High Piphäls, als ich letzte Woche ein sehr altes Modell "wieder gefunden" habe (ein NYPD von der Fa. Yodel), ist mir aufgefallen, dass ich damals beim Lackieren die Scheibe drin gelassen bzw. nicht abgeklebt hatte Also was tun? vorsichtig abkratzen ging nicht - blieb also nur "neu gießen" oder schleifen. (Habe bisher beides noch nicht gemacht. Evtl. ist dem einen oder anderen auch schon so etwas passiert, also dachte ich mir: "Teile mal Deine ... mit", um zum einen evtl. noch einen Tipp zu bekommen und zum anderen Andere vor so einen Blödsinn zu bewahren Zunächst einmal das Modell und die Katastrophenscheibe Gruß Ralf
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... nachdem ich mich dann mal so umgehört habe (und das Abgießen wohl erst mal keinen Sinn macht), versuche ich mich mal an das Schleifen. "Klarsichtteile schleifen, so ein Blödsinn ", dachte ich erst, aber ... Versuch macht kluch
Als ich die Scheibe so in den Händen hielt, viel mir auf, dass der Fleck vorne einen kleinen Wal darstellt ... war es vielleicht doch Absicht?
Im hinteren Fensterbereich der Fahrerseite (roter Kreis) ist auch deutlich der Spühnebel zu erkennen ... so was dummes!
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... habe dann also meinen Mut zusammengefasst und mit groben Schleifpapier den Untergrund freigelegt ...
Ergebnis: die Farbe war erst einmal weg ... die klare Sicht aber auch (war aber so gewollt )
also Schritt zwei! Feinkörniges Schleifpapier (2000-3000) besorgt und mit Zahnpasta! einen Versuch an der Seitenscheibe gestartet. Auf dem letzten Foto kann man den Unterschied (oder das spätere Ergebnis) schon erkennen ... also weiter
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weiterschleifen!!!! Und immer feiner werden... Mehr kann ich Dir auch nicht raten. Und schau mal bei Rai-Ro wg. Schleiffliess 5000, 8000 und 10000 oder 12000er Körnung. Das wird schon...
... voller Tatendrang habe ich dann erst einmal ALLES eingeseift (mein Zahnarzt würde sich freuen) und weiter "mit feinem" Papier drauf los geschmiergelt. Probestück? Pah - Den Mutigen gehört die Welt (Tipp: Sollte jemand mal in die Verlegenheit kommen und dies hier nachmachen wollen ... ein Probestück ist gut! Da die Scheibe hier aber sowieso hin war, nahm ich es "in Kauf")
auf dem mittleren Foto ist noch die Zahnpasta nach der Bearbeitung mit dem nassen Schleifpapier zu erkennen - auf dem letzten Foto der "gewaschene" Zustand. Jetzt lasse ich das Ganze erst einmal durchtrocknen und dann wird die Scheibe weiter bearbeitet - mit noch feinerem Schleifpapier und Politur (... vielleicht auch ein Fensterputzmittel )
bis dahin Gruß Ralf
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Du gibst es Dir aber hart! Ich persönlich würde nur soviel schleifen, wie unbedingt notwendig ist. Das ist schon hart genug. Und Du hast auf die agze Scheibe... Puuh, das wird dauern. Die Zahnpasta kommt aber erst später dran. So nach dem 8000er oder so. Ich weiß nur, das unsere Fliegerkollegen das so machen. hast du eigentlich eine Minibohrmaschine? Dafür gibt es auch Politurdorne/scheiben und Paste. ABER: da besteht die Gefahr des Überhitzens des Plastiks. Da wäre ein Reststück extrem empfehlenswert...
Fällt mir grade ein Tipp ein: Die H0er benutzen oft Lux Druckentferner um die Drucke von den Modelllastern ab zu bekommen. Vielleicht funktioniert das auch bei versauten Scheiben? Ansonsten wirst du wohl die Scheiben aus dünnem klarem Material neu zuschneiden müssen und einpassen.
Hallo Ralf Auch beim Einweichen in Bremsflüssigkeit bleiben die Scheiben klar und die Farbe geht ab. Man sollte sie aber nicht länger als 24 Stunden drinnen lassen, sonst könnten sie zerbröseln. Noch ein Tip zur Schmirgelorgie: Sollte die Scheibe am Ende doch noch etwas milchig bleiben, dann einfach schön dünn mir glänzenden Klarlack überziehen, dann ist sie wieder völlig klar und durchsichtig! Gutes Gelingen wünscht Helmut
habe so etwas schon mal sehr gut mit Airbrush-Cleaner von Revell hinbekommen. War bei einem MAN TGA. Nach dem Lackieren der Kabine hat sich Sprühnebel innen (!) an alle Scheiben gesetzt. Blieb nur: Dachlucke aufschneiden und mit einem Wattestäbchen getränkt mit besagtem Cleaner abwischen. Scheiben blieben absolut klar, vorher natürlich testen.
Kleberreste auf Scheiben und kleinere Macken gehen prima weg (ganz ohne Schleifen) mit einer Politur, die es mal vor langer Zeit von Revell gab. Sieht aus wie Schuhcreme, braun-beige, mit Wattestäbchen etc. polieren und mit relativ wenig Zeitaufwand wieder klare Sicht. Gibt es m.W. noch von Tamiya, o.ä. bin aber gerade nicht sicher.
erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Tipps!
Da ich in meinem Wahn aber schon einmal angefangen hatte - möchte ich die "Extrem-Schiene" auch beenden (unter uns: beim nächsten Mal würde ich es auch anders angehen)! Aber seht selbst: Nach dem ersten Feinschliff und polieren ich das Ergebnis fast zufriedenstellend. Es erfolgt demnächst die gleiche Prozedur noch einmal und konnte hoffentlich zeigen: Wenn mal etwas "falsch" oder übereifrig angegangen worden ist, ist ein passables Ergebnis doch noch möglich
Die übrige blaue Farbe habe ich gelassen, um zu dokumentieren, dass es sich tatsächlich um die gleiche Scheibe handelt - nicht das jemand auf die Idee kommt, ich hätte die Scheibe gegen eine neue ausgetauscht. Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht, daher auch die gleiche Prozedur noch einmal. Zum Schluß wird dann noch die restliche Farbe "abgetragen".
bis demnächst Gruß Ralf
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jetzt kommst Du mir doch noch zuvor. Ich wollte mich nämlich danach erkundigen, was Deine Hardcore-Entlackung denn so macht. Sieht doch schon (nach den Bildern zu urteilen) ganz passabel aus. Tja, das nennt man Lernerfolg. Aber ich denke, dass das nach einer weiteren Behandlung schon zufrieden stellend wird.
Also schön die Finger entkrampfen und weiter machen!
Viele Grüße, Karsten
PS: wenn es für Dich e in schwacher Trost ist, ich muß das hier an den Scheinwerfern meines Autos in Natura machen. Denn hier vergilben aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung die Scheinwerfergläser