Grundbausatz für den TGA-XLX ist der XXL von Italeri. Das Dach wird gegen das niedrigere XLX-Dach getauscht, welches ich vor längerer Zeit mal in einer Kleinserie hab abgießen lassen. Das Fahrgestell wird kurz hinter der Verjüngung abgesägt und mittels Evergreen Profilen neu aufgebaut. das Ersatzrad wandert dabei etwas weiter nach hinten. Das Hinterachsaggregat wurde aus dem Bausatz übernommen. Lediglich die Achse habe ich aus Stabilitätsgründen durch ein 3mm Stahlrohr ersetzt. Desweiteren wurden Zwischenstücke zwischen Achskörper und Rahmen eingeklebt, die ein Durchbrechen der Achse verhindern sollen (das kleine, weiße runde). Alternativ läßt sich dort auch mittels Spiralfedern eine Hinterachsfederung einbauen.
Um bei den Felgenauf den richtigen Innendurchmesser passend zur Achse zu gelangen, wurde ein 4mm Alurohr eingepeßt.
Die Lenkung an der Vorderachse wurde beweglich gestaltet.
Den Radstand hab ich auf ein Vorbildmaß von 4,80m festgelet. Ein gängiges Maß bei Pritschenfahrzeugen. Auf der linken Seite, zwischen Batterie und Ersatzrad hab ich einen kleinen Zusatztank und auf der rechten Fahrzeugseite einen Staukasten eingefügt. (siehe Bilder vom fertigen Modell)
Das Heck bekam einen Unterfahrschutz und neue Lampenträger wurden aus Polystyrol angefertigt.
Die Kotflügel mußten abgeändert werden, da hier der Lampenträger bereits angespritzt war.
Der Aufbau besteht aus 5 Resin-Planenteilen: 2x Seitenteile, Front-, Heckpanel und Dach. Durch ankleben von Polystyrolstreifen entsteht der untere Teil des Aufbaus. Dem Teil, wo später die Bracken angeklebt werden.
Als Pritschenboden dient eine 1,5mm dicke Polystyrolplatte. Unter den Pritschenboden wird der Hilfsrahmen angepaßt.
Das ganze dann mal zusammen gestellt:
Beim Anhänger wurde der Aufbau parallel zum LKW in gleicher Art und Weise gebaut. Das Fahrgestell lieferte ein Schmitz-Auflieger von Italeri.
Und mit angepaßtem Palettenkasten:
Der Drehschemel besteht aus verschiedenen Evergreen-Profilen und der 3. Achse aus dem Auflieger Bausatz.
Einzelteile im Überblick: Achsen, Drehschemel und Schutzbleche (hab ich später nochmal getauscht):
Als nächstes wurde aus verschiedenen Evergreen Profilen die Deichsel gebaut:
Damit diese auch im abgekuppelten Zustand waagerecht steht, wurden 2 kleine Spiralferdern angebracht. Diese Federn sitzen normalerweise in den Kupplungsschächten von N-Spur Modelleisenbahnfahrzeugen.
Für die Rückleuchten wurden Lampeneinsätze aus Evergreen-profilen hergestellt. Diese wurden anschließend in Resin abgegossen und später mit den Leuchten bestückt:
Bis auf die Begrenzungsleuchten fertig lackiert und bestückt:
Dann habe ich begonnen, die Chassis und Einzelteile zu lackieren. Hierfür wurde Revell Nr.51 Ultramarinblau verwendet.
Vorderachse und Kühlerblende vom TGA (Kühlerblende habe ich später gegen eine weiß lackierte getauscht):
Neuer Lampenträger für den TGA:
Der Staukasten des Anhängers erhielt eine silberne lackierung, die Seitenverkleidungen dagegen auch die Chassisfarbe:
Das Fahrerhaus hab ich komplett in weiß lackiert (Revell 04)
Ebenso die Blende für die Luftansaugung. Die Löcher wurden nachtraglich aufgebohrt.
Der Lampenträger für´s Dach bekam noch 2 Stützen aus Winkelprofil spendiert. Sähe auch zu komisch aus, wenn das Teil in der Luft schwingt.
Die Sonnenblende wurde um 3mm, vom unteren Rand gemessen, gekürzt. Ein kleines Dreieck aus Plastiksheet dient als Vergrößerung und Klebefläche für das Firmenlogo.
Ein bisschen Schnickschnack gehört auch ans Auto, also fix einen Lampenträger gebaut der in der Öffnung der Stoßstange seinen Platz finden wird.
Nachdem der Lack trocken war, gings an die grafische Gestaltung des LKW. Der Teil, der mir die meisten Kopfschmerzen bereitete, da ich mit Grafikprogrammen auf Kriegsfuß stehe. Aber irgendwie hat´s dann doch geklappt mit Corel Draw.
Nach dem Aufkleben ein paar Schichten Klarlack drüber und fertig is.
Die Inneneinrichtung wurde mit matten und seidenmatten Farben abgesetzt.
Veloursitzbezüge wurden mittels Metallic-Farbe und anschließendem matten klarlacküberzug dargestellt.
Danach wurde das Fahrerhaus kompettiert und auf Chassis gesetzt.
Aufbau drauf und fertig:
Das gleiche beim Anhänger:
Weitere Detailfotos zur Herstellung und Detaillierung der Planenaufbauten findet ihr hier unter "Wer macht wie":
Hallo Oliver Dein Schmuckstück habe ich mr schon reichlich in Zeiskam reingezogen. Ich muß sagen, ich bin immer noch begeistert. Nun kann ich hier die Entstehung nachvollziehen. Über die Planenbefestigung und die Ösen hatten Wir uns schon unterhalten. Einfach toll, was man hier neues lernen kann. Deine Hängerzüge sind immer wieder der besondere Hingucker Das Hochdach hattest Du aber nicht in Deinem Sortiment dabei. Ich dachte das hätte modeltrucksandparts schon verkauft? Na ja, bei mir stehen so viele andere Sachen an, daß ich wohl in absehbarer Zeit keinen TGA bauen werde. Dennoch will ich mir den Modell-Fan besorgen. Was kommt jetzt? Ami, Ausie oder der Renault? Grüße von Helmut
schön, dass Du uns die Entstehung dieses Schmuckstückes hier zeigst. Ich habe den MF-Artikel. Da sind aber einige Fragen (speziell die Verstärkung im Fahrwerksbereich ) für mich nur oberflächlich beschrieben. Auf den Fotos ist das ales klar und deutlich zu erkennen. Habe mich auch gefreut, mal die Nase auf Nahdistanz zu Deinen Modellen bringen zu können. Da sieht man ja doch mehr als auf en Bildern. Einfach spitze! Vorschlag: wir machen aus dem Night-Rider den Gliederzug-Mann...
da ich Deine Modelle in Zeiskam mal in natura ansehen konnte, muß ich sagen, wenn man die Modelle vor sich stehen hat, sehen diese noch besser aus, als wie hier im Forum die gezeigten Bilder.
Der grüne Iveco-Turbo-Star Hängerzug hat mir besonders gut gefallen.
Ersklassig, der Zug gefällt mir sehr gut! Besonders der Anhänger mit dem tollen Drehgestell. Autos aus dem Alltag können doch immer wieder exklusiv sein, sofern sie derartig toll umgesetzt sind. Spitze.
den Zug durfte ich ja schon in Zeiskam bewundern. Dr sieht in echt noch viel besser aus, als im Modell-Fan oder hier auf den Bildern. Natürlich ist es schön, wenn man die Baufortschrittsfotos solch eine Modells auch sehen darf, was man bei einem fertigen Modell nicht mehr sehen kann.
Insgesamt hatte ich fast 30 Bilder hingeschickt. Ist dann natürlich auch nicht so einfach, die Bilder, die das Wesentliche zeigen heraus zu suchen so dass auch der Text noch verständlich bleibt. Aber die Jungs vom Modell-Fan haben das sehr gut hinbekommen. Die Aufmachung hat mir jedenfalls sehr gut gefallen. Nun war das ja auch gar nicht geplant, einen zeitungsbericht zu schreiben. Und viele Fotos entstehen halt einfach zwischendurch auf dem Basteltisch, quasi aus der Hüfte geschossen. Ich halte mich auch gar nicht lange damit auf, die Sachen noch auf Fotokarton auszurichten, wäre mir zu viel Arbeit. Ich denke, man sieht alles was man sehen muß.