Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

.

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 636 mal aufgerufen
Zum Seitenanfang Schritt hoch Schritt runter Zum Seitenende
 Oldtimer Lkw`s
Plastheniker Offline




Beiträge: 68

15.04.2019 20:18
Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Liebe Modellbau-Kollegen,

der L 6600 als erste Mercedes-Nachkriegskonstruktion im Lkw-Bereich kann rückblickend wohl als entscheidende Weichenstellung für den Aufstieg von Mercedes zum weltweit größten Lkw-Hersteller gesehen werden, da er aufgrund seiner Qualitäten über den Inlandsmarkt hinaus wichtige Exportmärkte erschloß - was den anderen deutschen Herstellern bekanntermaßen nur sehr begrenzt gelang.


Trotz seiner fast schon historischen Bedeutung fällt auf, daß zumindest in den bekannten Foren der 6600 bislang von noch keinem Modellbauer in Angriff genommen wurde.
Ein zentraler Grund hierfür ist wohl auch die schwierige modellbauerische Gestaltung des Kühlergrills. Alle Bausätze und Fertigmodelle von Mercedes-Pkw oder -Lkw mit dem klassischen Vorkriegs-/Nachkriegs-Kühlergrill haben selbst in großen Maßstäben anstelle eines Gitters lediglich eine geschlossene Plastikplatte mit erhabenen Linien. Die durch einzelne breitere Horizontal- und Vertikalstreben entstehende, zusätzliche Überkaro-artige Struktur des Originals wird am Modell ebenfalls nur durch dickere Linien nachempfunden. Was immer man mit solchen "Grills" versucht, sie bleiben völlig unrealistisch und entwerten jedes Modell.

Unlängst habe ich für einen 540 K in 1/24 eine realistische Lösung mit einer ultrafeinen, maßstäblich passenden Universal-Gitterätzplatte eines englichen Herstellers gefunden, die ich nach Aufgravieren des "Überkaros" mit erfreulichem Ergebnis in die Kühlerverkleidung eingesetzt habe:




Obwohl ich ursprünglich eigentlich ein ganz anderes Lkw-Projekt in fester Planung hatte, kam mir nunmehr die Idee zum Bau eines 6600.
Nach einigem Rechnen und Versuchen mit der nächst gröberen Gitterätzplatte des gleichen Herstellers bin ich dann auch bei der Zugmaschine entsprechend vorgegangen.
Sie ist bis auf wenige Kleinteile wie z. B. Lenkrad, Anhängerdreieck Scheinwerfer und Mercedes-Stern, also fast vollständig, scratch gebaut; dies gilt auch für die obligaten 20"(=Sprengring)- Felgen und -Reifen.
Der Bau des Fahrerhauses war insgesamt anspruchsvoller als anfangs gedacht (deutlich schwieriger als bei den früher gezeigten L 10000 und Büssing, etwa gleicher Schwierigkeitsgrad wie beim Tausendfüßler). Die allseitig und ungleichmäßig gewölbten Fahrerhausseiten, die gebogenen Fensterausschnitte, die Kotflügel und insbesondere die Form des Daches erforderten wiederholtes Nacharbeiten bis alles stimmig aussah.

Der Auflieger war weniger aufwendig, zumal ich aus dem Hanomag-Bausatz Kotflügel und Fahrwerksteile umarbeiten und endlich auch einmal dessen schöne 22"-Reifen verwenden konnte. Ein relativ teurer Spaß waren zwei Topas-Bausätze, denen entnommen wurden die vordere Tankrundung (etwas schmaler gemacht) und zwei gekürzte Tankoberteile, die jeweils nach Abtrennen der Seite mit dem asymmetrisch sitzenden Tankluken-Steg und dann Drehen des einen um 180° zu einem neuen, detaillosen Tankoberteil passender Breite zusammengefügt wurden.

Der Zeitaufwand für den Bau des gesamten Sattelzugs betrug letztlich etwa 1100 Stunden.


















Gruß aus Pinneberg

Jürgen

Reserverad Offline




Beiträge: 814

16.04.2019 08:50
#2 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Servus Jürgen

Dafür gibt es keine Worte. Ein Traum in blau/weiß.
Dieser Tankauflieger interessiert mich schon seit langem. Habe auf Umwegen ein Metallmodell 1:50 mit MAN F8 Zugfahrzeug erstanden.
Kann mich gar nicht satt sehen. Das Armaturenbrett vom 6600er ist der Wahnsinn. Wunderschöner Oldie!

Sternengrüsse

da Hatti

chevy markus Offline




Beiträge: 80

16.04.2019 11:44
#3 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hi Jürgen,
auch lange nichts von dir gehört und gesehen......und dann gleich wieder so ein "Hammer"....unglaublich......
Ich verneige mich wieder einmal vor deiner Modellbaukunst und freue mich darauf demnächst evtl. wieder etwas mehr von deinen wunderschönen Modellen zu bewundern!

Gruß
Markus

P.S.: stehst du evtl. auch dem "Wettringer" etwas distanzierter gegenüber?....

XXL Offline




Beiträge: 2.348

16.04.2019 16:14
#4 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo Jürgen!
Das warten hat sich gelohnt, du machst mal wieder sprachlos mit deinem nächsten Modell

Vom TOPAS Auflieger hätte ich noch einen übrig gehabt, den hättest du günstig haben können... vielleicht
beim nächsten mal...!

Faszinierte Grüße

Jochen

Mart Offline




Beiträge: 4.118

16.04.2019 21:25
#5 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo Jürgen!

Sprachlos! Der Wahnsinn!
Die ganzen Details lassen die Blicke schweifen und immer entdeckt man was Neues. Die Einleitungsbremse oder die Armaturenbrettdetails, der Kühler, die Fahrtrichtungswinker usw. Einfach alles grandios! Die heutige Fahrergeneration würde den "kleinen" (damals "großen") Benz vermutlich gar nicht mehr von der Stelle bewegen können
1100 Stunden? Ist das nicht etwas zu tief gegriffen? Das Fahrerhaus mit seinen Konturen ist überwältigend! Der Konstrukteur des englischen Spitfire- Jagdflugzeuges sagte mal: "Gute Technik ist immer auch schön.", als er auf die vielen Rundungen des Flugzeuges angesprochen wurde. Recht hatte er!

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Modell!

Gruß,

Martin




Nachschub rollt!

Saurier Offline




Beiträge: 1.573

17.04.2019 11:00
#6 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo Jürgen

Da bin ich Sprachlos bei dem Modell, absolut Perfekt und all diese Rundungen wie macht man das ohne Maschinen so schön gleichmässig?

Aber auch der Kühler grill ganz schön Original.

Da bin ich ja richtig am Zittern bis der Ford fertig sein wird, bei dir übertrifft ein Modell das Andere.


Gruss

Thomas

S.Oliver Offline




Beiträge: 4.649

17.04.2019 15:31
#7 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Ein absolut prachtvolles Modell hast du mit diesem Tanksattelzug auf die Räder gestellt.
Die Proportionen super getroffen und das abolut saubere Finish ist ein Augenschmaus.

Mir fällt auf, daß zunehmend Tankfahrzeuge bei Oldies beliebt werden. Neben den vielen Pritsche/Plane Versionen eine gelungene Abwechslung.

Zitat von Plastheniker im Beitrag #1
Trotz seiner fast schon historischen Bedeutung fällt auf, daß zumindest in den bekannten Foren der 6600 bislang von noch keinem Modellbauer in Angriff genommen wurde.

In Foren hab ich diesen Typ noch nicht entdeckt.
Aber der Modellbauer Klaus Krohn hat sich diesen Typ schon mal angenommen.
Auf der Ausstellung in Jabbeke 2011 war er zu sehen
https://image.jimcdn.com/app/cms/image/t...65367/image.jpg

Aber du hast ja da noch ein Projekt, bei dem du als erster über die Ziellinie gehen dürftest... (Zxxxxp)

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

Jurij Offline




Beiträge: 52

18.04.2019 18:09
#8 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Wow, wirklich unglaublich was du hier auf die Räder gestellt hast. So viel Liebe zum Detail, echt toll (da sind mehr Details dran als bei vielen Italeri Bausätzen :D
Das Amaturenbrett fasziniert mich am meisten.

Grüße
Jurij

Mart Offline




Beiträge: 4.118

19.04.2019 03:08
#9 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo!

Was ich nicht ganz verstehe, ist das Anhängerdreieck auf dem Dach. Wurde das nicht ausschließlich beim Fahren mit zwei Anhängern verwendet? Oder mußte das generell hochgeklappt werden, wenn am Motorwagen / ZGM überhaupt ein Anhänger / Auflieger dran war? Weiß das jemand

Mich fasziniert auch immer wieder an diesen alten LKWs, wie die damals ohne vernünftige Rückspiegel fahren konnten! Das kleine "Schmikspiegelchen" auf der Fahrerseite ist so klein und der Spiegelarm so kurz, daß man es auch gleich hätte weglassen können.

Gruß,

Martin




Nachschub rollt!

Reserverad Offline




Beiträge: 814

19.04.2019 06:38
#10 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Servus Martin
Soviel ich weis, waren das (gelb mit schwarzer Umrandung) Anhängerdreieck bis ~1960 auf dem Dach, wenn ein oder mehrere Anhänger gezogen wurden, gesetzlich vorgeschrieben. Um den Entgegenkommenden zu warnen, dass ein längeres Fahrzeug kommt.

da Hatti

S.Oliver Offline




Beiträge: 4.649

19.04.2019 11:40
#11 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Der Auflieger hat ja noch eine Zugöse. Da könnte man ja noch was dran hängen.

Gruß
Oliver



Ich hab meine Symptome mal gegoogelt:
entweder hab ich die Pest, Borkenkäfer oder Zylinderkopfdichtung

Plastheniker Offline




Beiträge: 68

19.04.2019 20:17
#12 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Liebe Modellbau-Kollegen,

ich freue mich über die positiven Rückmeldungen.


Oliver, dein Link hat mich natürlich sehr interessiert.
Soweit sich anhand nur des einen nicht sehr großen Bildes etwas sagen läßt, hat der Erbauer des Modells die Proportionen hervorragend getroffen, das Fahrerhaus sieht absolut stimmig aus. Einige künstlerische Freiheiten fallen kaum ins Gewicht.
Es ist bei dem hohen Niveau des Fahrerhauses jedoch, sofern das Bild nicht täuscht, unverständlich, daß auf anachronistische Italeri/Revell 22,5"-Felgen zurückgegriffen wurde, die nicht nur zu groß und anders gestaltet sind, sondern hier zudem noch mit den riesigen Büssing/Krupp/Hanomag-Reifen kombiniert wurden, deren Vorbildgröße von Mercedes überhaupt nie, also auch nicht beim 6600, verwendet wurde. Die gewaltige Größendifferenz läßt sich auf meinen Bildern gut erkennen: Zugmaschine maßstäblich 11.00-20, Auflieger ebendiese Revell-Reifen 12.00-22.

Welche Funktion das auf vielen zeitgenössischen Bildern zu sehende Zugmaul an Tankaufliegern hat, kann ich nur vermuten. Ich würde ausschließen, daß dort jemals noch irgendetwas angehängt wurde, da nie eine Steckdose zu sehen ist. Ich glaube eher an eine Aufnahmemöglichkeit für eine Schleppstange.



Zitat von Mart im Beitrag #9
Hallo!

Was ich nicht ganz verstehe, ist das Anhängerdreieck auf dem Dach. Wurde das nicht ausschließlich beim Fahren mit zwei Anhängern verwendet? Oder mußte das generell hochgeklappt werden, wenn am Motorwagen / ZGM überhaupt ein Anhänger / Auflieger dran war? Weiß das jemand

Mich fasziniert auch immer wieder an diesen alten LKWs, wie die damals ohne vernünftige Rückspiegel fahren konnten! Das kleine "Schmikspiegelchen" auf der Fahrerseite ist so klein und der Spiegelarm so kurz, daß man es auch gleich hätte weglassen können.

Gruß,

Martin


Zitat von Reserverad im Beitrag #10
Servus Martin
Soviel ich weis, waren das (gelb mit schwarzer Umrandung) Anhängerdreieck bis ~1960 auf dem Dach, wenn ein oder mehrere Anhänger gezogen wurden, gesetzlich vorgeschrieben. Um den Entgegenkommenden zu warnen, dass ein längeres Fahrzeug kommt.



M. W. entfiel das Anhängerdreieck sogar schon Mitte der Fünfziger; konsequenterweise hat z.B. mein 1958er Tausendfüßler zwar Anhängerkupplung, aber nicht Anhängerdreieck.

Das beleuchtete Anhängerdreieck mußte durch einen Hebel innen am Dachhimmel aufgerichtet werden, sobald mit Auflieger oder Anhänger(n) gefahren wurde.

Neben dem Hinweis auf besondere Länge des Entgegenkommenden hatte das Anhängerdreieck wohl insbesondere folgende Funktion:
Anhänger (mehr noch zwei) und Auflieger mit den früher stets starren Achsen laufen nach, d. h. sie beschreiben bei Kurvenfahrt einen engeren Radius als das ziehenden Fahrzeug. Dies konnte bei entsprechend schmalen Straßen und engen Kurven dazu führen, daß Anhänger/Auflieger die Gegenfahrbahn verengten, was insbesondere bei Dunkelheit für den Gegenverkehr gefährlich werden konnte. Mit dem aufgestellten und beleuchteten Anhängerdreieck wurden Entgegenkommende entsprechend gewarnt.

Gruß aus Pinneberg

Jürgen

Mart Offline




Beiträge: 4.118

Gestern 06:34
#13 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo Jürgen!

Aha! Das Dreieck mußte also generell bei Anhängerbetrieb hochgestellt werden. Ich dachte immer, es wäre nur für den zweiten Anhänger gedacht. Daß Auflieger und Anhänger in die Kurven reinziehen ist aber auch heute noch so. Da hat sich nix dran geändert. Und entsprechende Unfälle ereignen sich dadurch auch immer wieder. Das liegt aber an der Unwissentheit der PKW- Fahrer, die in den Fahrschulen nichts darüber lernen und selbst nicht drüber nachdenken. Da habe ich jeden Tag mit zu kämpfen! Die interessiert es aber auch nicht, wenn man Rundumleuchten, Warnblinkanlage oder Überbreitetafeln an hat, bzw. ausgestellt hat Worst case ist für mich Telesattel mit Überbreite in Autobahnbaustellen!

Gruß,

Martin




Nachschub rollt!

XXL Offline




Beiträge: 2.348

Gestern 09:19
#14 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo!

Klaus Lassen, der Konstrukteur der u.a. den Revell Büssing und Krupp konstruiert hat, hat auch den MB L6600 schon
vermessen, leider wurde er von Revell nicht umgesetzt:

http://www.truckin24.de/03c1989d69109f30...sbenzl6600.html

MfG Jochen

Plastheniker Offline




Beiträge: 68

Gestern 21:25
#15 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Martin,
eigentlich ist es doch unklar, warum das Anhängerdreieck damals überhaupt abgeschafft wurde; möglicherweise ging dies einher mit den berüchtigten Seebohm-Gesetzen, mit denen auch die maximale Lastzuglänge rigoros beschnitten wurde. Man hat doch die rückseitige Entsprechung, die dreieckigen Anhängerrückstrahler, sinnvollerweise ja auch beibehalten.
Hinsichtlich eines zweiten Anhängers bin ich nicht sicher, ob ein Lkw in den ersten Nachkriegsjahren (bei kurzen Straßenzugmaschinen ist dies m. W. auch heute noch zulässig) legalerweise zwei Anhänger ziehen durfte oder ob dies in der damaligen Not stillschweigend geduldet wurde. Auf historischen Bildern sind zwei Anhänger eher selten, was bei den damaligen schwachen Motorisierungen auch einleuchtet.


Jochen,
die großartige Lassen-Zeichnung samt Fotos habe ich bei meinem Bau genutzt. Leider hatte der dort dokumentierte 6600 ein Sonder-Fahrerhaus (Wackenhut?), so daß nur Motorhaube, Kühlermaske, Kotflügel und Stoßstange mt meinem Vorbild, der Werksausführung, übereinstimmten. So war ich ganz überwiegend auf qualitativ vergleichsweise schlechte Maßzeichnungen aus alten Prospekten angewiesen.

Gruß aus Pinneberg

Jürgen

Mart Offline




Beiträge: 4.118

Heute 00:11
#16 RE: Scratchbau 1951 Mercedes-Benz L 6600 Sa mit Tankauflieger (BV-Aral) antworten

Hallo Jürgen!

Ja, der Seebom hat Vieles kaputt gemacht und die Entwicklung stärkere LKWs um mindestens ein Jahrzehnt zurückgeworfen!
Doch, es war schon legal, mit zwei Anhängern zu fahren. Aber halt sehr umständlich! In unserer bergigen Gegend hat man z.B. immer erst einen Hänger über den Berg gezogen, ist zurückgefahren und hat den zweiten Hänger geholt. Dann hat man den Zug wieder zusammen gekuppelt. Bei fünf Bergen auf 10 km Wegstrecke war das aber wenig effektiv, weshalb es schon recht selten gemacht wurde.
Und ja, es stimmt: Bei kurzen Zugmaschinen (heute ja ausnahmslos große Traktoren), darf nach wie vor mit zwei Anhängern gefahren werden (entsprechende Bremsanlage vorausgesetzt). Das wird aber fast ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Mir ist ein solches Gespann allerdings auch mal bei Nürnberg auf der Autobahn entgegen gekommen! Wenn die ZGM und die Hänger für 60 km/h zugelassen sind und die zulässige Gesamtlänge von 18,75 m nicht überschritten wird, darf man das sogar! Und zwar als 16 jähriger mit Trekker- Führerschein, bis 40 to. zGG, ohne LKW- Fühererschein und Weiterbildungsmodule!

Gruß,

Martin




Nachschub rollt!

 Sprung  

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor