2014 04:28
#20 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Freunde des gepflegten Modellbaus,

ich hatte neulich ganz vergessen, den vorderen Stabi noch mit darzustellen, der verbaut ist. Hole ich hiermit nach.


Bild42: Stabilisator vorn

So kommen wir nun zum Antriebsaggregat, das ich nun mal endlich aus der Versenkung raushole. Schließlich liegen die ersten Gußteile ja schon seit ca. 2 Jahren bereit. Ich habe bis jetzt erst einmal einen Standard-Saugermotor OM403 mit 320PS im Rohbau zusammen gebaut.


Bild43: OM403 mit falschem Getriebe

Die Diskussion, die ich neulich mit der Frage nach dem Automatikgetriebe und der WSK losgetreten habe, hat mich dazu veranlasst, nochmals alle mir bis jetzt zur Verfügung stehenden Quellen genau zu untersuchen. Ergebnis: Die sechs Fahrzeuge waren mit Wandlerschaltkupplung und ZF -Transmatic 6-Ganggetriebe mit Integriertem Retarder ausgestattet. So, das ist jetzt mal eine Aussage. Ist schon interessant, dass auch Laien auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik auf ihrer eigenen Homepage sich mit dieser Problematik auseinander setzen, ohne aber hilfreich zu sein.
Konsequenz aus der Angelegenheit: Ich recherchiere noch um welches ZF-Getriebe es sich handelt und baue dann einen Motor neu auf. Denn das Getriebe jetzt abzusägen, dürfte nur unter Beschädigung desselben abgehen. Ist auch nicht weiter schlimm, denn ich habe dann ein Aggregat griffbereit, wenn ich mal einen „normalen“ Laster bauen werde. Habe da auch schon eine Idee…
Trotz allem verwende ich den jetzigen Motor schon mal für Einbauversuche. Also Motor schon mal in den Rahmen eingesetzt. Sieht auf den ersten Blick nicht schlecht aus.


Bild44: provisorischer Motoreneinbau

Aber auf dem zweiten Blick musste ich feststellen, dass die Ölwanne auf dem vorderen Stabi aufsitzt. Auch sitzt der Motor vorne nicht auf den Lagern auf und dass, obwohl der 10-Zyl. aus dem 8-Zyl.-Aggregat von Italeri abgeleitet ist und der Rahmen auch von Italeri ist. Also werde ich mir nochmals Fotos vom Stabi ansehen, und dann ggf. Korrekturen an der Winkelstellung des Stabis vornehmen. Überstürzen werde ich da aber nichts, denn wichtig ist, dass der Motor unter das FH passt. Da muss ja erstmal eine neue FH-Lagerung her…


Bild45: Kollision Ölwanne mit Stabi

Zurück zur Motor- und Getriebefrage:
Auf dem nächsten Bild habe ich mal die Rohbauten vom 403er und 423er mit ihren standardmäßigen Getrieben nebeneinander gestellt. Das der 423er einen anderen Hub und Bohrung hat, interessiert bei der Betrachtung des Äußeren ja niemanden. Im Hintergrund ist der 423er mit WSK und einer 16-Gangbox zu sehen. Also werde ich den Rumpfmotor (wie im Vordergrund mit dem großen Luftkanal) neu aufbauen und die WSK dransetzen. Wenn schlussendlich klar ist, wie das Getriebe aussieht, werde ich das dann noch anfertigen.


Bild46: Motoren im Vergleich

Jetzt noch etwas Recherche; beim Googlen nach Transmatic mit WSK bin ich u.A. auf folgende Varianten gestoßen:
http://static.mascus.com/image/product/l...sk,45b6200e.jpg

http://ucmholland.com/bestanden/onderdelen/799_IMG_3975.jpg

http://i.ebayimg.com/00/s/NjgzWDEwMjQ=/z...JTE3hs/$_72.JPG

Schauen wir mal, was als Getriebe herauskommt…
Bis dahin schon mal der Ausblick, was an Teilen für einen neuen Motor notwendig wird. Es fehlt noch der Luftfilter. Da muss ich noch welche gießen gehen.


Bild47: Teile für neuen Motor mit WSK und Getriebe

Soviel mal von der Recherchefront.
Viele Grüße,
Karsten

Mart Offline




Beiträge: 4.528

12.05.2014 05:51
#21 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten!

Bitte jetzt nicht prügeln, aber hängt der Stabi nicht vorne etwas hoch? Er steht ja waagerecht zur Achse (von der Seite aus gesehen). Ich meine aber, er müßte etwas schräg nach unten stehen. Bei dem 1635, den ich gefahren habe, war dem jedenfalls so. Ist mir deshalb so gut in Erinnerung, weil der Stabi in ausgefahrenen Baustellenstraßen gerne schon mal aufsetzte. Dann hätte sich das Problem der Kollision mit der Ölwanne erledigt. Oder gabs eventuell eine flachere Ölwanne für diverse Modelle? Letzteres glaube ich aber eher nicht.

Gruß,

Martin




bratstop.com

S.Oliver Offline




Beiträge: 4.903

12.05.2014 12:22
#22 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Zitat
Bitte jetzt nicht prügeln, aber hängt der Stabi nicht vorne etwas hoch? Er steht ja waagerecht zur Achse (von der Seite aus gesehen). Ich meine aber, er müßte etwas schräg nach unten stehen.



Ich hab gerade mal bei meinen beiden gebauten SK´s geschaut. Und da geb ich Martin recht. Der Stabi sitzt leicht schräg, trotzdem sitzt die Ölwanne um Haaresbreite auf.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

XXL Offline




Beiträge: 2.531

12.05.2014 15:42
#23 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten !

Hier etwas hilfreiches, ein Prospektfoto vom NG, der Stabi ist in der Mitte etwas nach unten gebogen



Viele Grüße
Jochen

Peter Offline




Beiträge: 271

12.05.2014 16:10
#24 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Hallo Karsten. Nach dem Bild von Jochen, brauchst Du nur den Stabi umzudrehen und passt. Super Modell!
Gruess Peter

Mart Offline




Beiträge: 4.528

13.05.2014 18:57
#25 RE: Mercedes-Benz NG1632/4x2/45 – LF24 Stuttgart Antworten

Nee, so meinte ich das nicht.
Vielleicht hilft ja die pummelige Skizze hier:



Das Rote soll mal die Achse von der Seite sein, das Grüne der Stabi mit Halter.
Der Stabi an meinem 1635 war nicht gekröpft, sondern stand schräg nach vorne unten. Daher auch die geringe Bodenfreiheit. Ich vermute mal, daß es da im Laufe der Jahre oder je nach Modell verschiedene Stabis gab.
Auf Jochens Prospektbild geht der Stabi von den vorderen Haltern aus auch nach hinten zur Achse hin. Bei meinem NG war er aber nach vorne laufend, wie in der Skizze und wie Karsten es gebaut hat. Nur halt nicht waagerecht.
Karsten müßte nur die Halter des Stabis um 2 - 3 mm verlängern, dann paßt die Sache.

Gruß,

Martin




bratstop.com

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